Geschichte der Stadt Frankfurt am Main

 

Der Sage nach überliefert, sei der Frankenkönig Karl der Große im Krieg von den Sachsen geschlagen worden und mit seinen Kriegern auf der Flucht an den Main gekommen. Sein Schicksal schien besiegelt, denn der mächtige Strom versperrte den Weg und die Feinde rückten unerbittlich näher. Da trat plötzlich eine Hirschkuh aus dem Uferwald und durchschritt sicher den Fluß an einer Furt. Die Franken folgten ihr und waren so gerettet, denn die Verfolger kamen nicht über den Main und mancher Sachse soll bei dem Versuch jämmerlich ertrunken sein. Karl der Große ließ dort eine Burg zum Schutz der Furt errichten, seither heißt sie Frankenfurt. Frankfurts erste Brücke, die "Alte Brücke" soll just an jener Stelle stehen.

 

I. Vor- und Frühgeschichte - auf den Spuren von Kelten und Römern

 

Die Geschichte Frankfurts beginnt eigentlich mit den ersten steinzeitlichen Jägern und Sammlern, wie einige etwa 200.000 Jahre alten archäologischen Funde aus dem Frankfurter Stadtgebiet dokumentieren.

 

Die ersten Siedlungen und Gehöfte entstanden bereits nach Ende der letzten Eiszeit, als vor ca 7000 Jahren südosteuropäische Völker, später Kelten als seßhafte Acker- und Viehbauern in die Rhein-Main Region kamen; im Frankfurter Stadtwald finden sich noch viele ihrer Hügelgräber.

 

Unter Caesar erreichten die Römer den Rhein, bald darauf, etwa um Christi Geburt, fiel auch Main-Hessen für fast 3 Jahrhunderte in römische Herrschaft; der berühmte Limeswall, die Saalburg, unzählige Anlagen und Kastelle - am bedeutendsten die altrömische Stadt Nida im heutigen Frankfurt-Heddernheim - entstanden, ebenso die Namen Nida (Nidda), moenus (Main) und Taunus.

 

Mit der großen germanischen Völkerwanderung kamen im 4.Jhdt die Alemannen, seit dem 6. Jhdt die Franken in den Frankfurter Raum, der sich in der Folgezeit zu einem Machtzentrum des merowingischen Königshaus der Franken entwickelte. Gegen 700 nChr wurde an der Stelle des heutigen Domes eine Steinkirche und jene Königspfalz errichtet, in der Karl der Große am 22. Februar 794 anläßlich einer Reichsversammlung eine Urkunde "an dem bekannten Orte namens Franconofurd" unterzeichnete (heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv,  München): Die offizielle Geschichtsschreibung hatte begonnen.

 

II. Auf dem Weg zur Stadt

 

Den Merowingern folgte im 9.Jhdt das Karolinger Königshaus, Königspfalz und Kirche wurden vergrößert, die Ansiedlungen auf dem heutigen Römerberg und im Umland wuchsen; nahezu alle Frankfurter Stadtteile mit der Endung -heim (Bornheim, Praunheim etc) waren frühe fränkische Dörfer; im 11. Jhdt brannte die Pfalz aus.

 

Ab 1138 residierten die Staufer Könige in Frankfurt, liessen eine neue Pfalz (Saalhof) und ca 1220 die erste Stadtbefestigung, die Staufenmauer, erbauen. Eine "Stadtgründung" mit ausgewiesenen Stadtrechten gab es nicht, dennoch wurde 1140 erstmals die Bezeichnung als "Stadt" aktenkundig, der Aufstieg Franconofurds zu Macht und Bedeutung für das ganze Reich und mit ihm der Wandel seiner Bevölkerung von "Unfreien Königsleut" zu "Bürgern" nahm seinen Lauf. Die folgenden Jahrhunderte sind durch eine komplizierte soziale und rechtliche Entwicklung geprägt, an deren Ende eine faktisch selbstverwaltete freie Stadt stand.

