Die Stiftskirche
 
Stiftskirche
 
Aussenansicht und ...
 
 
 
Stiftskirche
 
... Blick in das Langhaus
  Die gotische Stiftskirche (Grundsteinlegung 1368) ist ein wichtiger Teil der Neustädter Stadtgeschichte, denn sie hat ihren Ursprung in einem Vorgängerbau, der alten romanischen Pfarrkirche St. Ägidius. Sie ist komplett erhalten und mit ihren zwei ungleichen Türmen zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Die Kirche liegt wie ein ruhender Pol zwischen dem Marktplatz und dem Kartoffelmarkt. Dieses gewaltige Monument diente als Begräbnisstätte und als Hauskirche, in der von Weltpriestern den Familienangehörigen gedacht werden sollte, ein Kollegiatsstift also mit 10, zeitweise 14 Kanonikern. Im Laufe der vielen Jahre erfuhr die Kirche viele Veränderungen, sowohl im Hinblick auf ständig wechselnde Konfessionen wie auch im Hinblick auf Innen- und Außenbau. Es handelt sich hier nämlich um eine ganz große Besonderheit, die simultane (gleichzeitige) Nutzung der Kirche. Unter den damaligen Kurfürsten (2. Hälfte 16. Jahrhundert) erhielten die in der Pfalz bestehenden christlichen Bekenntnisse (Reformierte, Lutheraner, Katholiken) gleiche Rechte. Da es sich jedoch aufgrund ständiger Streitigkeiten auf die Dauer als unmöglich erwies, die Kirche gemeinsam zu nutzen, wurde 1714 eine endgültige Trennmauer aufgebaut, die den heutigen katholischen Chor vom protestantischen Teil im Langhaus trennt. Die Lutheraner durften sich eine eigene Kirche bauen. Die seit dem Jahr 1700 in Neustadt ansässigen Jesuiten bekamen den damaligen Stifts- und den halben Pfarrchor zur Nutzung als katholische Pfarrkirche zugewiesen. Diese nahmen die dem Zeitgeschmack entsprechende Barockausstattung vor, deren bedeutendster Rest der Hochaltar ist.
 
Die Stiftskirche - Wahrzeichen unserer Stadt - erstellt im Rahmen einer Hausarbeit der Gästeführerschulung von Barbara Fröhlich-Zeller Tel. (0 63 21) 3 08 85:
Die Baugeschichte
Das Äußere
Der katholische Teil
Die Trennmauer
Der protestantische Teil
Das Paradies
 
Zurück zur Startseite der Stadt Neustadt