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Angeln

Flensburg
Klappbrücke über die Schlei in Kappeln
Kirche St. Johannis in Flensburg

Die Landschaft Angeln liegt zwischen der Flensburger Förde und der Schlei im heutigen Kreis Schleswig-Flensburg im Nordosten des Landes Schleswig-Holstein im Zentrum der Kimbrischen Halbinsel. Angeln stellte zu keiner Zeit eine politische Einheit dar. Trotzdem ist die Landschaft für viele Bewohner eine identitätsstiftende Größe. Erstmals erwähnt wurden die Angli im Jahre 98 n. Chr. von Tacitus in seiner Ethnographie Germania.

 

Die Menschen in Angeln nennen sich Angelner oder Angeliter.

 

Landschaft

Das Land wurde von den Grund- und Endmoränen der letzten Eiszeit gebildet, im Wesentlichen durch große Gletscherzungen, die auch die Förden ausschürften. Hier befinden sich auch die meisten abflusslosen Senken zwischen den Kuppen, die im Laufe der Zeit vermoorten, und einige von Bächen durchflossene Seen. Die Hügelkette zwischen Husby und Kappeln stellt die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee dar, östlich fließen kleine Auen in die nahe Ostsee oder eine ihrer Förden, während westlich z.B. die Treene 60 km bis Friedrichstadt und dann über die Eider in die Nordsee fließt.

 

Das Landschaftsbild ist, obwohl stark ackergeprägt, durch das sanfte Relief, die Gewässer und in weiten Bereichen ein gut ausgeprägtes Knicknetz, aufgelockert und harmonisch. Der Waldanteil ist mit 5% verhältnismäßig gering. Das Hügelland mit seinen kurvenreichen Straßen wird häufig durch kleinere Buchenwälder unterbrochen, so dass es wirkt wie ein natürlicher Landschaftspark.

 

Bedingt durch fruchtbare Geschiebelehme wird die Landschaft überwiegend als Ackerland genutzt. Die Moorböden der Niederungen und Senken sind zwar weitgehend melioriert und ebenfalls unter Ackernutzung genommen worden, doch beträgt der Anteil an Grünländern noch ca. 20%.

 

Das Land ist hügelig mit Höhen von 60–70m ü. NN. Die höchste Erhebung Angelns ist nicht, wie oft angenommen, der Scheersberg (71m), auf dessen Kuppe sich eine alte germanische Thingstätte befand, sondern der Höckeberg in Freienwill mit 82m.

 

 

Holländermühle in Unewatt

 

 

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