Etikette beim Casinobesuch

 

Ein Casinobesuch ist für die meisten ein besonderes Ereignis und stellt den Höhepunkt des Abends dar. Nicht umsonst gibt es in traditionsreichen Kurstädten mit vielen zahlungskräftigen Gästen oftmals auch ein auffallend schönes Casino – Baden-Baden, Wiesbaden, Bad Homburg oder Bad Neuenahr sind nur einige Beispiele dafür. Doch es gibt in den Spielbanken einige Grundregeln, die der Spieler befolgen sollte.

 

Alter

Der Einlass in ein Casino beginnt zunächst einmal mit dem Mindestalter. Die Volljährigkeit ist meist ausreichend. Dies gilt generell für das gesamte Casino, auch für die Bar oder das Restaurant, nicht nur für den Spielbereich.

 

Garderobe

Stil und Eleganz sind an der Tagesordnung. Doch bei der Auswahl der Garderobe sollte man für Spiele an den Automaten und dem Spielen an den Tischen unterscheiden. Für das Automatenspiel ist eine gepflegte Freizeitkleidung erwünscht, die allerdings nicht zu leger sein sollte. An den klassischen Spieltischen wird hingegen eine angemessene Garderobe verlangt. Für die Dame ist ein schlichtes Abendkleid, ein Rock und ein Top oder eine Bluse erwünscht, für den Herren ein Anzug oder ein Sakko. Die obligatorische Krawatte bzw. Fliege auf dem Kragen des Hemdes darf nicht fehlen. Aber im Winter sind auch Pullover gestattet. Was absolut gar nicht geht, sind Turnschuhe, Sandalen, Jeans oder ein T-Schirt. Hiermit wird einem höchstwahrscheinlich der Eintritt verwehrt bleiben. Weniger Vorschrift gibt es sogar in der Spielbank Duisburg. Die Herren sind hier mit einem Oberhemd mit durchgehender Knopfleiste und geschlossenem Schuhwerk, gerne kombiniert mit Anzug oder Jeans, passend gekleidet. Eine Krawatte ist nicht zwingend erforderlich. Mancherorts können übrigens Sakkos gegen eine geringe Gebühr oder sogar kostenlos ausgeliehen werden.

 

Höflichkeit und Gefühlsausbrüche

Ein Spielcasino ist kein Fußball- oder Eishockeystadion. Die gedämpfte Geräuschkulisse, auch bei vollem Haus, liegt über den Spieltischen. Viele Spielteilnehmer sind am Tisch versammelt, daher gilt „Höflichkeit ist Trumpf“. Geschrei, Fluchen und Gedrängel sind verpönt. Ob Sie gewinnen oder verlieren, niemand will Gebrülle oder Freudengeschrei hören. Übrigens: Geben Sie anderen Spielern keine Ratschläge, zu denen Sie nicht aufgefordert wurden.

 

Trinkgeld

Nach einem Gewinn gehört ein Trinkgeld zum guten Ton und man schiebt dem Croupier einen Jeton mit den Worten „für die Angestellten“ zu – oder stilecht mit den Worten „Pour l’employees“. Die Höhe des Trinkgeldes bestimmt man selbst, sollte aber angemessen sein.

 

Der Croupier

Der Beruf eines Croupiers erfordert höchste Konzentration und Aufmerksamkeit. Mit dem Croupier zu diskutieren, gilt daher als sehr unhöflich und ist ein absolutes No-Go. Wer Fragen zum Spielbetrieb hat, stellt diese an der Rezeption. Für die Ausübung der Arbeit eines Croupiers wird ein tadelloses äußeres Erscheinungsbild vorausgesetzt, da er für den regelgerechten Ablauf des Spiels verantwortlich ist und als Spielleiter bei Kartenspielen oder als Tisch- oder Chefcroupier am Roulettetisch die Seriosität des Betreibers der Spielbank widerspiegelt. In den 65 deutschen Spielbanken arbeiten derzeit etwa 3.500 Croupiers. Eine bundesweit einheitliche Ausbildung zum Berufsbild des Croupiers gibt es nicht und die Casinos veranstalten eigene mehrmonatige Lehrgänge zur Ausbildung als Croupier.

 

5. November 2015     >> Zurück zum Archiv

 

Roulettetisch

Am Roulettetisch - Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)