|
Ausgangspunkt für unseren Rundgang ist der
Bahnhof
im Süden von Oberursel. Hier treffen
viele Verkehrsverbindungen zusammen: die S-Bahn und die U-Bahn von Frankfurt/ Main, die
Busse von Bad Homburg und Königstein, sowie zwei Stadtbuslinien.
Wir gehen durch eine Allee, bestückt mit alten Kastanienbäumen, in Richtung
Fußgängerzone. In der Allee gibt es einen
Springbrunnen
und eine
riesige Zeder,
1879 gepflanzt, ein
Kriegerdenkmal
von 1870/71 und im unteren Bereich den
"Märkerdinger Stein". Dieser soll an die Treffen der Waldgemeinden
im Taunus an der "Hohen Mark" erinnern. Am Ende der Allee befindet
sich das Bäreneck, benannt nach einem ehemals dort angesiedelten historischen Gasthof.
Am Bäreneck geht es nach links in Richtung Oberhöchstädter Straße, vorbei
an der
"Alten Post".
Bis zum Jahre 1855 gab es dort nur private und städtische Boten. Die erste
Postexpedition befand sich in der Strackgasse 18; die erste Postkutschenverbindung
nach Schmitten ging von der Vorstadt Nr. 12 aus, der heutigen Stadtschänke.
1912 - 1961 befand sich die Post dann hier. Wilhelm Wollenberg richtete dort dann
die Volkshochschule ein, die erst im Jahre 1999 aus diesen Räumlichkeiten auszog.
Links davon steht das
"Neue Rathaus"
von 1932, das 1976 erweitert wurde.
Einige Schritte weiter befindet sich die Evangelische Kirche - die
Christuskirche,
1914 eingeweiht und an einem Weiher gelegen. Direkt
daneben befindet sich die "Feldbergschule"; eine Fachhochschule
und Berufsschule.
Vom Bäreneck weiter geradeaus nach Norden gehend, kommt man in die sogenannte Vorstadt,
die
Haupt-Einkaufsstraße
und Fußgängerzone.
In der Mitte dieser Fußgängerzone biegen wir nach links ab und sehen
hier den
Rathausplatz,
das neue Rathaus sowie die Stadthalle (1984 gebaut).
Biegen wir statt nach links nach rechts ab, kommen wir auf den
"Epinay-Platz",
benannt nach einer Partnerstadt Oberursels. 1998 wurde
dieser Platz umgestaltet und umgebaut. Durch eine Tiefgarage unter diesem Platz
wurden auch gleichzeitig mehr Parkmöglichkeiten geschaffen.
Wir folgen der Fußgängerzone und erreichen eine kleine Attraktion - das
Glockenspiel
der Fa. Uhren Helfrich. Je
weiter wir gehen, desto ältere und interessantere Fachwerkhäuser bekommen
wir hier zu sehen. Auch teilt sich hier die Fußgängerzone
in drei Richtungen. Wir gehen nach links in Richtung der
"Hospitalkirche".
Hinter der Hospitalkirche liegt das
"Alte Hospital"
- eine Bürgerstiftung von 1550. Es
wurde 1668 erbaut, 1851 erweitert und 1958 geschlossen. Im Zuge der Altstadtsanierung
wurde das Gebäude im Jahre 1976 renoviert.
Vorbei an der Hospitalkirche (erbaut 1717-1728), kommen wir direkt auf den
Marktplatz.
Rings um den Marktplatz befinden sich ausschließlich wunderschöne
alte Fachwerkhäuser; links ist das
Vortaunus- Museum
und hinter diesem die alte
Evangelische Kirche im neuromanischen Stil, 1854 erbaut. Von 1855 bis 1914
wurden hier Gottesdienste abgehalten. Heute hat dieses Haus den Namen
"Ferdinand Balser- Haus",
der von 1906-1910 in Oberursel wirkte. In diesem
Haus ist nun der Vereinsring Oberursel untergebracht.
Auf der rechten Seite des Marktplatzes befindet die Stadtbücherei. Direkt vor uns
steht das
Historische Rathaus.
Es wurde 1444 erbaut, im selben Jahre, als
Oberursel die Stadtrechte bekam. Es wurde 1622 und 1645 zerstört, 1659 wurde
es wieder neu aufgebaut. Unter dem
Rathaus befand sich das sogenannte "Betzenloch", Oberursels Gefängnis.
Im Torbogen sieht man das Wappen von
Stolberg- Königstein, die einst die Herrscher von Oberursel waren. Im
Ratsherrensaal
werden seit einiger Zeit jeden
1. Freitag im
Monat wieder standesamtliche Trauungen abgehalten.
Das Alte Rathaus hat einen Torbogen, durch den man in die obere und eigentliche
Altstadt gelangt, in deren Mittelpunkt die katholische
Pfarrkirche St. Ursula
steht. Die ehemals hölzerne Kirche wurde
1457 durch eine steinerne Kirche ersetzt. Erst später kam der Turm dazu,
ursprünglich freistehend gehört er durchweg
der Spätgotik an. Seine Höhe beträgt 60 Meter. In der
St. Ursulagasse
stehen sehr schöne alte
Fachwerkhäuser, von
denen einige auch eine besondere Bedeutung haben wie das Pfarrhaus St. Ursula,
1657 erbaut; das Rektorat,
daß bis 1820 die Lateinschule war; die älteste Mädchenschule
bis 1825: die Ursellis- Druckerei, die auch
von 1570-1574 Münze war. Neben dem Alten Rathaus steht das historische Gasthaus
"Zum Schwanen"
und diesem gegenüber das
Alte Stadthaus.
Es war von 1825-1877 Schulhaus und von 1895-1952
Stadthaus. 1979 wurde es im Zuge der Altstadtsanierung neu renoviert.
Dieser älteste Stadtteil liegt auf einem Höhenrücken, der
von einer
Stadtmauer
umgeben war. Ein letzter Rest
dieser Mauer steht noch in der Oberen Schulstraße. Es gab drei
Stadttore: das Obere oder Königsteiner Tor in der Altstadt,
das Neutor oder Homburger Tor in der Neustadt gegen Nord- Ost und das Untere
oder Frankfurter Tor gegen Süd- Ost zur Vorstadt. Sehenswert ist noch die
Herrenmühle,
die am nordöstlichen Rande der Altstadt steht.
Wir treten den Rückweg zum Bahnhof an. Von der Herrenmühle aus geht es
am Rande der
"Bleiche",
dem früheren Bleichplatz, heute ein Festplatz, entlang und treffen
auf den Urselbach. Es geht rechts hinunter in die
Neutorallee.
Dieses ist ein idyllischer Weg am Urselbach mit Bäumen
bis hin zur Eppsteiner Straße. Nach links gehen wir bis zum sogenannten
"Hommkreisel",
dieser ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, denn
hier treffen fünf Straßen zusammen. Rechts geht es in die
Innenstadt - dem "Holzweg" mit seinen vielen
Einzelhandelsgeschäften. Links führt die Hohemarkstraße
direkt in den Taunus. Im Kreisel selbst befindet
sich ein imposanter Brunnen mit den Wappen von Oberursel, Frankfurt/ Main,
Leipzig und Bad Gandersheim.
In Richtung Frankfurt überqueren wir die U-Bahnschienen, gehen an den
ältesten Genossenschaftswohnungen
vorbei, rechts die Herzbergstraße hinunter an der Katholischen Liebfrauenkirche
vorbei und kommen zum
Oberurseler Gymnasium. Danach gehen wir an den U-Bahngleisen weiter und befinden
uns wieder am Bahnhof Oberursel, unserem Ausgangspunkt.
|