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Der Stuttgarter Fernsehturm, am 5. Februar 1956 seiner Bestimmung übergeben und zu jener
Zeit eine technische Sensation, ist inzwischen zum Vorbild für alle modernen
Stahlbeton-Fernsehtürme in der ganzen Welt geworden. Die Aufregung von damals über die
angebliche Verschandelung des "einzigartigen Bildes der schönsten Stadt Süddeutschlands"
durch den Bau eines "Betonschornsteins" ist längst dem Stolz der Stuttgarter gewichen:
Der Fernsehturm auf dem Hohen Bopser wurde zum Wahrzeichen der baden-württembergischen
Landeshauptstadt. Dem als "Schildbürgerstreich" und "Schandmal" angegriffenen kühnen
Ingenieursbauwerk kommt heute die Rolle eines technischen Denkmals zu - auch für seinen
Erbauer Prof. Dr. Ing. Fritz Leonhardt. Die Stürme, von denen behauptet wurde, sie würde
die spitze Betonnadel umwerfen, können ihm nichts anhaben. Ein Orkan mit 170 km/h erzeugt
auf den Turm einen Winddruck von 172 Tonnen. Bei einem Gesamtgewicht des Turmes inkl.
Fundament von 4500 Tonnen ist dieser Druck unerheblich.
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