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Geschichte der Stadt Aschaffenburg

Um 2000 v.Chr.

Seit der späten Jungsteinzeit sind im Bereich des heutigen Stadtgebietes von Aschaffenburg und in nächster Umgebung durchgehend Menschen ansässig.

 

Um 260

Endgültiger Durchbruch des Obergermanischen Limes, der zwischen den Kastellen Stockstadt und Niedernberg unmittelbar an Aschaffenburg vorbeiführte, durch die Alamannen; Zusammenbruch der Römerhersschaft am Untermain.

 

5. Jahrhundert

Das vom Geographen von Ravenna Anfang des 9. Jhs. Genannte Ascis (= Ascisburgo) kann als die alamannische „Volksburg Aschaffenburg' des späten 5. Jhs. Angesehen werden.

 

6. und 7. Jahrhundert

Nach dem Sieg der Franken über die Alamannen (496 bei Zülpich) fränkische Landnahme an Rhein und Main einschließlich des Aschaffenburger Raumes.

 

711-716

Im Zuge der Christianisierung wurde in diesem Zeitraum eine Kapelle in Aschaffenburg-Nilkheim zu Ehren des hl. Dionysius durch den Priester Adalhuno unter der Herrschaft des fränkischen Herzogs Theobald und der Amtszeit des Mainzer Bischofs Regbert errichtet.

 

869

Hochzeit des ostfränkischen Königs Ludwig III., des Jüngeren, eines Urenkels Karls des Großen, mit Luitgard, Tochter des Herzogs Liudolf von Sachsen; Königin Luitgard wurde mit ihrer Tochter, der Äbtissin Hildegard, in der Stiftskirche beigesetzt.

 

Spätestens 957

Gründung des Kollegiatstifts St. Peter und Alexander durch Herzog Liudolf von Schwaben, Sohn Kaiser Ottos des Großen und dessen Gemahlin Ida, Tochter des Herzogs Herrmann von Schwaben.

 

974

Erste zeitgenössische Erwähnung Aschaffenburgs in einer Urkunde Kaiser Ottos II., der auf Bitten des Herzogs Otto von Schwaben und Bayern auch in weiteren Schenkungsurkunden die Aschaffenburger Stiftung mit Besitzungen reich ausstattete.

 

Ende des 10. Jahrhundert

Noch zu Lebzeiten Herzog Ottos, der 982 auf seinem Italienfeldzug starb – er wurde von Lucca nach Aschaffenburg überführt und in der Stiftskirche beigesetzt – erfolgte der Übergang Aschaffenburgs an das Erzstift Mainz unter Erzbischof und Reichserzkanzler Willigis.

 

Vor Sommer 1120/22

Unter Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken, der in Auseinandersetzungen mit Kaiser Heinrich IV. stand, Ausbau und Neubefestigung von Burg und Stadt Aschaffenburg auf einem Teil des dreiecksförmigen, höher gelegenen Geländes zwischen Main, Löhergraben, Landing und Schloßgraben, das mit dem Bereich der alten Volksburg identisch war.

 

1157

Bei der Aufhebung der meisten Mainzölle durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa behält Aschaffenburg mit Frankfurt (neben Neustadt am Main) seine Zollstätte.

 

1184

In einer Urkunde Papst Lucius III., in der die Besitzungen des Kollegiatstiftes bestätigt werden, sind bereits die beiden Aschaffenburger Stadtpfarreien – Muttergottespfarrei und Pfarrei St. Agatha – erwähnt.

 

Ab dem 12. Jahrhundert

Entwicklung der befestigten Siedlung Aschaffenburg zu einer Stadt im Rechtssinne.

 

Um 1220

Bau der alten Burg, dem Vorgängerbau des heutigen Schlosses Johannisburg.

 

1236

Erstmals ist ein Stadtsiegel belegt.

 

1238

Verlobung von Herrmann, Sohn des Landgrafen Ludwig von Thüringen und der später heiliggesprochenen Elisabeth, mit Margarethe, Tochter Kaiser Friedrich II. und Isabella von England, durch den Mainzer Erzbischof Siegfried III. von Eppstein in Aschaffenburg.

 

1254/56

TeilnahmeAschaffenburgs am Rheinischen Städtebund.

 

1282

Erste Provinzialsynode der Mainzer Kirchenprovinz – sie erstreckte sich von der Mündung der Elbe bis an den Comer See – im zentral gelegenen Aschaffenburg; weitere Kirchenversammlungen fanden hier in den Jahren 1292, 1338, 1431, 1448 und 1455 statt.

