Erzgebirge – Hier werden Weihnachtsträume wahr

 

Die Weihnachtszeit ist im Erzgebirge besonders schön. In keiner anderen Region in Deutschland kann man ein so romantisches und stimmungsvolles Weihnachten erleben wie hier. Märchenhaft verschneite Wälder, prächtig geschmückte Orte, zauberhafte Engel und Bergleute in traditionellen Trachten erwarten die Besucher. Kein Wunder, dass die Region auch als „Weihnachtsland“ bezeichnet wird. Der erzgebirgische Weihnachtszauber lockt jedes Jahr rund 100.000 Besucher an.

 

Wer schon immer wie Aschenbrödel mit dem Pferdeschlitten durch die verschneite Winterlandschaft fahren wollte, hat hier gute Chancen seinen Traum zu verwirklichen. Dank günstiger Klimabedingungen haben selbst Orte in mittleren Höhenlagen, wie Seiffen und Rübenau, eine über 90-prozentige Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten. Neben viel Schnee hat das Erzgebirge in der Weihnachtszeit jedoch noch mehr zu bieten.

 

Erzgebirgische Volkskunst

Die Holzkunst aus dem Erzgebirge ist sehr bekannt: Schwippbögen, Weihnachtspyramiden, Räuchermännchen und Engelchen werden in der Adventszeit in vielen Haushalten in ganz Deutschland aufgestellt. Und bei dem Besuch in einer erzgebirgischen Holzkunstmanufaktur fühlt man sich in eine andere Zeit zurückversetzt. Solche Holzmanufakturen gibt es in fast jedem Ort im Erzgebirge. Besonders bekannt sind die seit Jahrhunderten bestehenden Familienbetriebe in Seiffen und Olbernhau. Wer noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsschenk ist, der wird hier bestimmt fündig. Neben der klassischen Weihnachtsdekoration finden Besucher noch jede Menge andere Holzprodukte. Die liebevoll gestalteten Holzfiguren in Form von Wichteln, Pinguinen oder saxophonspielenden Grillen können gut in kleinen Päckchen verschickt werden. Dazu kann man dann seine selbstgestaltete Weihnachtskarte dazulegen. So zeigt man auch weit entfernt lebenden Verwandten und Freunden, dass man an sie gedacht hat.

 

Weihnachtsmärkte und Bergparaden

Im Erzgebirge werden die Weihnachtsmärkte traditionell mit dem Pyramidenanschieben oder Anlichteln eröffnet. Die Stände bieten natürlich die einheimische Holzkunst an sowie Kerzen und viele Leckereien. Da hier keine Fahrgeschäfte aufgebaut werden, ist die Atmosphäre ruhiger und besinnlicher als auf den Weihnachtsmärkten in den Großstädten Deutschlands. Das Programm vieler Märkte beinhaltet Auftritte von erzgebirgischen Mundartgruppen und Bergparaden, bei denen Männer in Bergmannstrachten durch die Straßen ziehen. Diese Paraden dienten ursprünglich dazu, dem Landesherrn bei besonderen Anlässen zu huldigen. Die Paraden beginnen am Vorabend des 1. Advents in Chemnitz und enden am 4. Advent mit einer großen Abschlussparade in Annaberg-Buchholz.

 

Wo und wann Weihnachtsmärkte mit Bergparaden stattfinden, erfahren Sie hier.

 

28. November 2014     >> Zurück zum Archiv

 

Schwippbogen

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