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Harz

Harz

Sendemast auf dem Brocken
Schloss Ballenstedt
Rathaus in Schierke
Burg Westerburg bei Dedeleben

 

Bergbau

Dem Bergbau und Hüttenwesen verdanken seit dem 16. Jahrhundert die sieben Oberharzer Bergstädte (Clausthal, Zellerfeld, Bad Grund, Sankt Andreasberg, Lautenthal, Altenau und Wildemann) und rund 30 weitere Ortschaften im Harzinnern, und weitere zahlreiche Randorte am Gebirgsfuß ihre Blüte, allen voran die ehemalige Reichsstadt Goslar, deren Glanz von den Erzschätzen des Rammelsberges abhing. Der Bergbau bestimmte maßgeblich das Harzer Wirtschaftsleben und sein Landschaftsbild.

 

Die Bergleute schufen auch das berühmte technische System der Oberharzer Wasserwirtschaft, das Oberharzer Wasserregal, von dem noch 60 km Wassergräben und 68 Stauteiche (mit 8 Mio. Kubikmeter Inhalt) genutzt werden, und ohne deren Energieleistung die Erzförderung schon seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert hätte eingestellt werden müssen.

 

Im östlichen Harzvorland (Mansfelder Land und Sangerhäuser Mulde) wurde bis ca. 1990 Kupferschieferbergbau betrieben, dessen Anfänge urkundlich um 1199 erwähnt werden. Weiterhin befindet sich in Ilfeld das ehemalige Bergwerk Rabensteiner Stollen, das einzige Steinkohlebergwerk im Harz. Im nordthüringer Revier gibt es zahlreiche Kalibergwerke, in der Nähe von Röblingen werden durch einen Montan-Betrieb geologische Wachse abgebaut.

 

Das letzte Bergwerk im Oberharz – das Erzbergwerk Grund in Bad Grund – stellte 1992 die Förderung wegen Unwirtschaftlichkeit der Ganglagerstätte ein. Mit der Stilllegung dieser Anlage fand der schon im Mittelalter, und seit dem 16. Jahrhundert ununterbrochen, betriebene Bergbau auf Silber bzw. Blei und Zink sein Ende.

 

Wirtschaft heute

Der in vergangenen Jahrhunderten im Harz blühende Bergbau – u.a. nach Silber, Eisen, Kupfer, Blei und Arsen – ist stark zurück gegangen. Geblieben sind jedoch die zum Teil stark schwermetallhaltigen Rückstände in den Böden des Oberharzes, welche heute ein großes Umweltrisiko darstellen.

 

Bedeutend sind heute noch die Kupfergewinnung im Gebiet von Mansfeld. Letzte Schwerpunkte des Bergbaus waren der Rammelsberg bei Goslar (stillgelegt 1988) und die Grube Hilfe Gottes bei Bad Grund (stillgelegt 1992). In Bad Lauterberg wird voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2006 auf der Grube Wolkenhügel als letztem aktivem Bergwerk des gesamten Harzes Schwerspat gewonnen, der heute in erster Linie in der Farbherstellung und dem Schallschutz Verwendung findet. Desweiteren wird heute noch rund um Elbingerode in drei großen Tagebauen (Werk Rübeland), (Werk Kaltes Tal) und (Werk Hornberg) Kalk abgebaut. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist die TU Clausthal. Neben den klassischen Fächern Bergbau und Metallurgie werden hier viele ingenieurs- und naturwissenschaftliche Fächer sowie Betriebswirtschaftslehre unterrichtet und beforscht.

 

Auf Grund der Wälder des Harzes spielt natürlich die Forstwirtschaft eine bedeutende wirtschaftliche Rolle, sowie die dazugehörende verarbeitende Industrie. Wuchsen noch im ersten Jahrtausend n. Chr. in den Höhenlagen – für einen natürlichen Bergwald typisch – überwiegend Harthölzer (in erster Linie Rotbuchen, daneben aber auch Eichen; man ging damals „in die Harten” = Harz) so sind heute in den bewirtschafteten Flächen in der Regel Monokulturen von Fichten anzutreffen. Für die Papierindustrie (Bad Gandersheim und Herzberg am Harz) reichen allerdings die Rohstoffvorkommen nicht.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Harz (Mittelgebirge) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.