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Region

Vogtland

Pfarrkirche in Rehau
Aufgang vom Museumshof zur Burgruine Reichenfels in Hohenleuben
Vogtland im Winter

Das Vogtland ist eine Region im Grenzgebiet der drei deutschen Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen sowie der tschechischen Region um Aš im Okres Cheb. Die Bezeichnung Vogtland rührt von der einstigen Verwaltung durch die Vögte von Weida, Gera, Plauen und Greiz her.

 

Es ist anzunehmen, dass bereits Kaiser Friedrich I. Barbarossa um 1180 den Herren von Weida den Titel eines advocatus, eines Vogtes verliehen hat. Der Titel wurde bei der Teilung des Stammhauses von allen Zweigen weitergeführt und wie ein erbliches Reichslehen weitergegeben. Im Jahr 1254 handelten die Vögte von Gera, Greiz, Plauen und Weida einen Vertrag über ein Bündnis mit dem Markgrafen Heinrich dem Erlauchten von Meißen aus, bei dem sie als gleichberechtigte Partner auftraten. In der Urkunde unterschieden sie das Land des Markgrafen (terra marchionis) von ihrem Gebiet (terra nostra, unser Land). Es ist anzunehmen, dass der Markgraf zur Unterscheidung der Länder in umgekehrter Richtung sein Land vom Land der Vögte (terra advocatorum) abgrenzte. Die Urkunde dazu ist jedoch nicht erhalten geblieben. Der Name erscheint danach, 1317 und später, als woyte lande oder in ähnlicher Form in anderen Urkunden, die jedoch immer Vereinbarungen anderer Herrscher über das Vogtland beinhalten. Der Name Vogtland kann erst im Jahr 1343 nachgewiesen werden.

 

Das böhmische Vogtland hat seine historischen Bezüge im Ascher Ländchen, welches sich frühzeitig aus dem Egerland herausgelöst hat. Das Egerland war Reichsterritorium bevor es an die Krone Böhmens verpfändet wurde und die Vögte bauten hier im Norden ihren Einflussbereich aus. 1281 erhielt Heinrich I., Vogt von Plauen, den Markt Asch (Aš), und der böhmische König Johann von Böhmen überließ den Vögten das ihm 1322 von Ludwig dem Bayern verpfändete Egerland zur Verwaltung. Aus diesem Grund dehnen einige Autoren den Begriff Vogtland auf das gesamte Egerland aus.

 

Heute ist Vogtland auch eine umgangssprachlich gebräuchliche Bezeichnung für den Vogtlandkreis. Dem gegenüber erfasst das naturräumliche Vogtland zwar zusätzlich Teile Thüringens und Bayerns, grenzt jedoch den Höhenschwerpunkt im Osten aus, der naturräumlich dem Westerzgebirge zugerechnet werden muss.

 

Die Geschichte des Vogtlandes behandeln die Museen Bayerisches Vogtland in Hof und das Vogtlandmuseum in Plauen. In Adorf werden die Sehenswürdigkeiten der Region in der Miniaturschauanlage Klein-Vogtland vorgestellt.

 

 

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