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Die Geheimnisse hinter einem erfolgreichen Dropshipping-Shop

Das System Dropshipping klingt verführerisch. Einfach einen Online Store aufsetzen, einen Dropshipping Partner finden und fast ohne Startkapital in die Selbstständigkeit starten.

 

Leider mussten viele Gründer bereits feststellen, dass das nicht so einfach ist. Denn auch wenn das System Dropshipping einige Vorteile für den Händler bietet, liegt es in der Natur der Sache, dass die Marge für den Verkäufer geringer wird. Damit wird es selbstverständlich schwieriger, auskömmlich zu wirtschaften. Besonders beliebt ist das Dropshipping Modell in der Textilbranche.

 

Wie ein erfolgreiches Dropshipping-Business trotzdem funktionieren kann und wie der Einstieg in die Selbstständigkeit trotzdem gelingen kann, erklären wir in diesem Artikel.

 

T-Shirts

T-Shirts – Photo by Gregory Fullard on Unsplash

 

Wie funktioniert Dropshipping?

Das verführerische am Dropshipping ist das Versprechen, dass man ohne den Einkauf von Produkten, ohne Lagerkosten und ohne Erfahrung mit Verpackung und Versand in den E-Commerce starten kann.

 

Denn alles was der Händler scheinbar braucht ist ein Computer und eine stabile Internetverbindung. Er muss nur einen Online Shop aufsetzen, bewerben und warten, bis die ersten Kunden bei ihm einkaufen. Aber er ist nicht dafür verantwortlich, dass die Ware tatsächlich beim Kunden eintrifft.

 

Denn hier kommt der Dropshipping Partner ins Spiel. Dieser ist dafür zuständig, die Ware nach der Bestellung an den Kunden zu liefern. Wer mit einem Großhändler oder dem Hersteller direkt zusammenarbeitet spart sich also die Arbeit beim Versand.

 

Aber auch nur scheinbar.

Die Vorstellung, dass der Händler nicht dafür verantwortlich ist, dass die Ware zügig und unbeschädigt beim Kunden ankommt, ist leider ein Mythos. Nur weil der Händler einen Dienstleister mit dieser Aufgabe betraut, ist er nicht von seiner Verantwortung dafür entbunden. Wer Dropshipping betreibt, muss sicherstellen, dass er mit einem vertrauenswürdigen Partner zusammenarbeitet. Zwar sind Vertragsstrafen möglich, wenn der Partner seine Arbeit nicht zuverlässig erledig – aber die unzufriedenen Kunden bleiben das Problem des Händlers.

 

Auch die Vorstellung, nur mit einem Computer und einer Internetleitung in die Selbstständigkeit starten zu können, ist leider gefährlich zu kurz gedacht. Denn wer erfolgreich wirtschaften möchte, muss sehr wohl viel investieren. Man muss sicherstellen, dass die technische Infrastruktur hinter dem Online Shop funktioniert. Der Server muss in der Lage dazu sein, die vielen Aufrufe flüssig zu verarbeiten. Die Aufträge müssen schnell und zuverlässig an den Dropshipping Partner weitergeleitet werden. Und es braucht eine Menge Geduld und Verhandlungsgeschick, um den richtigen Partner zu finden und die besten Konditionen zu verhandeln.

 

Ein weiteres Problem sind die Retouren. Denn diese gehen meistens an die Adresse des Händlers – vor allem wenn man mit mehreren Partnern zusammenarbeitet. Ganz wird man es nicht schaffen die Arbeit an Versand an einen Dienstleister abzugeben.

 

Mit Dropshipping wird die Marge kleiner

Die erste Herausforderung die Dropshipping mit sich bringt, ist dass die Marge bei diesem Modell im kleiner ist, als wenn der Händler auch den Versand übernimmt. Um wirklich abschätzen zu können, welches Modell wirtschaftlicher ist, muss sorgfältig kalkuliert werden.

 

Im konventionellen E-Commerce übernimmt der Online Händler auch die Arbeit von Verpackung und Versand und kann diese Kosten und diese Arbeitszeit einkalkulieren.

