Et kütt wie et kütt – Sicher durch den Kölschen Karneval

 

Ob Karneval, Fastnacht oder Fasching – die fünfte Jahreszeit ist wieder voll im Gange. Während echte Karnevalsjecken schon seit dem 11.11. in karnevalistischer Vorfreude schwelgen, stellt sich bei Kurzentschlossen die Feierslust erst langsam ein. Spätestens nächste Woche sollten die Kostüme aber sitzen: Die diesjährige Weiberfastnacht fällt auf den 27. Februar und gibt um 11:11 Uhr den endgültigen Auftakt zur Karnevalssaison 2014. Auch wenn im Raum Rheinhessen der Mainzer Fasching für ordentlich Stimmung sorgt, ist Köln nach wie vor das unumstrittene Mekka der Jecken. Hier feiern schon längst nicht mehr nur Köln und Umland: Der Karnevalstourismus boomt, und das nicht erst seit diesem Jahr. Doch findet man sich als Gast-Jecke im Kölschen Karnevalstrubel überhaupt zurecht?

 

Ab Donnerstag herrscht wieder Ausnahmezustand auf Kölschen Straßen – Schon am frühen Morgen füllt sich die Innenstadt mit bunt kostümierten Karnevalisten, die auf dem Alter Markt zusammen kommen und um 11:11 Uhr die offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals durch das Kölner Dreigestirn willkommen heißen. Was darauf folgt, mag für den gebürtigen Rheinländer karnevalistische Routine sein. Für so manchen Karnevalstourist sind die kölschen Traditionen jedoch völlig fremd. Um im bunten Treiben nicht unter zu gehen, gibt es ein paar einfache Regeln, die auch den Laien-Jecken sicher durch das karnevalistische Chaos bringen.

 

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Bildrechte: Flickr Du bist Kölle - Marco Verch CC BY Bestimmte Rechte vorbehalten

 

Touri-Tipps für den Kölschen Karneval

  • Go Native: Wenn das „Kölle Alaaf!" aus allen Ecken schallt, hat das rheinhessische „Helau" absolute Sendepause. Wer sich hier im Ton bzw. im Ruf vergreift, hat schnell ein paar aufgebrachte Rheinländer am Hals. Die tatsächliche Bedeutung des Ausrufs kennt niemand genau – trotzdem bleibt es die denkbar kürzeste Liebeserklärung an die rheinische Karnevals-Metropole. Ein simpler Ausruf, mit dem Sie sich sicher und gekonnt unter das Feiervolk mischen.
  • Kostümpflicht: Ohne Verkleidung im Kölner Karneval mitzumischen ist für die Einheimischen ein absolutes „No-go" und enttarnt Sie direkt als Tourist. Sich „zum Narren machen" kommt an in der Kölschen Karnevals-Gemeinde. Scheuen Sie also nicht vor lustigen Kostümideen zurück. Und falls Sie dieses Jahr auch noch bayerische Festsäle unsicher machen wollen, können Sie als fesches Madel oder Herzbub auch in Dirndl und Lederbuxe im Kölner Karneval punkten. Dabei nie vergessen: Trotz bayerischer Tracht ist das Kölsch-Bier Pflicht!
  • Wissen wo: Die Auswahl an Feiermöglichkeiten im Kölschen Karneval ist groß. Um im Getümmel nicht den Überblick zu verlieren und auch bei den wichtigen Veranstaltungen dabei zu sein, lohnt es sich im Vorfeld in den Kölner Karnevalterminkalender 2014 zu schauen. Dort finden sich alle wichtigen Daten für Jecken und die, die es werden wollen.

 

Bei all den Tipps sollten Sie vor allem eins nicht verpassen: Ab 13.30 Uhr wird am Severinstor in der Kölner Südstadt das historische Karnevalsspiel „Jan un Griet" aufgeführt. So traditionell eingeführt können Sie im Anschluss direkt mit dem Umzug am Alter Markt in den rheinischen Karneval starten.

 

24. Februar 2014     >> Zurück zum Archiv