In Deutschland leben und sich integrieren

 

Wir haben es alle erlebt, wie in den letzten Jahren eine große Anzahl an Flüchtlingen und Asylsuchenden in unser Land gekommen ist. Doch nun ist es dringend notwendig, dass diese Menschen auch etwas über die Sprache, die Kultur, die Rechtsordnung und die Geschichte unseres Landes erfahren. Um sich im Alltag verständigen und an der deutschen Gesellschaft teilhaben zu können, ist für Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende die deutsche Sprache der wichtigste Schlüssel, der ihnen die Tür zur Gesellschaft öffnet. Wer nach Deutschland kommt und auch hierbleiben möchte, sollte deshalb die deutsche Sprache erlernen oder sein Deutsch verbessern. Am besten gelingt das in einem Integrationskurs. Man sollte danach mit den Lebensverhältnissen in Deutschland so weit vertraut sein, dass man letztendlich ohne die Hilfe Dritter in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbständig handeln kann. Auch viele Arbeitgeber wollen das Zertifikat eines Integrationskurses sehen und bei manchem Amt, wie etwa dem Ausländeramt, wird es des öfteren verlangt. So soll natürlich auch ein Integrationskurs in München die Eigenheiten der Kultur und der Geschichte unseres bayerischen Bundeslandes vermitteln. Denn viele Zuwanderer kamen ja über Bayern in unser Land und mancher blieb sogleich im schönen Süden oder sogar direkt in der Großstadt München.

 

Was München so attraktiv macht

Die Fußgängerzone erstreckt sich vom Marienplatz mit dem „Neuen Rathaus” bis zum „Karlsplatz”, der von den Münchnern gerne auch „Stachus” genannt wird. Am „Stachusbrunnen” kann man sich vom Einkaufsstress erholen. Monumental erhebt sich hinter diesem Brunnen der „Justizpalast”. Vom Westen her gelangte man früher durch das sogenannte „Karlstor” in die Stadt München. Erhalten sind außerdem noch das südliche „Sendlinger Tor” und das östliche „Isartor”. Die schönsten Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt findet man übrigens bei einem Stadtrundgang zwischen Marienplatz und Olympiapark.

 

Nicht Wegzudenken bei einem Aufenthalt in München ist ein Besuch im berühmtesten Wirtshaus der Welt, dem „Hofbräuhaus”. Etwa vier Millionen Gäste zählt man in dieser Bierhalle jährlich. Im Jahr 1589 gab Wilhelm V. den Auftrag ein Brauhaus für den Hofstaat zu erbauen. Einige hundert Jahre später pilgern Menschen aus aller Welt dorthin, um die bayerische Lebensart zu zelebrieren.

 

Das berühmsteste Wahrzeichen Münchens ist wohl der Dom zu Unserer Lieben Frau, auch „Frauenkirche” genannt. Die Türme ragen 98 Meter und 99 Meter über die Häuser der Altstadt. Beim Bau der Kirche ging das Geld aus und als man sich 36 Jahre später die Kirchturmspitzen leisten konnte, wählte man die runden Kuppen, eine neue aus Italien stammende Form. Im Innern ist das Grabmal Ludwig IV., der als Deutscher Kaiser, Ludwig der Bayer genannt wurde. Er kam im „Alten Hof” zur Welt, der ersten Residenz der Wittelsbacher in München. Durch einen Torbogen an der Nordseite ist der Alte Hof mit der „Alten Münze” verbunden.

 

Zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert lebten die Wittelsbacher dann in der Neuen „Residenz”. Fast jeder Herrscher ließ diese nach seinem Geschmack an- oder umbauen. So entstand der gewaltige Komplex mit über 100 Zimmern und sechs Innenhöfen. Im dazugehörigen „Hofgarten” fanden die Herrscher Entspannung und Ruhe. Lange Zeit war der Hofgarten nur den Angehörigen des Hofes zugänglich. Im Osten grenzt der Garten an die „Staatskanzlei”, dem Sitz des bayerischen Ministerpräsidenten. Seine Gäste empfängt er im daneben gelegenen „Prinz-Carl-Palais”.

 

Der bayerische Landtag befindet sich im „Maximilianeum”. König Maximilian hatte dieses Gebäude eigentlich als eine Schule für hochbegabte Kinder errichten lassen. Eine weitaus größere Zahl an hellen Köpfen lernt heute an der „Universität” in der Ludwigstraße. München ist die größte Universitätsstadt Deutschlands. An den insgesamt zehn Hochschulen studieren über 100.000 Studenten.

 

Maximilianeum - Bayerischer Landtag

Maximilianeum - Bayerischer Landtag – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

5. Dezember 2017     >> Zurück zum Archiv