Trotz Haustier keine Flöhe in der Stadtwohung

 

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch die Hauptstadt der Hundebesitzer. In einer Stadt, in der vornehmlich Alleinstehende wohnen, ist dies nicht weiter verwunderlich. Wer abends nach dem anstrengenden Job nicht in eine einsame Wohnung zurückkommen möchte, schafft sich eben gern ein Haustier an, das daheim auf ihn wartet. Hunde und Katzen stehen dabei hoch im Kurs. 2013 lebten insgesamt 97.996 angemeldete Hunde in der Stadt. Wobei die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen dürfte – schließlich meldet längst nicht jeder Besitzer sein Tier an und: sogar in Deutschland gibt es Straßenhunde.

 

Wer einen Hund oder eine Katze besitzt, muss sicherstellen, dass das Tier bei guter Gesundheit ist. Regelmäßige Checkups beim Tierarzt sind wichtig, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden. Wichtig ist, sein Tier genau zu beobachten. Kratzt es sich vermehrt? Wirkt es nervös? Stellt es das Essen ein oder wirkt apathisch? Keine guten Zeichen. Wird das Essen eingestellt, kann dies verschiedene Gründe haben und ein Tierarztbesuch ist erforderlich. Nicht selten hat das Tier Zahnschmerzen oder etwas Falsches gefressen.

 

Ungeziefer vermeiden

Häufiges Kratzen und nervöse Zuckungen können ein Hinweis auf Parasitenbefall sein. Hier gilt es, schnell zu handeln. Besonders Flöhe können nervig sein, sie kommen sowohl bei Hunden als auch bei "Draußenkatzen" relativ häufig vor. Sie leben auf dem Tier und ernähren sich von dessen Blut. Die Larven, Eier und Puppen der Tiere leben allerdings nicht auf dem Tier, sondern in seiner Umgebung, oft in der Wohnung der Besitzer. Neben starkem Juckreiz können auch Hautrötungen und Haarausfall auftreten. Bei einem schlimmen Befall kann es sogar zu Blutarmut (Anämie) kommen. Mit einem feinzackigen Flohkamm lässt sich ein Verdacht schnell bestätigen und der Tierbesitzer kann handeln. Ein Anruf beim Tierarzt schadet sicher nicht. Tabletten, Sprays und Spot-ons gibt es aber auch in Online-Shops wie Medicanimal zu kaufen – meist günstiger als direkt beim Arzt. Leider muss bei einem bestätigten Verdacht auch die gesamte Wohnung gereinigt werden, um Eier und Larven abzutöten. Textilien sollten heiß gewaschen oder eingefroren werden, um das Ungeziefer abzutöten.

 

Neben Flöhen sind auch Zecken eine Gefahr für Hunde und Besitzer. Nach einem Waldspaziergang sollte der wuschelige Freund also gründlich abgesucht werden. Mit Hundezecken kann man ähnlich umgehen wie mit Menschenzecken. Wichtig ist es, sie zeitnah mit einer Zeckenzange zu entfernen. Hierbei unbedingt den Kopf des Quälgeists mit entfernen! Zur Vorbeugung sind im Handel Floh- und Zeckenhalsbänder verfügbar.

 

28. April 2015     >> Zurück zum Archiv

 

Oranienstraße

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