Mathematik bei Sportwetten: So wichtig ist die Quote

 

Sportwetten sind reizvoll. Durch ihre Expertise können Fans mit Sportwetten Geld verdienen. Doch viele Spieler verlieren langfristig mehr Geld, als sie durch das richtige Tippen tatsächlich verdienen. Welchen Trick haben die Wettprofis, damit sie auf lange Sicht mehr Einnahmen als Ausgaben erwirtschaften können? Geht man dieser Frage auf den Grund, landet man unausweichlich bei den Wettquoten.

 

Wie wird eine Wettquote eigentlich erstellt?

Die meisten Spieler betreiben Sportwetten als Hobby. Mit wenigen Euro Einsatz versüßen sie sich den Fußballabend und machen ihn durch den Nervenkitzel noch etwas spannender. Für sie sind die Wettquoten einfach da, ohne dass sie die Herkunft jener überhaupt hinterfragen. Doch es ist interessant, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Wie werden die Wettquoten erstellt? Eigentlich ist es ganz einfach, denn beim Thema Sportwetten dreht sich alles um Mathematik. Mit einer Quote drückt der Wettanbieter letztendlich nichts anderes aus, als die von ihm eingeschätzten Wahrscheinlichkeiten. Rechnet man 100 / Quote erhält man die Wahrscheinlichkeit in Prozentpunkten. Quote 2,00 entspricht demnach einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Die Mitarbeiter eines Online Buchmachers ziehen Statistiken und subjektive Meinungen hinzu, um die Prozente auf alle möglichen Spielausgänge zu verteilen. Die daraus resultierenden Wettquoten werden dann den Spielern auf der Webseite angezeigt und können bewettet werden.

 

Welche Bedeutung hat eine Wettquote?

Da die Wettquoten nichts anderes als die vom Online Buchmacher vermuteten Wahrscheinlichkeiten ausdrücken, stehen sie natürlich auch direkt in Verbindung mit dem potentiellen Gewinn. Der Spieler kann seine mögliche Auszahlung nämlich selbst berechnen. Multipliziert man den getätigten Einsatz mit der angespielten Quote, so erhält man den potentiellen Gewinn. Das ergibt Sinn, denn je höher eine Wettquote ist, desto geringer ist – nach Meinung des Wettanbieters – die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ergebnis tatsächlich eintreffen wird. Bei einer kleineren Quote hat der Spieler zwar eine riesige Gewinnchance, doch auch die Auszahlung fällt bedeutend geringer aus.

 

Wie kann man langfristig Gewinne einfahren?

Wie auch unter diesem Link erkennbar ist, lassen sich zum Thema Wettquoten ganze Bücher füllen und mathematische Abhandlungen schreiben. Letztendlich ist das Ziel eines Spielers aber klar formuliert: Er will Spaß haben – und Gewinne einfahren. Dies kann auf mehreren Wegen funktionieren. So gibt es zum Beispiel so genannte Surebetter, die nur voneinander stark abweichende Quoten unterschiedlicher Anbieter anspielen und somit kein Verlustrisiko eingehen. Andere Profis wiederum sitzen direkt am Spielgeschehen und nutzen den Vorteil der Verzögerung zwischen Live-Geschehen und TV-Bildern aus. Diese so genannten Courtsider sind auf Grund des eingebauten Delays bei der Livewetten-Abgabe jedoch nahezu ausgestorben.

 

Die häufigste Variante, um langfristige Wettgewinne einzufahren, ist daher das Value-Betting. Das englische Wort Value steht für Wert. Beim Value-Betting setzt ein Spieler nur Geld auf ein Match, wenn die von ihm berechnete Wahrscheinlichkeit eines Spielausgangs höher ist, als die Quote des Anbieters vermuten lässt. Kommt der Spieler durch eigene Berechnungen also zum Beispiel auf eine faire Quote von 1,50, doch der Online Buchmacher stellt ihm eine 1,85 zur Verfügung, dann spielt der Profi diesen Tipp an. Logisch, denn er selbst hat für diesen Ausgang eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 66,66 Prozent berechnet, während der Wettanbieter ihm nur 54,05 Prozent gibt. Das alles entscheidende bei Sportwetten sind also tatsächlich die Quoten.

 

Basketball

Basketball – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

5. Januar 2018     >> Zurück zum Archiv