 

Die von den Karolingern seit 1147 eingebrachte Gewohnheit, die Wahl des deutschen Königs durch die Kurfürsten immer wieder in Frankfurt durführen zu lassen, entwickelte sich rasch zu einem "Gewohnheitsrecht"; von 1257 an war Frankfurt der einzige Wahlort, formal festgeschrieben wurde dies von Kaiser Karl IV. 1356 mit der sog. "Goldenen Bulle", die gleichzeitig Aachen zum Krönungsort bestellte.

 

1227 wird erstmals eine Frankfurter Messe urkundlich erwähnt und durch Kaiser Friedrich II. 1240 privilegiert, ein Umstand der neben der glücklichen geographischen Lage in der Folgezeit einen unschätzbaren Beitrag zum Aufblühen der Stadt nach innen und außen leistete: 1330 folgte das Recht, neben der Herbst- auch eine Frühjahrsmesse, ab 1480 die Buchmesse auszurichten.

 

Anfang des 13.Jhdt bereits führen die Frankfurter Schultheißen ein eigenes Siegel, aus 1253 ist ein Frankfurter Stadtsiegel erhalten, das 500 Jahre in unveränderter Form verwendet wurde, und gut ein Jahrhundert später, Sinnbild des Wandels der Fürstenstadt zur Reichsstadt, führt Frankfurt als neues eigenes Wappenbild den bis heute erhaltenen Frankfurter Adler.

 

1266 entstand neben dem Amt des königlich ernannten Schultheißen und den Schöffen der "Frankfurter Rat", paritätisch besetzt mit je 1/3 Schöffen, Honoratioren sowie Vertretern von Zünften und Bürgerschaft, ab 1311 geführt von zwei jährlich von den Einwohnern gewählten Bürgermeistern. Für die Geschichte des Frankfurter Rats war das über Jahrhunderte währende Mißtrauen, welches das Bürgertum und mit ihm die Zünfte und das Patriziat gegeneinander hegten von großer Bedeutung. Bürgerunruhen, Zunftaufstände und selbst Kriege änderten bis ins 19.Jhdt an der gesellschaftlichen Dominanz der Patrizier wenig, ein großer Teil der Einwohner blieb weiterhin von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen; nur jeder Zehnte - ausschließlich Männer - besaß Wahlrecht.

 

Im 14.Jhdt war ein Höhepunkt des Aufschwunges als Handelsstadt erreicht: um den nun nahezu 10.000 Einwohnern genügend Raum zu schaffen, wurde knapp hinter dem heutigen Anlagenring ab 1333 eine neue Stadtmauer mit einem breiten, Maingespeisten Wassergraben, Befestigungstürmen (erhalten der Eschenheimer Turm, 1428) und vorgelagerten Landwehren (erhalten Friedberger Warte, 1476) angelegt, Sachsenhausen am südl. Mainufer war eingeschlossen. Schutzmaßnahmen taten Not, denn es gab genügend Versuche der Fürsten und Herren von Kurmainz, Hanau, Nassau, Falkenstein oder Eppstein im Taunus, die Stadt in ihre Gewalt zu bekommen; so mußte Frankfurt im 14. und 15. Jhdt mehr als 200 Fehden mit dem Adel und den Raubrittern des Umlandes austragen.

 

Das alte Rathaus wurde ebenfalls Mitte des 14. Jhdt zu eng : 1405 kaufte die Stadt das altehrwürdige Patrizierhaus "Zum Roemer", heute noch Wahrzeichen der Stadt, und ein Nebengebäude, später weitere angrenzende Häuser.

 

Am 2.Juni 1372 erwarb die Stadt vom Deutschen Kaiser das Schultheißenamt mit Gericht und Reichswald; Frankfurt wurde so Freie Reichsstadt und Mitglied des Reichstages. 1428 erhält Frankfurt von König Sigismund das eingeschrä,nkte Münzrecht (Silbermünzen), 1555 von Kaiser Karl V. das volle Münzrecht: Der Beginn Frankfurts wechselreicher Geschichte als nationale Münzstätte und Sitz der Notenbank.

