Fisch, Rote Bete, Grünkohl, Labskaus und Co. – die norddeutsche Küche

 

Die Küche in Norddeutschland, die weit mehr als "Hamburger Labskaus", "Helgoländer Hummersuppe" oder "Rote Grütze" zu bieten hat, kann ganz grob in die regionalen Küchen Schleswig-Holsteins, der Hansestädte Hamburgs und Bremens und auch noch der Küche des nördlichen Niedersachsens unterteilt werden. Sie ist in der Regel schwerer ausgerichtet, als in anderen Regionen Deutschlands. Verwendung finden überwiegend Kartoffeln, Fleisch und verschiedene Kohl- und Wurzelsorten. An den Küsten werden natürlich frische Fischspezialitäten, wie Hering, Scholle, Kabeljau und Meeresfrüchte, wie Krabben bevorzugt zubereitet. Obwohl er bis auf einen als Beilage gereichten Rollmops keinen Fisch enthält, gilt auch der Labskaus als ein typisches Essen der Seeleute und Fischer. Und so unterscheiden sich die Küchentraditionen im Norden erheblich von den süddeutschen Esstraditionen, die vor allem von Österreich und Frankreich beeinflusst wurden.

 

Geräucherter Fisch

Geräucherter Fisch – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

An der Elbe hat eine gepflegte Gastlichkeit mit internationalen Format nun einmal Tradition. Ob südländische Tafel, orientalische Spezialitäten, fernöstliche Genüsse oder heimische Küche - die Gastroszene in Hamburg läßt keine Wünsche offen. Die Küche Hamburgs ist traditionell geprägt vom Fischfang in der Nordsee und in der Elbe. Ab dem 16. Jahrhundert kamen viele Gewürze, Gemüse- und Obstsorten in die Hansestadt und haben sehr früh die Küche der Hafenstadt zu einer sehr reichhaltigen Angelegenheit gemacht. Die bekanntesten Gerichte sind Heringsgerichte mit Bratkartoffeln, Birnen, Bohnen und Speck, Grünkohl, Hamburger Aalsuppe, Labskaus, Rote Grütze, Rundstück warm, Franzbrötchen, Scholle Finkenwerder Art, Schwarzsauer, Snuten un Poten und Stint. Wem die Vorbereitung für diese Speisen, besonders beim täglichen Business, zuviel ist, kann natürlich einen Partyservice oder ein Catering wie www.neo-catering.de in Anspruch nehmen. Der Catering Service für Hamburg und Umgebung wird Sie nicht nur mit kreativen Menüs, Buffets und anderen kulinarischen Spezialitäten beliefern, sondern auch bei der Suche nach einer geeigneten Location, Dekoration, Raumplanung, Servicekräfte, Künstler, Geschirr und vielem mehr für Ihr Event unterstützen, damit sich Ihre Gäste rundherum wohlfühlen.

 

Spezialitäten

Worauf der Norddeutsche nicht verzichten kann, ist sein Grünkohl. Es ist das für Bremen, Hamburg und Ostfriesland typische Hauptgericht und wird zur Winterzeit mit Pinkel (Grützwurst) und/oder mit Kassler sowie durchwachsenem Speck serviert. Um die deftige, würzige ostfriesische Variante des Grünkohls zu erhalten, muss das Fleisch zwingend im Grünkohl und niemals davon getrennt gegart werden. Der Grünkohl wird traditionell erst geerntet, wenn er mindestens einem Tag Frost ausgesetzt war. Dadurch erreicht er seinen unverwechselbaren Geschmack. Zum Nachtisch mögen es dann die Norddeutschen nach deftigem Grünkohl oder herzhaftem Labskaus eher süß. Als Dessert wird gerne eine ordentliche Schüssel Rote Grütze serviert, eine Süßspeise aus verschiedenen roten Früchten, die einem mit Vanillesoße oder Sahne schon alleine beim Lesen den Mund wässerig macht.

 

Zum Trinken

Was wäre der Norden ohne eine Teezeit am Nachmittag? Und so ist eine der auffälligsten Besonderheiten Ostfrieslands der hohe Teekonsum, der mit etwa 2,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr zehnmal höher ist als im restlichen Bundesgebiet. Die Engländer und die Holländer brachten im 17. Jahrhundert den ersten Tee nach Ostfriesland. Bevorzugt wird schwarzer Tee mit Zucker und einem Sahnewölkchen getrunken. Ansonsten wird auch gern ein Pharisäer zu sich genommen, eine Kaffeespezialität mit Rum und Schlagsahne.

 

Krabbenkutter in Neuharlingersiel

Krabbenkutter in Neuharlingersiel – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

27. September 2017     >> Zurück zum Archiv