 

1285

Erste Erwähnung der spätestens 1284 geweihten Kapelle in der Burg Johannisburg.

 

1304

Offener Aufruhr und Gewaltaktionen der Bürger gegen das Kollegiatstift aufgrund der Abgabefreiheit und anderer Privilegien der Geistlichkeit; die Ansprüche von Bürgerschaft und Stadt werden durch ein Schiedsgericht abgewiesen.

 

1331

Einführung einer städtischen Verfassung mit Bürgermeister und Rat; der gemeinen Bürgerschaft, d. h. den Handwerkern, stand keine politische Einflußnahme zu.

 

1346

Erzbischof Heinrich III. von Virneburg verleiht den Mitgliedern des Neun-Städte-Bundes im Mainzer Oberstift – darunter Aschaffenburg – eine Reihe von Vorrechten.

 

1353/60

Das Haus des Edelknechtes Gundelwin von Rieneck in der heutigen Dalbergstraße wird zum Rathaus bestimmt; dies steht im Zusammenhang mit dem Erlaß einer neuen Ordnung und Satzung für die Stadt und der weiteren Ausbildung der Ratsverfassung.

 

1447

Aschaffenburger Fürstenversammlung, an der auch Enea Silvio Piccolomini, der spätere Papst Pius II., und Nikolaus von Kues teilnahmen. Sie bracht Papst Nikolaus V. die Anerkennung Kaiser Friedrich III. Die Aschaffenburger Vereinbarungen leiteten zum Wiener Konkordat (1448) über, das dem Baseler Konzil ein Ende setzte.

 

Mitte des 15. Jhs.

Der Mainzer Erzbischof Theoderich Schenkvon Erbach läßt zum Schutze der Stadt einen Mauerring anlegen. Das Stadttor zum Mainufer erhielt seinen Namen.

 

1491

Auf Wunsch des Mainzer Erzbischofs Berthold von Henneberg fand in der alten Johannisburg eine prunkvolle Fürstenhochzeit statt: Graf Hermann von Henneberg-Römhild vermählte sich mit Elisabeth, Tochter des Markgrafen und Kurfürsten Albrecht Alchilles von Brandenburg.

 

1516/19

Vollendung der Maria-Schnee-Kapelle in der Stiftskirche. Altarstiftung durch die Stiftsherren Kaspar und Georg Schantz sowie Heinrich Reitzmann, der „Mathis, den Maler' – Grünewald – mit der Erstellung der Altargemälde beauftragte. Heute noch vorhanden ist als Mittelbild die berühmte „Stuppacher Madonna'. Ein weiteres noch existentes Werk Grünewalds ist die „Beweinung Christi'.

 

1525/26

Nach der Teilnahme Aschaffenburgs am Bauernkrieg folgte die Bestrafung der Stadt durch den Verlust eines Großteils ihrer Rechte und Freiheiten; Erlaß einer neuen umfassenden Stadtordnung durch den Mainzer Erzbischof Albrecht von Brandenburg, die sogenannte Albertinische Ordnung.

 

1552

Die marodierenden Scharen des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach brennen die mittelalterliche Johannisburg nieder.

 

Um 1600

Erbauung des Renaissance-Hauses „Zum Storchennest', das zum Ensemble des Schönborner Hofes gehört, durch Faust von Stromberg und dessen Gattin.

 

1604 – 1626

Die Regierungszeit des Erzbischof und Kurfürsten Johann Schweikard von Kronberg stand unter dem Zeichen großer Ereignisse.

 

1605 – 1618/19

entstand unter der Leitung des Baumeisters Georg Ridinger aus Straßburg der Neubau des Schlosses Johannisburg. Dabei wurde der heute noch erhaltene Bergfried aus dem 14. Jahrhundert mit einbezogen.

 

1612

berief der Mainzer Regent die Jesuiten nach Aschaffenburg, für die er die Jesuitenkirche (heute Städtische Galerie) und das Kolleg erbaut ließ.

 

1620

Niederlassung der Kapuziner und Errichtung von Kirche und Kloster.

 

1631

Dreißigjähriger Krieg: König Gustav II. Adolf von Schweden zieht in die Stadt ein. Geistliche und Vertreter der weltlichen Obrigkeit sind bereits geflohen. Aschaffenburg hat unter den Grausamkeiten und Plünderungen sowie den beträchtlichen Kriegskontributionen schwer zu leiden. Bis 1634 wird eine schwedische Verwaltung eingerichtet, die häufig wechselnde Durchzüge und Einquartierungen schwedischer,kaiserlicher, spanischer, französischer und bayerischer Kriegsvölker zur Folge hatte, die mit Unterdrückung, Marodieren, Hungersnöten und Seuchen einhergingen.