 



III. Von Reformation, Revolution und Restauration

 

1530 legt Martin Luther auf dem Reichstag zu Augsburg seine Bekenntnischrift vor. Da sich Kaiser Karl V. jedoch der Reformation versagte, kam es zur religiösen Spaltung der Nation; 1531 schlossen sich die Protestanten des Deutschen Reiches unter Führung des Kurfürsten von Sachsen und Landgraf Phillip von Hessen zum Schmalkaldischen Bund zusammen, dem der Frankfurter Rat 1536 beitrat und der Stadt damit gewaltige Lasten aufbürdete, die zu einer enormen Verschuldung fuehrten. Da die Unruhen der Reformation das Reich bis in die Grundfesten erschütterten, begann der Kaiser den Schmalkaldischen Krieg und warf 1547 den protestantischen Bund nieder. Frankfurt wurde vom Kaiserlichen Heer eingenommen und musste zum Abzug der Besatzungstruppen 185.000 Goldgulden aufbringen. Im Augsburger Religionsfrieden 1555 wurde den Reischsständen und Landesherren die freie Religionswahl privilegiert (Cuius regio, eius religio); Frankfurt war protestantische Reichsstadt.

 

Von 1562 bis 1792 wurde die Krönung der Deutschen Kaiser im Frankfurter Dom zelebriert, was die Stadt zur ideellen Hauptstadt des Reiches erhob, der Dom der katholischen Gemeinde zurückgegeben, da die Krönung der katholischen Monarchen nach katholischem Ritus in einer Protestantenkirche nicht statthaft war.

 

Wirtschaftskrise und Mißwirtschaft des Frankfurter Rats bringen die einstmals reiche Stadt Anfang des 17.Jhdt an den Rand des Ruins, dennoch lassen sich 1608 die Ratsherren die Bezüge verdoppeln, die Bürgermeister 300 Goldgulden und 2 Fulder Wein zulegen, andererseits werden Steuererhöhungen und Luxusverbote erlassen.

 

Am 9. Juni 1612 wandten sich daher Bürger mit einer Eingabe an den Rat, die Ratsprivilegien öffentlich mitzuteilen, den Zinswucher, der den Juden zugeschrieben wird, einzuschränken und den Armen billiges Korn zu verschaffen. Da der Rat abwehrte, legten Zünfte und Bürgerschaft Kaiser Mathias ihre Lage dar, der eine Untersuchungskommision einsetzte und die Juden in Schutz nahm. Juden machten derzeit etwa 10% der ca 20.000 Einwohner aus, streng reguliert durch Zuzugs- und Heiratsbeschränkungen, Siedlungsort war die "Judengasse" , ein Ghetto nahe der alten Stadtmauer. Wegen weitreichender Berufsverbote übten viele den Beruf des Geldwechslers oder -verleihers aus; so entlud sich auf ihren Häuptern der Zorn der Bürger über den hohen Zins, dessen Ursache aber tatsächlich in der schlechten wirtschaftlichen Lage der Stadt lag. Die Untersuchungskommission deckte eine enorme Mißwirtschaft auf, die Frankfurter Ratsherren wurden abgesetzt und im Römer gefangengesetzt; im folgenden "Fettmilch-Aufstand" plünderte das Volk insbes. die Judengasse. Am 28.2.1616 wurde der Rädelsführer Vincenz Fettmilch hingerichtet.

 

Im Dreißigjährigen Krieg (1618-48) ließ der Rat die Stadtmauern mit 16 Wehrbastionen umbauen (1628 bis 1667), um der modernen Artillerie standzuhalten, jedoch schon bald nach Baubeginn, am 27.November 1631 wurde Frankfurt durch König Karl Gustav von Schweden eingenommen und besetzt. Deutschland verlor etwa 40% seiner Bevölkerung und des Volksvermögens und brauchte nahezu ein halbes Jahrhundert, sich wirtschaftlich und kulturell zu erholen.