 

Dem gegenüber stehen beim Dropshipping die Kosten für die Dienstleistung des Partners. Der möchte natürlich mit seiner Dienstleistung auch erfolgreich wirtschaften. Deswegen werden oft Abnahmevereinbarungen oder ähnliche Absprachen getroffen.

 

Gründer müssen also kalkulieren, welches System wirtschaftlicher ist – selbst Lagerkosten und Versandarbeit zu leisten, oder die Dienstleistung zu bezahlen. Wer sein Geschäft neu aufbaut, der kann mit einem Dropshipping Partner vermeiden, sich bei einer Bank Geld für das Startkapital zu leihen, denn es muss tatsächlich deutlich weniger Startkapital aufgebracht werden.

 

Stattdessen muss eine intensive Recherche nach einem seriösen Dropshipping Partner erfolgen, an deren Ende ebenso intensive Verhandlungen stehen.

 

Wie findet man den richtigen Dropshipping Partner?

Um einen Dropshipping Partner zu finden ist leider etwas mehr nötig, als eine kurze Google Suche – denn die Chancen stehen gut, dass man so nicht auf die seriösesten Partner stößt. Gute Dropshipping Dienstleister haben sich auf das B2B-Modell spezialisiert. Stattdessen ist eine Recherche im B2B-Bereich der Gelben Seiten oder beim Bund Deutscher Industrie sinnvoller.

 

Wer auf einen potentiellen Partner gestoßen ist, sollte sich über diesen informieren, bevor man in Verhandlungen einsteigt. Wie lange ist das Unternehmen schon am Markt? Wie viele Mitarbeiter hat es? Das sind zwei Größen die viel über die Verlässlichkeit des Partners aussagen. Ein Blick ins Handelsregister zeigt wie lange das Unternehmen schon aktiv ist oder ob Insolvenzverfahren gegen es vorliegen. Eine intensive Durchsicht der Webseite ist auch unerlässlich.

 

Keine gute Idee ist es, mit einem Händler zusammenzuarbeiten, der selbst auch an Endverbraucher verkaufen möchte. Warum? Weil man dann buchstäblich mit der eigenen Konkurrenz zusammenarbeitet.

 

Wie fängt man mit Dropshipping sinnvollerweise an?

Wer neu in den E-Commerce einsteigen will, der sollte sich zu Anfang nicht übernehmen. Auch wenn die Versuchung groß ist, beim Dropshipping direkt eine große Bandbreite an Produkten anzubieten, sollte man dieser Versuchung nicht erliegen. Stattdessen gilt es einen Unique Selling Point aufzubauen, damit Kunden genau wissen, was sie von diesem Online Shop erwarten können.

 

Auch die Verhandlungen mit dem Dienstleister werden durch wenige angebotene Produkte eher leichter. Denn in einem solchen Fall können die Dienstleister die auf sie zukommende Arbeit besser überblicken und sind eher dazu bereit, ein günstiges Angebot abzugeben. Ein weiterer Vorteil dieser Strategie ist, dass die Wahrscheinlichkeit geringer wird, mit mehreren Partner zusammenarbeiten zu müssen – so werden Schwierigkeiten bei Retouren vermieden.

 

Retouren vermeiden

Noch wichtiger als bei jedem anderen Online Shop auch ist es für Dropshipping-Modelle, Retouren so gut wie möglich zu vermeiden. Denn hier entstehen für Dropshipping Systeme die meisten Probleme.

 

An wen sollen die Retouren gehen? An den Händler – der eigentlich die Arbeit rund um den Versand auslagern wollte? Und was ist, wenn die Ware von mehreren verschiedenen Dienstleistern versendet worden ist? Retouren machen für Dropshipping Shops mehr Arbeit, die man vermeiden möchte.

 

Klein Anfangen

Dropshipping ist kein Modell, mit dem man sich von jetzt auf gleich selbstständig machen kann. Dafür sind die Margen bei diesem Geschäftsmodell zu gering. Das Modell ist besser für all diejenigen, die sich erstmal ausprobieren möchten, klein einsteigen möchten oder einfach erste Erfahrungen im E-Commerce sammeln wollen.

 

Wer bereits im E-Commerce aktiv ist, der kann Dropshipping nutzen um sich vorsichtig in neue Geschäftsfelder zu wagen.

 

7. Mai 2020     >> Zurück zum Archiv

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