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Köln: Von der Industriestadt zur Medienmetropole

Die Stadt am Rhein ist heute vor allem für die Medien- und Onlinebranche bekannt, die dort ihren Sitz hat. Neben den Start-Ups in den alten Industriehallen Köln Mülheims oder dem Mediapark ist die Stadt heute für das Fernsehen bekannt. Neben dem Westdeutschen Rundfunk, der in der Innenstadt seinen Sitz hat, befindet sich auch der Medienkonzern Pro7 Sat 1 in Köln.

 

Auch die Online- und Kommunikationsbranche ist einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Neben Werbe- und Kommunikationsagenturen, entwickelt sich im Bereich SEO in Köln eine besonders zukunftsträchtige Branche.

 

Kranhäuser

Kranhäuser – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Strukturwandel im Rheinland

Köln war nicht immer die Medienhauptstadt Deutschlands, zu der sie heute immer mehr wird und in dieser Hinsicht sogar Berlin Konkurrenz macht. Ihren Reichtum verdiente sich die Stadt zuerst im Handel und entwickelte sich mit der Industrialisierung zu einem der wichtigsten und fortschrittlichsten Industriestandorten Deutschlands.

 

Im Mittelalter blühte die Stadt am Rhein auf. Die Lage an diesem Rheinabschnitt erwies sich als äußerst lukrativ. Alle Waren, die über den Rhein von der Nordsee Richtung Süddeutschland transportiert werden sollten, mussten in Köln umgeladen werden. Die Kähne, die die großen Nordseehäfen verließen, konnten den Fluss nicht durch das enge Mittelrheintal hinauffahren.

 

Industriestadt Köln

Im Zuge der Industrialisierung, die nach England im 19. Jahrhundert Deutschland erfasste, entwickelte sich Köln zu einer der wichtigsten Industriestädte Deutschlands. Hier bildete sich das wichtigste Eisenbahndrehkreuz in Westdeutschland heraus. Von hier gingen die Köln-Mindener Eisenbahn, die Köln-Siegener Eisenbahn aus. Auch Aachen und das Mittelrheintal wurden im Laufe des Jahrhunderts von Köln aus an das Deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Investition Kölns in die Eisenbahninfrastruktur – wie der ersten festen Rheinbrücke seit der Römerzeit zwischen Basel und den Niederlanden – zahlte sich aus. Durch Köln rollten die Züge mit Eisenerz, die aus Süddeutschland Richtung Emscher und Ruhr fuhren.

 

Im Ruhrgebiet entstand das Herz der deutschen Schwerindustrie. Über den scheinbar unerschöpflichen Kohlelagerstätten unter Duisburg, Essen, Bochum und Gelsenkirchen wurde die Kohle zu Koks verarbeitet, Eisen gekocht und Stahl gewalzt. Während im Ruhrgebiet Kanonen gegossen wurde, siedelte sich in Köln die verarbeitende und chemische Industrie an. Mit den Standorten im Norden und der Raffinerie im Süden der Stadt ist Köln bis heute der wichtigste Standort der nordrhein-westfälischen Chemieindustrie.

 

Die in Köln angesiedelte Autoindustrie mit Firmen wie Otto, Deutz, Horch, Citroen oder Ford wurde während des Zweiten Weltkriegs stark in Mitleidenschaft gezogen und konnte sich nach dem Krieg nicht wieder in vergleichbarem Maßstab etablieren.

 

Von der Industriestadt zur Medienmetropole

Während der 80er Jahre erreichte die Wirtschaftskrise den Kölner Fahrzeug- und Maschinenbau. Um den Strukturwandel zu meistern, schaffte die Stadt Köln Anreize für Verlage und Medienunternehmen sich in der Stadt anzusiedeln.

 

Diese Politik trägt bis heute Früchte. Köln hat sich zu dem Medienstandort Deutschlands entwickelt. Hier befindet sich mit WDR die größte Landesrundfunkanstalt Deutschlands und der zweigrößte Rundfunksender Europas nach der britischen BBC. Neben dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk befindet sich mit RTL und Pro7 weitere große Rundfunkkonzerne in der Stadt. Aber auch kleinere Unternehmen in der Medien- und Kommunikationsbranche sind in der Stadt beheimatet.

 

Für diese schafft die Stadt immer wieder neue Gewerbeflächen in Gebieten, die früher von der Industrie genutzt wurden. In Köln Mülheim befinden sich zahlreiche kleine Studios und Unternehmen in den Hallen des Carlswerks, wo die Firma Felten & Guilleaume bis in die Nachkriegszeit Draht und Kabel produzierte. Das erste transatlantische Telefonkabel wurde hier produziert. Der Mediapark wurde bis 2004 auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Gereon gebaut, wo heute über 5000 Arbeitsplätze in der Kommunikations-, Kultur-, Medien und Kreativbranche angesiedelt sind.

 

17. März 2020     >> Zurück zum Archiv

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