Der Jäger – Zu Geschichte und Ausbildung

 

In der Steinzeit war die Jagd für den Menschen Nahrungsversorgung und lieferte neben Fleisch Produkte wie Knochen für Werkzeuge, Felle zur Bekleidung und Einrichtung der Schlafstätte, Leder für Schuhe und Behausungen und Sehnen zum Nähen und für Bögen.

 

Artemis war in der griechischen Mythologie die Göttin der Jagd, des Waldes, des Mondes und die Hüterin der Frauen und Kinder; in der römischen Mythologie war dies die Göttin Diana. Der Schutzheilige der Jäger in Deutschland ist der Heilige Hubertus (Gedenktag 3. November). Dieser schwor, einer Legende folgend, nach der Erscheinung eines Kruzifixes im Geweih eines gejagten Hirsches der Jagd ab und wurde vom wilden und leidenschaftlichen zum christlich-gemäßigten und waidgerechten Jäger.

 

Im Mittelalter hatten vermögende Adelige Jäger auf ihren Besitzungen und in ihrem Hofstaat. Und mit der Zeit wurde der Beruf des Revierförsters zu einem Lehrberuf mit mehrjähriger Lehrzeit. Heutzutage kümmert sich der Jäger um eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wildbeständen und führt gezielte Maßnahmen für den Wild- und Jagdschutz durch. Ebenfalls organisiert er den Jagdbetrieb.

 

Jagdschein

Die genaue Regelung der Jägerprüfung obliegt in Deutschland den Bundesländern. Diese fordern die Teilnahme an einem Lehrgang in Theorie und Praxis. Die Jagdschule Abt aus Stuttgart führt diese Ausbildung durch. Jagdscheine werden häufig in einem drei Wochen Blockkurs durchgeführt. Die Jagdschule Abt bietet auch einen Wochenendkurs an acht Wochenenden an. Zum Abschluss der Jagdausbildung werden Sie Ihre Prüfung ablegen.

 

Tipp

Für geschichtlich Interessierte seien noch zwei Museen empfohlen:

 

  • Das Deutsches Jagd- und Fischereimuseum München zur Geschichte der Jagd und Fischerei befindet sich in der ehemaligen Augustinerkirche in der Fußgängerzone. Es gilt unter den weltweit vorhandenen Jagdmuseen als bedeutend und die Sammlung zeigt ca. 500 Wildtiere und Präparate von heimischen Süßwasserfischen. Kuriositäten sind eine Wolpertinger-Sammlung und die Geschichte des bayerischen Wilderers Hiasl.
  • Das Jagdmuseum im Jagdschloss Kranichstein zeigt einen Überblick über die Geschichte der Jagd von den Anfängen bis in die Barockzeit. Die Entwicklung der Jagdwaffen im Detail kann in der beeindruckenden und umfangreiche Waffensammlung nachvollzogen werden. In einem Flügel des Schlosses ist ein Hotel mit Restaurant und Gartenterrasse eingerichtet.

 

22. Juni 2015     >> Zurück zum Archiv

 

Hirsch

Hirsch - Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)