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Geschichte der Stadt Bayreuth

Die älteste erhaltene Urkunde, in der Bayreuth mit großer Repräsentanz der damaligen geistlichen und weltlichen Herrschaft genannt wird, stammt aus dem Jahre 1194. Stadtgründer waren die Grafen von Andechs. Noch heute zeigt die Innenstadt die typische Struktur eines bayerischen Straßenmarktes. Ein erster Wendepunkt der Stadtgeschichte war der Regierungsantritt des Markgrafen Christian im Jahre 1603. Er verlagerte seine Residenz von Kulmbach nach Bayreuth, wofür das hiesige Alte Schloß vielfach aus- und umgebaut wurde. Aus der Handwerkerstadt wurde eine Hofbeamtenstadt.

 

Seine Blütezeit erlebte Bayreuth unter der Regentschaft des Markgrafenpaares Friedrich (+ 1763) und Wilhelmine (+  1758), der kunstsinnigen Lieblingsschwester Friedrich des Großen. In der Zeit zwischen 1735 und 1763 enstanden in rascher Folge die repräsentativen Bauten und Anlagen, von denen die Stadt heute noch geprägt wird: Markgräfliches Opernhaus, Eremitage, Neues Schloß, Friedrichstraße und Hofgarten.

 

Das Ende Bayreuths als Residenzstadt war 1769 gekommen, als das Fürstentum aufgrund eines Erbvertrages an den Ansbacher Markgrafen fiel. 1792 wurde Bayreuth preußisch, 1810 ging es an das neu formierte Königreich Bayern über. In Fortführung der verlorenen Funktion als Residenzstadt wurde Bayreuth Sitz der Regierung des Obermainkreises, der späteren Regierung von Oberfranken.

 

Das beschauliche Dasein in der fränkischen Kleinstadt fand ein Ende, als 1876 die Richard-Wagner-Festspiele ihren Anfang nahmen. Schon 1873 hatte Richard Wagner sein Wohnhaus, von ihm 'Wahnfried' genannt, bezogen. Die Stadtväter erhofften sich von den Festspielen zu Recht eine starke Belebung und Fortentwicklung. Nach dem Tod Wagners wurde das Festspielunternehmen von seiner Witwe Cosima fortgeführt. Hochrangige Musiker und Literaten, aber auch immer mehr Prominenz aus Wirtschaft und Politik unter den Besuchern sorgten dafür, daß sich die Bayreuther Festspiele ab 1888 im kulturellen und gesellschaftlichen Leben Europas fest etablierten.

 

Die besondere Rolle, die Bayreuth und Wagner in der Ideologie Adolf Hitlers spielten, mußte die Stadt 1945 büßen. Sie wurde in den letzten Kriegswochen schwer bombardiert und zu einem Drittel zerstört.

 

Durch zahlreiche Neubauviertel dehnte sich Bayreuth nach dem Krieg weit in die Umgebung aus. Die alte Behörden- und Verwaltungsstadt wurde auch zu einer Stadt der Wirtschaft und des Sports. Die Festspiele begannen wieder im Jahr 1951. Das bedeutendste Ereignis der Bayreuther Nachkriegsgeschichte aber ist zweifellos die Gründung der 7. Bayerischen Universität, die 1975 den Lehrbetrieb aufnahm. Mit etwa 71.000 Einwohnern ist Bayreuth heute die mit Abstand größte Stadt Oberfrankens.