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Fernreise gut vorbereitet: Warum reisemedizinische Beratung in München frühzeitig Sinn ergibt

28. September 2026

 

Flug gebucht, Unterkunft reserviert, die grobe Route festgelegt: Wer von München aus eine Fernreise plant, arbeitet meist eine lange Vorbereitungsliste ab. Der Gesundheitscheck vor der Abreise steht darauf erfahrungsgemäß weit hinten – falls er überhaupt auftaucht. Dabei hat er gerade bei Reisen in ferne Länder großen Einfluss darauf, wie entspannt der Urlaub tatsächlich verläuft. Vor allem Ziele in subtropischen und tropischen Regionen stellen andere Anforderungen an den Körper als ein Sommerurlaub im Mittelmeerraum. Eine reisemedizinische Beratung klärt, welche Impfungen sinnvoll oder sogar erforderlich sind, ob eine Malariaprophylaxe infrage kommt und was Reisende mit Vorerkrankungen beachten sollten. Wer diese Fragen rechtzeitig angeht, vermeidet unangenehme Überraschungen am Zielort – und reist mit einem spürbar besseren Gefühl.

 

Warum reisemedizinische Vorsorge vor einer Fernreise wichtig ist

Wer innerhalb Europas unterwegs ist, denkt über Infektionsrisiken selten nach – bei Fernreisen sieht das anders aus. Klima, hygienische Verhältnisse und die Verbreitung bestimmter Krankheitserreger unterscheiden sich in vielen Zielregionen erheblich von Mitteleuropa. Erkrankungen, die hierzulande kaum eine Rolle spielen, gehören anderswo zum Alltag: etwa Hepatitis A, Typhus oder durch Stechmücken übertragene Infektionen wie Malaria und Denguefieber. Auch Lebensmittel und Trinkwasser können dem Magen-Darm-Trakt deutlich stärker zusetzen, als Reisende es von zu Hause gewohnt sind.

 

Hinzu kommt, dass der eigene Körper auf die Erreger am Zielort immunologisch nicht vorbereitet ist. Was für die lokale Bevölkerung ein eher milder Infekt ist, kann Reisende deutlich härter treffen. Und wer unterwegs erkrankt, findet nicht überall eine medizinische Versorgung auf dem Niveau, das er aus Deutschland kennt – schon gar nicht in abgelegenen Regionen. Reisedurchfall gehört zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen auf Fernreisen und lässt sich durch einfache Verhaltensregeln bei Essen und Trinken deutlich reduzieren.

 

Reisemedizinische Vorsorge ist deshalb kein Sonderprogramm für Abenteuertouristen, sondern ein fester Bestandteil seriöser Reiseplanung – vergleichbar mit Reisepass, Visum oder Auslandskrankenversicherung. In der Regel lässt sie sich in einem einzigen Termin bündeln und gibt Sicherheit für die gesamte Reise. Dabei geht es nicht um Angstmache: Die meisten Reisenden bleiben gesund. Aber gerade weil sich viele Risiken mit vergleichsweise einfachen Mitteln reduzieren lassen, lohnt der Blick auf die Vorsorge.

 

Rechtzeitig planen: Wann die Beratung stattfinden sollte

Eine reisemedizinische Beratung ist in München an verschiedenen Stellen möglich – etwa in tropenmedizinischen Praxen, beim Gesundheitsamt oder in hausärztlichen Praxen mit entsprechendem Angebot. Zu den Anlaufstellen zählt beispielsweise die Praxis für Allgemeinmedizin München Innenstadt von Dr. med. Axel Filzmayer am Odeonsplatz. Die internistisch-hausärztlich ausgerichtete Praxis im Preysing Palais an der Residenzstraße verbindet die Reiseberatung mit dem Blick des Hausarztes auf den gesamten Gesundheitszustand – ein Vorteil, wenn neben dem Impfstatus auch Vorerkrankungen oder dauerhaft eingenommene Medikamente eine Rolle spielen. Als Lehrpraxis der Ludwig-Maximilians-Universität ist sie zudem in die ärztliche Ausbildung eingebunden.

 

Ebenso wichtig wie die Wahl der Anlaufstelle ist der richtige Zeitpunkt: Die reisemedizinische Beratung gehört nicht in die letzte Woche vor dem Abflug. Manche Impfstoffe brauchen Zeit, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist, andere erfordern mehrere Impftermine im Abstand von Wochen. Fachgesellschaften empfehlen deshalb, sich frühzeitig beraten zu lassen – idealerweise schon einige Wochen bis Monate vor Reisebeginn. Wer erst wenige Tage vor Abflug in die Praxis kommt, muss eventuell mit eingeschränkten Möglichkeiten vorliebnehmen. Orientierung bieten die regelmäßig aktualisierten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), die etwa auf den Seiten des Robert Koch-Instituts zu Reiseimpfungen zusammengefasst sind.

 

Praktischer Hinweis: Ob sich die eigene Krankenkasse an den Kosten von Reiseimpfungen beteiligt, lässt sich vorab klären – häufig übernehmen die Kassen zumindest einen Teil davon.