 

1732-41 entstand das Palais der Fürsten von Thurn und Taxis, die als Inhaber der Posthoheit die Hauptverwaltung der Reichspost hierhin verlegten.

 

Am 28.8.1749 wurde Johann Wolfgang v. Goethe in Frankfurt geboren (+ 1832, Weimar).

 

Im Siebenjährigen Krieg (1756-63) besetzten französische Truppen 1759-62 Frankfurt.

 

1782 eröffnete das erste städtische Theater; Friedrich Schiller floh von Mannheim nach Frankfurt,
am 15. Oktober 1790 zieht Wolfgang Amadeus Mozart nach Frankfurt.

 

1792 fand mit der Krönung Kaiser Franz II. das letzte Krönungszeremoniell in Frankfurt statt; In der folgen Dekade wurde Europa im Gefolge der Französischen Revolution (Koalitionskriege) in den Grundfesten erschüttert, das "Heilige Römische Reich Deutscher Nationen" zerbrach endgültig.

 

1806 ernannte Napoleon den Kurfürsten Theodor von Dalberg zum Landesherren des "Großherzogtums Frankfurt" als Teil des neugeschaffenen Rheinbundes. Frankfurts soziales und städtebauliches Gefüge wandelte sich grundlegend: Abschaffung der Leibeigenschaft, staatsbürgerliche Gleichstellung der Juden, Trennung von Justiz und Verwaltung, Verstaatlichung des Schulwesens, Gründung der medizinischen Hochschule und der Handelskammer, die Schleifung des Befestigungsringes und Entstehung des Anlagenringes folgten binnen weniger Jahre. 1813/15 brach die napoleonische Herrschaft zusammen, auf dem Wiener Kongreß wurden die Grenzen in Deutschland neu gezogen, ein Bund souveräner deutscher Staaten geschaffen, dem Frankfurt seit dem 18.Oktober 1816 als "Freie Stadt" und ständiger Sitz des Gesandtenkongreß des Deutschen Bundes (im Palais Thurn & Taxis) angehörte. Die Stadt blühte äußerlich auf, u.a. entstanden Börsensaal, Paulskirche, Städel (1817) und Bibliothek (1825), innerlich jedoch wogte der Kampf zwischen den restaurativen und den liberalistisch-revolutionären Kräften. Ein erster erfolgloser Umsturzversuch war der Frankfurter Wachensturm vom 3.April 1833. 1848 begann in den europäischen Staaten des ehem. Habsburgischen Machtraums die Märzrevolution.

 

Am18. Mai 1848 zog das erste frei gewählte Deutsche Parlament unter Volksjubel, Stadtgeläut und Salut der Stadtwehr vom Kaisersaal des Römers in die Frankfurter Paulskirche ein; die Fürsten der deutschen Kleinstaaten fügten sich den parlamentarischen Entscheidungen jedoch nicht. Am 18.September 1848 kam es zur Volkserhebung in Frankfurt, Barrikaden wurden errichtet, zwei Abgeordnete hingerichtet - preußische Truppen schlugen die Demokratiebewegung blutig nieder. Die Verabschiedung einer liberalen Reichsverfassung und Wahl eines neuen deutschen Kaisers vom 27./28. März 1849 blieben vergebens: die Wahl wird nicht angenommen, Abgeordnete zurückgezogen, das Werk des Frankfurter Paulskirchenparlaments scheitert am Starrsinn der Fürsten, insbes. Preußens und Östrreichs. In den folgenden Jahren trat wieder der Gesandtenkongreß des Deutschen Bundes im Palais Thurn und Taxis zusammen.

