Kunst und Kultur in Mannheim
     
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  Blumepeters Oktoberfest

Seit 25 Jahren findet am ersten Oktobersamstag das Blumepeter-Fest statt. Der Blumepeter kam 1875 auf die Welt, sah nie eine Schule von innen, verdiente seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf vom Blumen. "Kaaf mer ebbes ab" rief der gnomhafte Peter Schäfer mit nasaler Stimme, wenn er abends durch die Lokale zog. Durch seine Schlagfertigkeit kam immer Stimmung auf. Ein Denkmal in O5, geschaffen von Bildhauer Gerd Dehof, erinnert an den Blumepeter.

 
Maimarkt Mannheim

Im Jahre 1613 verlieh Pfalzgraf Johann II. von Zweibrücken der jungen Stadt die Marktrechte und legte damit den Grundstein für Deutschlands größte Regionalausstellung. Mit über 400.000 Besuchern jährlich ist die Anziehungskraft des Maimarktes bei Besuchern und Ausstellern ungebrochen. Bei rund 1.300 Ausstellern auf ca. 75.000 qm bietet sich für die Besucher ein reichhaltiges Angebot. Außerhalb der Maimärkte wird die 8.000 qm große Maimarkthalle und das Freigelände für zahlreiche andere Veranstaltungen genutzt.
 

Blumepeter
   
Filmfestival Mannheim - Heidelberg

Mannheim hat nach Berlin das älteste deutsche Filmfestival. Seit über 4 Jahrzehnten setzt man auf die Kunst des Kinos. Der gute Ruf des Mannheimer Wettbewerbs ist auf die hohe Qualität der Beiträge zurückzuführen. Bedeutende Regisseure und Regisseurinnen aus Osteuropa, Lateinamerika, Asien, Afrika und den USA traten in Mannheim erstmals ins internationale Rampenlicht. Das Mannheimer Festival war schon immer berühmt für seine herzliche Atmosphäre, denn künstliche Schranken zwischen den Stars, den Gästen und dem Publikum gibt es nicht. Jedes Jahr werden neue Rekorde bei den Besucherzahlen erreicht.

 
Der echte "Mannemer Dreck"

In unserer schnellebigen, modeorientierten Zeit ist es nur wenigen Dingen beschieden, sich mehr als anderthalb Jahrhunderte beständiger Beliebtheit zu erfreuen. Der echte "Mannheimer Dreck" zählt dazu. Der unvergleichliche Geschmack steht in einem seltsamen Widerspruch zu seinen Namen. Den erhielt er seinerzeit durch eine Episode aus der Stadtgeschichte Mannheims, als vom damaligen Stadtamtsvorstand Herrn von Jagemann eine Polizeivorschrift erlassen wurde, die "Jedermann mit zwei Reichstalern Strafe belegte, der den im Hause gesammelten Koth mit dem Kehricht auf die Straße brachte". Sprichwörtlicher Mannheimer Mutterwitz veranlaßte wohl einen zeitgenössischen Konditor und - wie man in Österreich sagt - Lebzelter, also Lebkuchenbäcker, der einen guten Ruf besaß, ein eigenartiges Gebäckstück ins Schaufenster zu legen, das beträchtlich zur Erheiterung des Publikums beitrug. Das war die Geburtsstunde einer Mannheimer Backspezialität, die seit diesen Tagen aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Das alte, in seiner Urform überlieferte Rezept, nach dessen Verfahren dieses Gebäckstück hergestellt wird, ist noch heute im Besitz der Konditorei Herrdegen in Mannheim, E2,8. Echter "Mannemer Dreck" besteht nur aus besten Rohmaterialien (wie Nüssen, Zucker, Orangeat, Zitronat, Gewürzen) und wird auf Oblaten gebacken und mit Schokolade überzogen. Mit seinem wunderbaren Aroma stellt er ein ganz hervorragendes Dauergebäck dar.

 

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