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Region

Nordfriesland

Strand auf Amrum
Leuchtturm
Wattwanderung

Die Region Nordfriesland liegt im Nordwesten Schleswig-Holsteins und bezeichnet das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Nordfriesen. Das Siedlungsgebiet ist etwa ein Drittel kleiner als der 1970 gebildete Kreis Nordfriesland, der auch Teile der jütisch besiedelten schleswigschen Geest umfasst. Ab etwa 700 besiedelten über die Nordsee kommende Friesen die Nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr und in einer zweiten Siedlungswelle um 1100 das weitgehend menschenleere Marschgebiet zwischen Eider und Vidå (Wiedau). Die Geestgebiete waren bereits einige Jahrhunderte zuvor von Jüten und seit der Völkerwanderungszeit auch von Dänen besiedelt worden.

 

Menschen und Meer

Nordfriesland wurde seit seiner Besiedlung von der Nordsee geprägt: die Küstenlinie befindet sich in stetiger Bewegung, der jetzige Zustand ist nur ein Zwischenstand: die See zerstörte Land und verwandelte es in Watt; oft mit katastrophalen Folgen für die Bewohner. Die Menschen versuchten sich und ihr Land zu schützen, seit dem 14. Jahrhundert betreiben sie gezielt Landgewinnung. Das Gebiet der nordfriesischen Küste unterliegt einer Transgression; tendenziell läuft derzeit die Entwicklung darauf hinaus, dass immer mehr Küstenland ans Meer verloren geht – anders beispielsweise als im südlich gelegenen Dithmarschen. Die nordfriesischen Inseln und Halligen waren alle ursprünglich Teil des Festlands. Pellworm und Nordstrand sind die Reste der alten Insel Strand, die während zweier Sturmfluten 1325 und 1634 erst teilweise zerstört und dann in zwei gerissen wurde. Die Festlandsküste besteht aber aus 171 Kögen: sowohl Eiderstedt als auch Dagebüll, Klanxbüll waren bis in die Frühe Neuzeit hinein Inseln und Halligen, die erst durch menschliche Einwirkungen zu Festland wurden. Das Zusammenspiel von Mensch und Nordsee äußert sich im friesischen Wahlspruch: Gott schuf das Meer. Der Friese die Küste.

 

 

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