 

1648

Der Kaiserliche Rat und Kurmainzische Kanzler Nikolaus Georg von Reigersberger, Stadtschultheiß von Aschaffenburg (mit Wohnsitz auf dem heutigen „Dalberg'), tritt im Auftrag des Mainzer Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn als Mitunterzeichner der Friedensverträge von Münster und Osnabrück auf.

 

1673/81

Erbauung des schönborner Hofes, einem Stadtschloß des Obersthofmarschalls Melchior Friedrich Graf von Schönborn, nach Plänen des Kapuzinerpaters Matthias von Saarburg.

 

1685

Verleihung eines erweiterten Marktrechtes, nämlich künftig neben Samstag auch am Mittwoch Markt abzuhalten, durch den Mainzer Erzbischof Anselm Franz von Ingelheim.

 

1726

Grundsteinlegung für den Neubau des Gymnasiums.

 

1743

Im Schloß Johannisburg wird das Hauptquartier der Pragmatischen Armee im Österreichischen Erbfolgekrieg während der Schlacht bei Dettingen eingerichtet. In dieser Schlacht besiegt Georg II. von Großbritannien mit den verbündeten Hannoveranern und Österreichern die Franzosen.

 

1745

Kaiserin Maria Theresia ist Gast des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten Johann Friedrich Karl von Ostein im Schloß Johannisburg, so wie viele Habsburger vor und nach ihr, die hier auf dem Weg zur Kaiserkrönung in Frankfurt Station machten.

 

1748

Niederlassung der Englischen Fräulein (Maria Ward), die als Schulorden bis heute in der Mädchenerziehung in Aschaffenburg wirken.

 

1776 – 1782

Unter Erzbischof Friedrich Carl Joseph von Erthal werden die Parklandschaften in der Stadt, die sich als Grüngürtel durch Aschaffenburg ziehen sollen, im englischen Stil angelegt - Schloßgarten, Schöntal, Fasanerie und Schönbusch. Gleichzeitig entstehen im „Schönen Busch' das klassizistische Schlößchen, das „Dörfchen', Tempelchen und viel in der Natur versteckte Kunst.

 

1792/94

Aschaffenburg, das sich seit dem Spätmittelalter und vor allem durch den Bau des Schlosses Johannisburg im frühen 17. Jhs. immer mehr zur Zweitresidenz der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz entwickelt hatte, wurde durch den Verlust des linken Mainufers an Frankreich zur Dauerresidenz mit Sitz der Zentralbehörden.

 

1794

Die Hofbibliothek mit ihren reichen Beständen an Handschriften und Frühdrucken aus der Mainzer Dombibliothek wird in Aschaffenburg im Schloß Johannisburg eingerichtet.

 

1796

Die erste Papiermühle wird durch Melchior Kaufmann an der Aschaff errichtet und damit der Grundstein zur Aschaffenburger Papierfabrikation gelegt, die bis heute eine große Rolle spielt.

 

1803

Untergang des Erzstiftes Mainz infolge der Säkularisation und Bildung des Fürstentums Aschaffenburg. In kirchlicher Hinsicht wurde das Gebiet dem Erzbistum Regensburg unter Erzbischof Carl Theodor von Dalberg zugeordnet.

 

1806

Carl von Dalberg wird der Titel „Fürstprimas des Rheinischen Bundes' durch Kaiser Napoleon I. verliehen; damit wurde Aschaffenburg Residenz des um die bisherige Reichsstadt Frankfurt vergrößerten Primitialstaates.

 

1804 – 1814

Aschaffenburg wird zum Bildungszentrum. Carl von Dalberg, der vor allem das Schulsystem förderte, stiftet der Stadt die „Karls-Universität' und richtet Schulen für Architektur, Zeichnen, Sticken und eine Musikschule ein; besondere Förderung erfuhren auch die Volksschulen.

 

1807

Gründung eines Priesterseminars, der Forstlehranstalt und einer Kunstschule durch Carl Theodor von Dalberg.

 

1810

Bildung des Großherzogtums Frankfurt mit den Departements Aschaffenburg, Hanau, Fulda und Frankfurt. Carl von Dalberg, nunmehr Großherzog, läßt das Aschaffenburger Theater erbauen.

 

1811

Im Stadttheater, im klassizistischen Stil durch Carl Theodor von Dalberg erbaut, beginnt der Spielbetrieb.

