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Westerwald

Westerwald

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Frühzeit

Auf Grund der vorgeschichtlichen Funde konnte festgestellt werden, dass schon die Kelten im Westerwald ansässig waren und die Eisenerzvorkommen nutzten; das war in der sog. Hallstattzeit (ältere Eisenzeit, ca. 750 bis 500 v. Chr.). Die Einwanderng erfolgte aller Wahrscheinlichkeit nach vom Hunsrück aus. Aus der La-Tène-Zeit stammen die keltischen ringwallbewehrten Schutz- und Fliehburgen, die u.a. auf dem Malberg anzutreffen sind. Schon während der La-Tène-Zeit drangen vom Osten und vom Siegtal die Germanen ein; sie kammen um 380 v. Chr. in den oberen Westerwald, umgingen den Hohen Westerwald als unwegsame Waldwildnis und stießen im 2. Jahrhundert zum Rhein vor.

 

Römerzeit               

Noch in der Zeit, als die keltische Bevölkerung den vordringenden Germanen nach Westen ausweichen musste, drangen links des Rheins die Römer vom Südwesten her vor. Ihnen gelang es jedoch nur einen Streifen rechts des Rheins und den sog. „Rhein-Westerwald” zu gewinnen; der Westerwald blieb außerhalb der römischen Besatzungszone, denn die Römer zogen es vor, vor ihren Grenzen eine siedlungsarme, möglichst unwegsame Wildnis zu erhalten.

 

Chattenzeit

Die endgültige Besiedlung und damit die Territorialgeschichte des Westerwalds begann mit dem Eindringen der Chatten (Hessen) nach der Vetreibung der Römer im 3. Jahrhundert n. Chr.. Endungen der Siedlungsnamen wie -ar, -mar und -aha („Haigraha” = Haiger) stammen noch aus der Völkerwanderungszeit; diese liegen an der Peripherie des Westerwalds in boden- und klimagünstigen Becken und Tälern, wie Hadamar, Lahr, Wetzlar. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert entstanden die Siedlungen der Landnahmezeit in unwegsamere Gebiete, mit Endungen auf -ingen und -heim, wie Bellingen und Bladernheim; diese liegen auf den weiten Hochflächen des Oberwesterwaldes. Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert erfolgte von den Altsiedlungen aus der Ausbau von Siedlungen nach den Rändern zu, erkennbar an Namensendungen wie -hausen, -hofen, -kirch, -burg oder -tal.

 

Frankenzeit

Die Franken bauten ihre alten Siedlungskammern am Rande des Westerwalds zu Kerngebieten ihrer Gaue, um langsam und bleibend Stützpunkte im Landesinnern zu errichten. Es entstanden Orte der Rodezeit mit Namen auf -rode, -scheid, -hahn (=Hag), -berg, -tal und -seifen: mit der Schaffung von Rodesiedlungen und dem Holzeinschlag für die Erzverhüttung begann die Vernichtung des Waldes in großem Umfang.

 

Mittelalter

Die letzte Siedlungsperiode im Westerwald begann im 10. Jahrhundert und endete um 1300; durch die Politik der Karolinger und der damit einher gehenden trierischen und kölnischen Mission, erlebte dieser Raum die Christianisierung. Trier drang Lahn aufwärts vor, Köln an Rhein und Sieg, Trierisch-lothringische und niederrheinische Einflüsse wurden ebenfalls in den Westerwald getragen. Zu den Zeugnissen der Baukunst aus dieser Epoche gehört die Stiftskirche von Dietkirchen in ihren ältesten Teilen.

 

Nach vielen Besitzerwechseln durch die Adelsgeschlechter der Ottononen und Salier, waren es schließlich die Grafen von Sayn, Diez und Wied, die sich ausgedehnten Grundbesitz aneignen konnten. Besondere Bedeutung erlangten die Grafen von Lautenburg, die sich später Grafen von Nassau nannten. Im Osten gaben die Landgrafen von Hessen den Ton an, die sich in Machtkämpfen gegen das Erzbistum Mainz durchsetzen konnten.

 

Neuzeit

Die politischen Verhältnisse vereinfachten sich bis zum 16. Jahrhundert. Zwischen den Einflussspähren der vier Großen (Mainz, Köln, Tier, Hessen) konnte das Haus Nassau sein Territorium an der Dill, zwischen Siegen und Nassau ausdehnen und festigen. Nach den napoleonischen Wirren teilte sich Nassau mit der neu erschienenen Großmacht Preußen weite Gebiete des Westerwaldes. Ein souveränes Herzogtum Nassau gab es bis zur Annexion durch Preußen im Jahr 1866.

 

Heute ist der Westerwald auf drei Bundesländer aufgeteilt: Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Westerwald aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 

St. Lubentius in Dietkirchen

 

St. Lubentius in Dietkirchen – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)