Urlaub auf Norderney

 

Norderney ist geologisch betrachtet zwar das jüngste Eiland der nordfriesischen Inseln, dabei aber das älteste Nordseebad Deutschlands – und zwar seit 1797. Woher die Insel ihren Namen hat, ist nicht eindeutig geklärt, die plausibelste Erklärung ist aber das Plattdeutsche „Norder neye“, also des Nordens neue Insel.

 

Die Insel ist mit ihren 14 Kilometern Länge und bis zu 2,5 Kilometern Breite die zweitgrößte ostfriesische Insel und liegt zwischen Juist und Baltrum inmitten des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Das touristische Zentrum von Norderney ist der gleichnamige Ort mit seinen etwa 6.000 Einwohnern. Hier finden Urlauber Restaurants und Cafés, viele Boutiquen, ein großes Meerwasserwellenbad inkl. Thalasso und Sauna sowie eine kleine Spielbank. Klassiker wie Roulette & Co. findet man hier nicht vor, stattdessen stehen hier im historischen Kurhaus viele moderne Slotmachines zur Verfügung, wie man sie sonst eigentlich nur online bei Anbietern wie z.B. Mr Green finden kann.

 

Segelschiff vor Norderney

Segelschiff vor Norderney – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Bei gutem Wetter sollte es Touristen aber natürlich eher in die Natur treiben, denn auf der Insel gibt es allerhand zu entdecken. Während wir das Kurhaus, das Conversationshaus, bereits erwähnt haben, sollte man sich so die große Windmühle „Selden Rüst“, die Marienhöhe, ein schön gelegenes Dünencafé sowie den altehrwürdigen Leuchtturm nicht entgehen lassen. Dieser wurde Anfang der 1870er Jahre erbaut und überragt mit seinen 54 Metern Höhe alle anderen Gebäude von Norderney. Wer die 254 Stufen bis zur Aussichtsplattform an der Leuchtturmspitze erklimmt, kann also einen wunderschönen Ausblick über die Insel und das Wattenmeer genießen.

 

Der Rest der Insel lädt zu Wanderungen aus Ausflügen ein. Dieser ist kaum bewohnt und die wesentlichen Teile von Noderney sind Bestandteil des Nationalparks und stehen somit unter Naturschutz. Wer das Wattenmeer entdecken möchte, sollte dies wenn möglich unter fachkundiger Führung machen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Nationalparkhaus Watt Welten, welches direkt am Hafen zu finden ist. Besucher erfahren hier, welche Tiere und Pflanzen im Nationalpark beheimatet sind, welche Schutzzonen es gibt und auch mit welchen Problemen das Wattenmeer zu kämpfen hat.

 

Gerade im Sommer dürfte aber natürlich der lange und feine Sandstrand Ziel vieler Urlauber sein und besonders Familien kommen hier voll auf ihre Kosten. Doch selbst wenn das Meer noch kalt und die Sonne nicht zum Baden einlädt, kann man hier lange Spaziergänge machen und im Westen eine Aussichtsplattform mit einem schönen Blick über Strand und Dünen finden. Die Insel bietet 80 Kilometer Rad- und Wanderwege, die z.B. zum Wrack eines 1968 gestrandeten Muschelbaggers führen. Ironie des Schicksal: Eigentlich sollte dieser Bagger damals selbst ein festsitzendes Schiff freischaufeln, doch – Glück im Unglück – darf sich die Insel nun über ein weiteres touristisches Highlight freuen.

 

Strand auf Norderney

Strand auf Norderney – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

10. April 2017     >> Zurück zum Archiv