 

1813

Kaiser Napoleon I. besucht Fürstprimas Carl Theodor von Dalberg ein drittes und letztes Mal (nach 1806 und 1812) in Aschaffenburg.

 

1814

Übergang Aschaffenburgs an das Königreich Bayern.

 

1817

Auflösung der Zentralverwaltung des früheren Fürstentums und Eingliederung der Stadt in den Untermainkreis, später Regierungsbezirk Unterfranken und Aschaffenburg mit dem Verwaltungssitz Würzburg.

 

1836

Verleihung des Stadtwappens durch König Ludwig I. nach dem Vorbild des Siegels der Stadt aus dem späten 13. Jahrhundert. Es zeigt den hl. Martin.

 

Gründung der Stadtsparkasse Aschaffenburg

 

1837

Die Evangelische Gemeinde erhält einen eigenen Kirchenbau.

 

1840 – 1850

König Ludwig I., der in Aschaffenburg seine Sommerresidenz hat, läßt durch seinen Baumeister Friedrich von Gärtner das Pompejanum, die Nachbildung einer römischen Villa, erbauen.

 

1842

Der romantische Dichter Clemens Brentano stirbt im Hause seines Bruders und wird auf dem Altstadtfriedhof in Aschaffenburg begraben.

 

1854

Anbindung Aschaffenburgs und des Spessarts an die „große weite Welt' durch den Bau der Ludwig-West-Bahn, Strecke Würzburg-Aschaffenburg.

 

1866

Die Stadt wird im Deutschen Krieg Schauplatz des sogenannten Gefechts bei Aschaffenburg. Auch in Aschaffenburg, so am Herstallturm, liefern sich die Preußen und Österreicher erbitterte Kämpfe.

 

1874

Aschaffenburg wird zur Wiege der Heimschneiderei und damit der industriellen Herrenkonfektion durch die Übersiedlung des Schneiders Johann Desch von Glattbach nach Aschaffenburg. In dessen Werkstatt wurde erstmals Herrenbekleidung auf Vorrat hergestellt.

 

1880

Der später berühmt gewordene expressionistische Maler Ernst Ludwig Kirchner wird in der Nähe des Aschaffenburger Bahnhofs geboren.

 

1901

Durch die Eingemeindungen der bisher selbständigen Orte Leider (rund 640 Einwohner) und Damm (rund 3000 Einwohner) erhöht sich die Einwohnerzahl von Aschaffenburg auf etwa 22 000.

 

1904

Der Aschaffenburger Geschichtsverein wird gegründet.

 

1921

Durch die Eröffnung des Staatshafens im Ortsteil Leider wird der Anschluß an die im Bau befindliche Großschiffahrtsstraße, den Rhein-Main-Donau-Kanal, geschaffen.

 

1939

Das Dorf Schweinheim und seine 5281 Einwohner werden eingemeindet.

 

1944/45

Durch die schweren Luftangriffe der Alliierten und die Kämpfe um die „Festung' Aschaffenburg fällt die Stadt vor der Kapitulation am 3. April 1945 in Schutt und Asche. Das Schloß Johannisburg ist zum größten Teil zerstört und ausgebrannt.

 

1956

Beginn des Wiederaufbaues von Schloß Johannisburg; auch die Steinmetze und Steinbildhauer, die in der hiesigen Meisterschule ihre Ausbildung erfahren, sind daran beteiligt.

 

Begründung einer Städtepartnerschaft mit Perth in Schottland.

 

1957

Aschaffenburg begeht mit einem glanzvollen Jubiläumsjahr das 1000jährige Bestehen von Stift und Stadt.

 

1958

Fertigstellung des neuen Rathauses, von Prof. Diez Brandi im neoklassizistischen Stil entworfen und ausgeführt.

 

Aschaffenburg übernimmt eine Patenschaft für die nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Stadt und dem Landkreis Graslitz vertriebenen Sudetendeutschen.

 

Die Stiftskirche wird Stiftsbasilika

 

1959

Nach seinem Tod vermacht der Arzt und Naturforscher Karl Singer der Stadt Aschaffenburg, bzw. dem Naturwissenschaftlichen Museum mit nahezu 12 000 Wanzen die weltweit umfangreichste Sammlung dieser Art.

 

1964

Der Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten und ausgebrannten Schlosses Johannisburg ist in alter Pracht vollendet.

 

1966

Ein modernes Berufsschulzentrum ist im Stadtteil Leider entstanden.