 

Blick aus dem Flugzeugfenster

Blick aus dem Flugzeugfenster – Foto von Ross Parmly auf Unsplash

 

Welche Punkte bei der reisemedizinischen Beratung geprüft werden

Ein Beratungstermin ist mehr als ein schneller Impftermin: Er ist eine strukturierte Bestandsaufnahme, bei der Reiseziel, Reiseart, Aufenthaltsdauer und persönliche Krankengeschichte zusammenfließen. Welche Richtung die Empfehlungen je nach Zielgebiet nehmen, zeigen etwa die Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen, die der Ständige Ausschuss Reisemedizin der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Globale Gesundheit (DTG) regelmäßig aktualisiert. Konkret geht es bei dem Termin in der Regel um diese Punkte:

  • Impfstatus und Grundimmunisierung: Zuerst wird anhand des Impfpasses geprüft, ob Standardimpfungen wie Tetanus, Diphtherie, Polio oder Masern aufgefrischt werden müssen.
  • Reisezielspezifische Impfungen: Je nach Land und Route kommen etwa Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus, Gelbfieber, Tollwut oder Japanische Enzephalitis infrage. Für manche Länder ist ein Gelbfieber-Impfnachweis bei der Einreise vorgeschrieben.
  • Malariaprophylaxe: Für viele Tropenregionen wird je nach Gebiet und Reisezeit besprochen, ob eine vorbeugende Medikamenteneinnahme sinnvoll ist oder eine sogenannte Stand-by-Therapie für den Notfall genügt.
  • Vorerkrankungen und Medikamente: Wer regelmäßig Arzneimittel einnimmt, sollte Menge, Lagerung und mögliche Bescheinigungen für die Einreise rechtzeitig abklären. Auch die Reiseapotheke wird individuell abgestimmt.
  • Reiseart und besondere Risiken: Trekking, Tauchen, längere Aufenthalte oder das Mitreisen mit Kindern verändern die Empfehlungen spürbar; bei manchen Aktivitäten, etwa Höhentouren oder mehrwöchigen Auslandsaufenthalten, kann zusätzlich ein Sport- oder Tauglichkeitscheck sinnvoll sein.

 

Dokumentiert werden die Impfungen in der Regel im gelben Impfausweis, der international anerkannt ist. Eine internistisch-hausärztliche Praxis wie die von Dr. Filzmayer kann dabei über die reine Impfberatung hinausgehen: Blutwerte, EKG oder Lungenfunktion lassen sich bei Bedarf direkt vor Ort prüfen – etwa wenn Vorerkrankungen mit im Spiel sind oder vor einem längeren Auslandsaufenthalt ein genauerer Blick auf den Gesundheitszustand sinnvoll erscheint.

 

Gesundheitsvorsorge als Teil der hausärztlichen Betreuung

Die Reiseplanung ist ohnehin ein guter Anlass, den eigenen Vorsorgestand zu überprüfen. Die Gesundheitsuntersuchung – häufig Check-up genannt – gehört ab einem Alter von 35 Jahren regelmäßig zur hausärztlichen Betreuung und umfasst Anamnese, körperliche Untersuchung und Labortests. Je nach Befund kommen ergänzende Untersuchungen wie Ultraschall, EKG oder eine Lungenfunktionsprüfung hinzu. Schutzimpfungen zählen in der Medizin zu den wirksamsten Vorsorgemaßnahmen überhaupt – das gilt für die Standardimpfungen ebenso wie für viele Reiseimpfungen.

 

Wer ohnehin einen reisemedizinischen Termin vereinbart, kann beides sinnvoll verbinden: Impfstatus klären, Reiserisiken besprechen und gleich den allgemeinen Gesundheitszustand kontrollieren lassen. Gerade bei chronischen Erkrankungen – etwa Diabetes, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen – ist diese Kombination sinnvoll, weil sich Reisetauglichkeit und Therapieeinstellung gegenseitig beeinflussen können. Auch ohne akuten Anlass lohnt es sich, den Impfpass einmal im Jahr in die Hand zu nehmen – Lücken fallen so früh auf.

 

Dahinter steht ein Prinzip, das die hausärztliche Medizin von jeher prägt: den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen statt nur den einzelnen Anlass. In der Praxis am Odeonsplatz gehört diese ganzheitliche Sicht ausdrücklich zum Selbstverständnis – von der internistischen Diagnostik über die Vorsorge bis hin zu komplementären Verfahren wie der Akupunktur, die dort ergänzend zur evidenzbasierten Schulmedizin angeboten wird. Für Patientinnen und Patienten ergibt sich daraus eine kontinuierliche Betreuung, in die sich auch die Reisevorbereitung nahtlos einfügt.

 

Gut vorbereitet unterwegs

Eine Fernreise beginnt nicht am Flughafen, sondern bei der Vorbereitung – und die Gesundheit gehört fest dazu. Planen Sie die reisemedizinische Beratung frühzeitig ein, prüfen Sie Ihren Impfpass und klären Sie offene Fragen zu Prophylaxe und Reiseapotheke. Der Aufwand ist überschaubar: Meist genügt ein Termin, manchmal ein zweiter für eine Impfserie. Denken Sie außerdem daran, Impfpass und eine Liste Ihrer Medikamente ins Handgepäck zu legen. Was bleibt, ist die Vorfreude auf das Reiseziel. Und wer noch Inspiration für den nächsten Trip sucht, findet sie auf unserem Portal etwa in der Rubrik Reisen.

 

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