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Breisgau

Malteserschloss Heitersheim
Schwabentorturm in Freiburg
Altstadt in Freiburg

Der Breisgau ist eine Region im Südwesten Baden-Württembergs mit dem Zentrum Freiburg im Breisgau, gelegen zwischen Oberrhein und Schwarzwald. Im frühen Mittelalter gehörte der Breisgau zu den alemannischen Gauen am Oberrhein und reichte ursprünglich vom Rhein bei Basel im Süden bis zum Flüsschen Bleiche zwischen Kenzingen und Herbolzheim.

 

Dort grenzte der Breisgau an die alemannische Gaugrafschaft der Mortenau (heute Ortenau). Die westliche Grenze bildete der Oberrhein, im Osten markierten die Höhen des Schwarzwaldes die Grenze. Am Hochrhein grenzte der Breisgau an das oberhalb von Laufenburg gelegene Hauenstein, welches bereits zum Albgau gehörte.

 

Im 12. Jahrhundert errangen die Zähringer im heutigen Südwestdeutschland und in der heutigen Schweiz eine bedeutende Machtstellung, ohne jedoch tatsächlich ein zusammenhängendes oder fundiertes Herzogtum im Sinne eines einheitlichen Herrschaftsgebiets formen zu können. Der Silberbergbau im Schwarzwald bildete hierfür auch eine finanzielle Grundlage. Die Zähringer betrieben in ihrem Einflussbereich eine aktive Siedlungspolitik und gründeten zahlreiche Städte, Dörfer und Klöster. Dabei wählten sie die Standorte nach politischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten aus. Einheitliches Recht, zentrale Verwaltung sowie größtmögliche Freiheit für die Bürger der Städte kennzeichneten ihren Herrschaftsbereich. Die Grafen von Freiburg waren die Nachkommen der Grafen von Urach und 1218 in den Besitz der Gebiete der Zähringer gekommen.

 

Um die Herrschaft der Grafen von Freiburg unter deren Graf Egino III. endlich loszuwerden, erkauften sich die Freiburger 1368 ihre Freiheit mit Silber im Gewicht von 20.000 Mark und unterstellten sich mit allen Besitzungen im Breisgau den Habsburgern. 1457 wurde vom österreichischen Erzherzog Albrecht VI. hier die zweite habsburgische Universität nach Wien (1365) gegründet, die damit eine der ältesten Universitäten Deutschlands ist.

 

Das Oberamt Breisgau gehörte bis 1805 (Friede von Pressburg) zu Vorderösterreich und ging dann größtenteils an das Kurfürstentum Baden über. Ein kleinerer Teil im Nordosten kam an das Königreich Württemberg, das zu Beginn des Jahres 1806 kurzzeitig nahezu die Hälfte des Breisgaus besetzt hatte. Nach der fast 500-jährigen Zugehörigkeit zu Österreich wurden der Breisgau und die Stadt Freiburg im Breisgau gegen den Willen des Großteils der Bevölkerung Teil des Großherzogtums Baden, das mit der Gründung des Rheinbundes im Juli 1806 aus dem Kurfürstentum Baden und neu erworbenen Gebieten entstand.

 

Heute ist der Breisgau Teil des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald und des Landkreises Emmendingen. Die Stadt Freiburg im Breisgau ist eine kreisfreie Stadt.

 

 

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