Essen und Trinken im Frankenland

 

Das Frankenland in Bayern kann grob in Oberfranken, Unterfranken und Mittelfranken unterteilt werden. Weinberge wechseln mit sanften Wiesen, engen Flusstälern und waldreichen Höhen ab. Viel gibt es hier zu entdecken: Lebendige Marktplätze, prächtige Altstädte, historische Kirchen und mittelalterliche Befestigungen. Die Region ist reich an Kultur und Geschichte. Die regionale Küche ist weithin bekannt für ihre Spezialitäten und ihre Frische. Dies bezeugen die Brauereigasthöfe mit Biergärten, Heckenwirtschaften, Restaurants und Hotels. Und die fränkische Gastronomie ist vielfältig, so auch im Restaurant in Bad Kissingen die „Frankenland Stuben” und die „Rôtisserie” im Hotel Frankenland. Der Küchenchef serviert Ihnen eine feine Auswahl regionaler und internationaler Köstlichkeiten. Dazu genießen Sie ein frisch gezapftes, kühles Bier oder entdecken die exquisite Auswahl besonderer Weine.

 

Kulinarisches

Würde man eine Umfrage machen zum Thema „fränkische Küche”, wäre vermutlich „Bratwurst” die häufigste Antwort. Doch die gut fingerlangen und aus Schweinefleisch hergestellten „Nürnberger Würstle” haben bei Wurstfans ja auch Kultstatus. Doch nicht nur gebraten vom Grill mag sie der Franke, sondern gart sie auch gerne mal im Essigsud. Dieser Sud besteht aus Wasser, Essig, Zwiebelringen, in Scheiben geschnittenen Karotten, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren. Darin lässt man die Würstchen unterhalb des Siedepunktes ca. 15 bis 20 Minuten garziehen. Das Ergebnis ist erstaunlich leicht und lecker und heißt in Franken und in der Oberpfalz „Saure Zipfel” oder auch „Blaue Zipfel”.

 

In der fränkische Küche dreht sich vieles ums Fleisch, besonders vom Schwein, „Schäufele” und Schweinebraten und auch der Sauerbraten sind ein Genuß. Der Sauerbraten wird im Gegensatz zum rheinischen Sauerbraten ohne Rosinen gemacht und die Soße dafür mit Lebkuchen abgeschmeckt. Zum Braten gibt es meist einen gemischen Salat und natürlich die „rohen Klöß”. Diese Knödel werden ausschließlich aus geriebenen rohen Kartoffeln geformt und haben echt Suchtpotenzial. Zum Thema „Gemüse” gibt es wenig Spektakuläres. Das „Grünfutter” ist hierbei nur Beilage. Die üblichen Gemüsesorten sind Sauerkraut, Weisskraut, Blaukraut (Rotkohl), Wirsing und Kohlrabi. Grünkohl wird in der fränkischen Küche kaum zubereitet, wird aber als Schweinefutter angebaut. Merke: Grünkohl ist gut für Schweine und Schweine sind gut für Schäufele, so sagt der Franke.

 

Winzer und Weine

Eine Schenkungsurkunde von Karl dem Großen, ausgestellt anno 777, belegt, dass die Tradition des Weinbaus in Franken bis in das 8. Jahrhundert zurückgeht. Es wurde vor allem in den Klöstern Reben zur Herstellung von Messweinen angebaut. Der Wein ist im Frankenland ein Volksgetränk und überall in den Weinbauorten finden jährlich Weinfeste statt. Die Winzer verkaufen an den Ständen oder den Heckenwirtschaften ihren Wein und kleinere Speisen. Im Frühherbst wird dann überwiegend Bremser (frischer Wein, in anderen Regionen auch Federweißer genannt) über den Tresen gereicht. Auf den Muschelkalkböden an den steilen Weinbergen am Maindreieck wird vor allem Silvaner angebaut. Auch Rotweine werden gerne ausgebaut, aber ihr Anteil am Gesamtertrag ist eher gering. Die bekannteste Lage ist wohl der Würzburger Stein; der als „Steinwein” schon seit Jahrhunderten bekannt und beliebt ist. Aber es sind oft auch die kleineren Weingüter, die Weine einer sehr guten Qualität herstellen.

 

Vinotheken

In vielen fränkischen Weinorten gibt es sogennante Vinotheken. Hier kann der Wein gekostet werden und neben einer kompetenten Weinberatung erhält man oft auch noch Tourismusinformationen von dem Personal vor Ort. In den angeschlossenen Weinshops kann dann der vorher ausprobierte Wein nebst Zubehör gekauft werden.

 

Weine in einer Vinothek

Weine in einer Vinothek – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

19. Januar 2018     >> Zurück zum Archiv