 

Der preußische Boycott des Frankfurter Fürstentages 1863 führte in den "Deutschen Krieg" (Preußen vs Österreich): am 16.Juli 1866 besetzten preußische Truppen das neutrale Frankfurt, inges. fast 31 Millionen Gulden in Silber als Kontribution gefordert. Der letzte Bürgermeister der Freien Stadt Frankfurt, Karl Konstatntin Victor Fellner nahm sich deswegen das Leben. Durch Gesetz vom 20.September mit Wirkung zum 8.Oktober 1866 wird Frankfurt als unfreie Provinzstadt des preußischen Reichs annektiert, der Deutsche Bundestag im Palais Thurn und Taxis aufgelöst.

 

1867 brannte der Frankfurter Dom bis auf die Grundmauern nieder.

 


IV. Einzug der Moderne

 

Mit der Gründungsphase des II.Deutschen Reiches 1870/71 und dem deutsch - französischen "Frieden von Frankfurt" (10.5.1871) begann für Frankfurt eine neue Ära: Unter den 3 Oberbürgermeistern Daniel Heinrich Mumm, Johannes von Miquel und Franz Adickes, die bis zum 1. Weltkrieg regierten, wandelte sich die bislang infrastrukturell rückständige Provinzstadt. Endlich wurde Gewerbefreiheit eingeführt,Eiserner Steg, Deutschherren-, Ober- und Untermainbrücke entstanden, die Alte Brücke umgebaut, Quellwasserleitungen sorgten Für stetige Wasserversorgung, das 1828 bereits errichtete Gaswerk wurde ausgebaut, erste Industrieunternehmen siedelten sich an. Repräsentationsbauten wie der"Alte Oper" entstanden. Durchbrüche in der Altstadt, Friedens- und Kaiserstraße verbanden die Westbahnhöfe mit der Innenstadt, Mainkanalisierung und Bau des West-, später des Osthafens (1908-12), der Schlachthof, Deutschlands erste Kläranlage (1887), die Grundwasserwerke im Stadtwald, Eröffnung des Hauptbahnhofes (1888) und Bau der Festhalle (Messe, 1909) ließen Frankfurt zur Industrie- und Handelsmetropole aufsteigen. Viele der umliegenden Städte und Dörfer wurden eingemeindet, 1910hatte sich das Stadtgebiet verdoppelt, Frankfurt zeitweilig flächenmaäßig größte Stadt des Reiches. Die Einwohnerzahl war von 1870 - 1914 um 525% (von 84.700 auf 444.900) angestiegen.

 

Der 1.Weltkrieg (1914-18) veränderte das Antlitz Europas, fügte der Stadt jedoch keine tiefgreifenden Blessuren zu; 1920 war Frankfurt kurzzeitig von französichen Truppen besetzt.
Im Oktober 1914 wurde die Frankfurter Universität eröffnet (bereits 1901 als Akademie der Sozial- u. Handelwissenschaften gegründet), noch 1920 die Messe wiederbelebt. Durch die Weimarer Verfassung von 1919 kamen auch die bisher politisch kaum vertretenen Arbeiterparteien ins Stadtparlament, Sozial- und Siedlungsprojekte standen nun im Vordergrund; unter Oberbürgermeister Ludwig Landmann entstand zwischen Inflation und der NS-Zeit (1923-33) ein "neues Frankfurt": Mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden Waldstadion und Rennbahn gebaut, die Großmarkthalle entstand, und der Bau des Flughafens und die Gründung einer Fluggesellschaft waren weitsichtige Planungen, die Frankfurts Zukunft als Drehscheibe des Verkehrs in MItteldeutschland gewährleisteten. Zwischen Fechenheim und Höchst entstanden große Siedlungen im Grünen, der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und ca. 12.000 Wohnungen für einkommensschwache Arbeiterfamilien gebaut. Frankfurt wurde zum Vorbild des modernen Wohnungsbaus. 1928 entschied sich der Vorstand des IG-Farben-Konzerns für Frankfurt als zukünftigen Hauptsitz. So kam die Stadt 1931 zu Europas modernstem und größtem Bürohaus.