 

1969

Die mittlere Mainbrücke, die heutige Ebert-Brücke, erbaut um 989 als Holzbrücke, im 12. Jahrhundert in steinernen Bögen über den Fluß gespannt, im Zweiten Weltkrieg zerstört, wird nach Wiedererrichtung als zeitgemäße Betonbrücke für den Verkehr freigegeben.

 

1973

Das verkehrsreiche „Nadelöhr' Herstallstraße wird zur ersten Fußgängerzone in Aschaffenburg.

 

1974

Mit der Eröffnung der City-Galerie wird Aschaffenburg zur Einkaufsstadt der Region.

 

1975

„Jumelage' mit der französischen Stadt St.-Germain-en-Laye.

 

Das Dorf Gailbach mit seinen rund 1360 Einwohnern kommt zur Stadt.

 

1976

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte ehemalige Jesuitenkirche wird nach ihrer Wiederherstellung als Ausstellungsraum, später als Städtische Galerie, genutzt.

 

1978

Eingemeindung des Ortes Obernau mit 3368 Einwohnern.

 

1982

Der Schönborner Hof, im Zweiten Weltkrieg zerstört, wird Domizil des Stadt- und Stiftsarchivs.

 

In Keilberg bei Aschaffenburg verstirbt der berühmte Maler Christian Schad, der in den vierziger Jahren in die Stadt kam und hier eine Zeit lang lebte und arbeitete.

 

1984

Am Wolfsthalplatz wird im ehemaligen Rabbinerhaus das Dokumentationszentrum der Aschaffenburger Juden als städtische Dauerausstellung eröffnet.

 

1987

Das Automuseum ROSSO BIANCO, die größte Sportwagensammlung der Welt, öffnet seine Pforten.

 

1989

Das Klinikum am Hasenkopf – ein großzüger Bau, der sich harmonisch in die Landschaft einfügt – ist fertiggestellt.

 

Sport und Vergnügen bietet die Unterfrankenhalle im Stadtteil Leider.

 

1991

Neuer „Mittelpunkt' in der Stadt: die Glas-Stahl-Konstruktion der Stadthalle am Schloß.

 

1994

Wiedereröffnung des Stiftsmuseums nach langen Jahren des Umbaues im ehemaligen Stiftskapitelhaus am Stiftsplatz.

 

Das Pompejanum wird nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und mehreren Restaurierungsphasen mit römischen Kunstwerken der Staatlichen Antikensammlung und Glyptothek, München, wieder eröffnet.

 

1995

Aschaffenburg richtet einen mit 10 000 DM dotierten Kulturpreis ein.

 

Auf dem Gelände des ehemaligen „alten' Krankenhauses entsteht ein „trendmäßiges' Jugendkulturzentrum.

 

Im Juli findet auf dem Schloßplatz die erste Aschaffenburger „Classic-Night' mit Startenor José Carreras statt. Als Schirmherr der Veranstaltung zugunsten der José-Carreras-Leukämie Stiftung zeichnete der Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber.

 

Der Wiederaufbau der historischen Löwenapotheke am Stiftsplatz, die, wie nahezu der gesamte Altstadtbereich im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde – eine Fachwerk-Rekonstruktion – ist abgeschlossen.

 

In den umgebauten Gebäuden der ehemaligen Jägerkaserne wird der Studienbetrieb der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg aufgenommen.

 

1996

Begründung einer Städtepartnerschaft mit Miskolc/Ungarn.

 

Grabungsfunde auf dem Theaterplatz führen zu neuen Erkenntnissen der Archäologen über die frühe Geschichte der Stadt.

 

Die 20. Aschaffenburger Gespräche unter der Regie des Historikers Prof. Dr. Guido Knopp, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, stellen das Thema „Vatikan – Die Macht der Päpste' zur Diskussion.

 

1997

Die in Husum geborene Künstlerin Elisabeth Dehring-Völker, eine Enkelin von Theodor Storm, die in Aschaffenburg ihre Wahlheimat gefunden hatte, verstirbt hier im Alter von 78 Jahren.

 

1998

Römische Funde im Nilkheimer Park berechtigen Aschaffenburg zur Aufnahme in die Reihe der Städte an der Deutschen Limes-Straße (eröffnet 1996).

 

1999

Die Grabungsfunde am Theaterplatz, die 1996 ans Licht kamen, werden in einer Ausstellung im Stiftsmuseum gezeigt: Steinmesser, alamannischer goldener Ohrring, keltische Sicherheitsnadel, goldene Haarnadel einer fränkischen Prinzessin und vieles mehr sind beredte Zeugen der Geschichte.