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Der neue Trend Plogging – Beim joggen Müll sammeln

14. Mai 2021

 

Plogging ist ein Fitnesstrend, der Sie und die Umwelt fit macht. Die Skandinavier haben sich diese umweltfreundliche Form der Bewegung ausgedacht, bei der dem Hobby Joggen nachgegangen wird und gleichzeitig Müll gesammelt wird. Der Sport hat mittlerweile ganz Skandinavien erfasst und schwappt zunehmend auf den restlichen Teil der Welt über. Der Begriff Plogging ist eine Wortverschmelzung, entstanden aus „plocka“ (schwedisch für aufheben oder pflücken) und Jogging (Dauerlauf).

 

Jogger im Park

Jogger im Park – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Wie funktioniert Plogging genau?

Jogger bringen durch das Plogging ihr Training auf ein neues Level, wenn sie gleichzeitig laufen und Müll einsammeln. Plogger, so das neue Modewort, genießen nicht nur die Vorteile des Laufens, sondern machen sich auch das Bücken nach dem Müll nützlich. Es ähnelt nämlich im Kern den Kniebeugen-Bewegungen. Um sich zu bücken und die Flaschen, Dosen oder anderen Müll vom Boden aufzuheben, muss man zunächst tief in die Hocke gehen. Der Müll, der auf dem Boden weggeworfen wird, wird dann gegriffen und man geht dann wieder mit vollem Schwung in den Stand zurück. Alles, was man braucht, um ein Plogger zu werden, sind ein Workout-Outfit, eine Tasche oder (Plastik-)Sack zum Sammeln von Müll und idealerweise ein Paar Handschuhe. Dieser Trend geht um die Welt. Viele Leute neigen dazu zu seufzen, wenn sie Müll sehen, aber der Gedanke, den Müll aufzuheben, kommt Ihnen gar nicht in den Sinn. Aber es bringt eigentlich nur Vorteile. Wer sich bewegt und dazu noch in die Knie geht, trainiert nämlich nicht nur die Beine, sondern räumt auch den Müll von der Straße. Diese Bewegung traniert noch weitere Muskeln und macht Sie mit Sicherheit noch gelenkiger.

 

Wie ist die Idee entstanden?

Nun, warum die Idee gerade in Schweden entstanden ist, verwundert ein wenig, denn Schweden gilt eigentlich als sehr fortschrittliches Land, welches ein funktionierendes Versorgungs- und Entsorgungssystem hat. Man nimmt eigentlich an, dass die Müllabfuhr doch den Müll wegräumt. Offenbar haben sich aber ein paar Schweden gedacht, dass der Müll nicht rechtzeitig vor ihrer Haustüre weggeräumt wurde und sind dann eigenständig auf die Idee gekommen, es selbst zu erledigen. Warum also auf den städtischen Mülldienst warten, wenn man doch das Papier und Plastik selbst vom Boden entfernen kann. Es waren aber hauptsächlich die vielen Getränkedosen, die einen besagten Herrn Erik Ahlström dazu bewegten, selbst aktiv zu werden. Der passionierte Jogger wollte eigentlich nur durch seinen Bezirk laufen und seiner Fitness etwas Gutes tun. Dabei stolperte er über eine Dose, bückte sich und räumte sie von der Straße. Erst später bemerkte er, dass er dadurch eigentlich eine zusätzliche Übung machte und seine Beine trainieren konnte.

 

Der Ursprung des Plogging kommt aus Schweden

Der Umweltschützer Erik Ahlström ist also einer der Macher hinter dem Trend. Als er von der schwedischen Skiregion Åre nach Stockholm zog, hielt er die Stadt für eine Müllkippe. Dann dehnte er dieses Betätigungsfeld weiter aus. Er organisierte Jogginggruppen, die mit Handschuhen und Müllsäcken ausgerüstet waren, um die Stadt zu säubern. Er nannte diese Aktivität aus den schwedischen Wörtern "joggen" und "pflücken". Daraus kam eben das auch das international verständliche Wort des Plogging. Es ähnelt auch dem Wort Blogging, welches ebenso ein gemeinschaftliches Mitteilungsbedürfnis enthält. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Plogger ihr soziales und sportliches Engagement gerne auf ihren Social Media Kanälen wie Instagram, Twitter, Facebook und Co. dokumentieren. Viele tun dies auch während ihres Urlaubs und besonders Strandurlaubs, denn viele Badestrände sind mittlerweile von Plastikmüll übersät. Die Fotos, die mitgeteilt werden, zeichnen manchmal ein erschreckendes Szenario.

 

Müll sammeln am Strand

Müll sammeln am Strand – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Schönere Urlausfotos auch in schwarz-weiss findet man im Blog von Bee AKA Bianca. Sie nennt diesen liebevoll auch caption for black and white picture.

 

In unseren Städten gibt es immer mehr liegengelassenen Müll. Die Plogging-Bewegung könnte dagegen etwas tun.

 

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