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Insel Sylt

Insel Sylt

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Strandkorb

 

Küstenschutz

Als Schutzmaßnahmen gegen die stetige Erosion an den Küsten der Insel Sylt begann man schon im 19. Jahrhundert mit der Errichtung von Holzpfahlbuhnen. Diese wurden rechtwinklig zur Küste in die See hinein gebaut. Später wurden sie von Metall- und schließlich von Stahlbetonbuhnen abgelöst. Diese Bauwerke erzielten jedoch nicht den gewünschten Erfolg, die durch Querströmungen verursachte Erosion zu stoppen. Die „Lee-Erosion”, also die auf der wind- und strömungsabgewandten Seite der Buhnen, verhinderte nachhaltige Sandablagerungen.

 

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts versuchte man durch die so genannten Tetrapoden, die am Fuße der Dünen ähnlich wie die Buhnen ins Meer hinaus verlegt wurden, die Meeresgewalten zu stoppen – vergeblich. Die tonnenschweren, in Frankreich entwickelten vierfüßigen Betonelemente waren für den Sylter Strand zu schwer – sie versanken zum Teil im Sand und konnten die Erosion ebenfalls nicht aufhalten. Vor dem Hörnumer Weststrand sind ab Mitte 2005 Tetrapoden-Schutzwerke wieder entfernt worden, da diese im Rückblick keinen Nutzen gegen die fortschreitende Erosion geboten hatten.

 

Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wird – als zurzeit einzig wirksame Waffe gegen die Erosion – Sand vor die Küsten der Insel gespült. Baggerschiffe, so genannte „Hopperbagger” pumpen ein Wasser-Sand-Gemisch an den Strand, an dem es von Bulldozern verteilt wird. Dadurch wird bei Sturmfluten lediglich der vorgespülte Sand abgetragen – die eigentliche natürliche Küstenlinie wird somit geschützt und die Erosion wesentlich verlangsamt.

 

Negativ werden die immensen Kosten der Sandvorspülungen beurteilt, der Bedarf von jährlich einigen Millionen Euro wird zurzeit von Bundes-, Landes- und EU-Mitteln gedeckt. Seit 1972 wurden 35,5 Mio. Kubikmeter Sand vorgespült und aufgeschüttet. Diese Maßnahmen haben bisher 143 Mio. EUR gekostet.

 

Parallel dazu hat man an einigen Strandabschnitten damit begonnen, die oben erwähnten Buhnen, die sich im Küstenschutz nutzlos erwiesen hatten, mit großem Aufwand abzutragen. Dieser Maßnahme ist auch die wohl berühmteste Buhne der Insel, die „BUHNE 16”, (Namensgeberin des gleichnamigen FKK-Strandes) zum Opfer gefallen.

 

Neben der kontinuierlichen Sandvorspülung gibt es auch weitere Ansätze zum dauerhaften Küstenschutz. Einer davon ist das Prinzip der Strandentwässerung (Stranddrainage), das an einigen Strandabschnitten in Dänemark bereits seine Wirksamkeit bewiesen hat und nun versuchsweise auch am Weststrand der Insel Sylt eingesetzt werden soll.

 

Experten fürchten trotz all dieser Massnahmen, dass Sylt schon im beginnenden 21. Jahrhundert auseinanderbrechen könnte. Der voranschreitende Klimawandel wird zu vermehrter Sturmaktivität führen, was erhöhte Landverluste und als erste Konsequenz den Verlust z.B. der Versicherbarkeit von Eigentum zur Folge haben könnte.

 

Das Wattenmeer, östlich zwischen Sylt und dem Festland gelegen, ist seit 1935 Natur- und Vogelschutzgebiet und ein Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Lahnungen im Uferbereich des Watts sollen die Sedimentation fördern und der Landgewinnung dienen. Geführte Wattwanderungen werden in den meisten Orten angeboten.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sylt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 

Buhne im Norden von Westerland

 

Buhne im Norden von Westerland

 

Dieses Bild basiert auf dem Bild Sylt-Groyne aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist „Magnus Manske”.