Kleingarten – ein Stück deutsche Kultur

 

Laut dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. gibt es deutschlandweit circa fünf Millionen Menschen, die ihre Zeit im Kleingarten verbringen. Zu verzeichnen ist ein steigender Trend. Hinzukommen noch all diejenigen Personen, die ihrem Hobby im eigenen Garten vor dem Haus nachgehen. Es ist demnach nicht vermessen zu behaupten, dass den Deutschen ihre Gärten am Herzen liegen. Die Gründe hierfür sind genauso vielfältig wie die Gartenliebhaber an sich.

 

Einen Anhaltspunkt bietet die Studie „Städtebauliche, ökologische und soziale Bedeutung des Kleingartenwesens", die vom Bundesinstitut für Bau,- Stadt,- und Raumforschung in Auftrag gegeben wurde. Da sie aus dem Jahr 2008 stammt, hat sie Aktualität eingebüßt – nichtsdestotrotz haben die Motive eine gewisse Konstanz. Im Folgenden werden die wichtigsten von ihnen vorgestellt, die komplette Studie kann hier als PDF heruntergeladen werden.

 

Gartenzeit ist Kinderzeit

Das am häufigsten genannte Motiv für die Beliebtheit des Gartens ist seine Funktionalität als idealer Aufenthaltsort für Kinder. Diesen Grund können wohl die meisten nachvollziehen, die in einer Wohnung wohnen. Es ist für die Entwicklung der Kinder unverzichtbar, dass sie ihrem Bewegungsdrang nachgehen. Dabei können sie immer wieder laut werden, was Nachbarschaftskonflikte zufolge hat. In einem Garten gibt es diesbezüglich weniger Probleme. Gerade für Stadtkinder bietet der Garten einen weiteren wichtigen Vorteil: den Kontakt zur Natur. Kleine Insekten beobachten, Pflanzen wachsen sehen und Gemüse anbauen, all dies sind unverzichtbare Lernprozesse für Kinder.

 

Der Garten als Ausgleich zur kleinen Wohnung

Ein ebenfalls oft genanntes Motiv ist die Nutzung des Gartens als Ausgleich für ungünstige Wohnverhältnisse. Vor allem in Städten, in denen die Wohnungssituation angespannt ist, kann ein Garten Wunder bewirken. In diesem Kontext ist jedoch auch die Garteneinrichtung ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bequeme Möbel und eine liebevoll gestaltete Terrasse schaffen oft erst die Voraussetzung dafür, dass man sich im Garten so richtig wohlfühlt. Dies hat auch die Industrie erkannt und reagiert. Es gibt Online-Shops wie Gartenmoebel.de, die genau hier ansetzen. Eine große Auswahl an Möbeln für den Außenbereich ermöglicht es jedem, sich die perfekte Wohlfühloase zu gestalten. Gut ausgestattet kann der Kleingarten sogar zum zweiten Zuhause werden.

 

Obst- und Gemüse aus dem eigenen Garten

Ein ebenfalls oft genanntes Motiv zur Gartennutzung ist der Anbau von eigenem Obst und Gemüse. Gerade in Zeiten des globalisierten Warenverkehrs, in denen der Apfel oft von anderen Kontinenten kommt, kann der heimisch angebaute Apfel ganz anders genossen werden. Außerdem ist das Obst oder das Gemüse frei von Pestiziden, sofern der Gärtner nicht selbst zur Chemie greift – man weiß einfach so gut wie sonst nie, was man isst.

 

Flucht vor dem Alltagsstress

Andere Motive spielen in das Gartenerlebnis mit hinein. So wird der Kleingarten gerne als wichtiger Freizeitort angesehen, an dem man sich vom Alltag zurückziehen kann. Hier kann man anderen Hobbys wie Werken oder Stricken gut nachgehen. In der Natur kommt man schlichtweg zur Ruhe und kann gut abschalten.

 

Die einzelnen Motive lassen sich gar nicht klar voneinenader abgrenzen, sondern sie hängen miteinander zusammen. Kinder können beim Anbau von Obst und Gemüse viel über die Natur lernen, für Erwachsene ist der Garten oft eine Ergänzung zur kleinen Wohnung, in der Kinder nicht toben können. Naturnahe Tätigkeiten entspannen den vom beruflichen Alltag gestressten Körper und lassen den Geist zur Ruhe kommen. Und sofern man sich den Garten gemütlich einrichtet, kann er auch als zweites Zuhause eine wirkliche Bereicherung darstellen.

 

28. Januar 2014     >> Zurück zum Archiv

 

Gartenarbeit

 

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