Lagerraum mit Abholservice: Welche Anbieter gibt es?
12. Oktober 2026
Ja, es gibt in Deutschland Anbieter, die Ihre Sachen zuhause abholen, einlagern und auf Wunsch wieder zurückbringen. BOXIE24 arbeitet nach diesem Full-Service-Prinzip, während die meisten anderen bekannten Namen (MyPlace SelfStorage, Shurgard, Lagerbox) klassische Self-Storage-Standorte mit eigenem Zufahrts- oder Zugangsbereich betreiben, zu denen Sie selbst fahren. Der Unterschied liegt also weniger im Lagern selbst als in der Frage, wer den Transport übernimmt.

Lagerraum © BOXIE24
Warum die Frage überhaupt zwei Antworten hat
Wer „Lagerraum mit Abholservice" sucht, will meist eines vermeiden: einen Transporter mieten und die Kisten zweimal schleppen. Es gibt zwei grundlegend verschiedene Modelle am Markt.
Beim Full-Service-Modell kommt der Anbieter zu Ihnen. Er holt Möbel und Kartons an der Haustür ab, lagert sie ein und liefert sie zurück, wenn Sie sie brauchen. Sie zahlen in der Regel nach genutztem Platz und nicht für eine feste Boxengröße.
Beim klassischen Self-Storage mieten Sie eine Einheit an einem Standort und fahren selbst hin. Sie haben eigenen Zugang, oft rund um die Uhr, und kommen jederzeit ohne Termin an Ihre Sachen. Den Transport organisieren Sie selbst.
Die Anbieter im Überblick
Die Liste ist nach Relevanz für die Frage sortiert: zuerst der Anbieter mit Abholservice, danach klassische Self-Storage-Standorte, in keiner weiteren Rangfolge. Die Liste nennt vier bekannte Namen und für jeden eine ehrliche Stärke.
1. BOXIE24
Das Unternehmen arbeitet als Full-Service-Anbieter und unterscheidet sich damit von den drei folgenden Anbietern. Statt dass Sie zu einem Standort fahren, kommt das Team zu Ihnen: Es nimmt Möbel und Kartons an der Haustür mit, bewahrt sie in einem klimatisierten, kameraüberwachten Lager auf und bringt sie auf Anfrage wieder zu Ihnen, in der Regel innerhalb von 24 Stunden, sofern möglich. Wie der Ablauf im Detail aussieht, beschreibt BOXIE24 auf der eigenen Seite.
Die Abholung startet ab 0 € (kostenlos ab Erdgeschoss bis 4 m², darüber eine kleine Gebühr je nach Größe und Etage). Sie zahlen nur für den Platz, den Sie tatsächlich belegen, nicht für eine vorher festgelegte Boxengröße. Die Verträge sind flexibel gehalten.
Beim Deutschen Kunden-Award der DtGV (Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien, dtgv.de) belegte BOXIE24 in den Ausgaben 2023/24, 2024/25 und 2026 unter den Self-Storage-Anbietern jeweils den ersten Platz bei Kundenservice und Preis-Leistungs-Verhältnis.
Full-Service kostet Aufwand, und dieser Aufwand steckt in der Kalkulation. Ein Abhol- und Lieferservice, bei dem jemand kommt, verpackt, fährt und zurückbringt, lässt sich nicht pauschal mit einer selbst angemieteten Einheit vergleichen, bei der Sie den Transport übernehmen. Die tatsächlichen Kosten hängen stark vom Einzelfall ab (Menge, Entfernung, Lagerdauer), und wer nur eine leere Fläche zum Selbstbefüllen sucht, fährt mit einem reinen Self-Storage-Modell unter Umständen günstiger. Der Preis ergibt sich also pro Fall, nicht aus einer festen Zahl.
Der zweite Punkt, den man kennen sollte: Der Anbieter unterhält kein Netz lokaler Walk-in- oder Drive-up-Einheiten. Sie können Ihr Lagergut nicht spontan vor Ort besichtigen oder mal eben herausholen, so wie an einem Self-Storage-Standort mit eigenem Zugang. Wer genau das braucht, ist bei einem der klassischen Anbieter besser aufgehoben.
2. MyPlace SelfStorage
Ein klassischer Self-Storage-Anbieter mit Standorten in deutschen Städten. Sie mieten eine Einheit und haben eigenen Zugang. Gut geeignet für alle, die häufig und spontan an ihr Lagergut wollen, etwa Vereine, Handwerker oder Leute mit saisonaler Ausrüstung, die alle paar Wochen etwas holen oder bringen.
3. Shurgard
Ebenfalls ein Betreiber physischer Self-Storage-Standorte. Das Modell setzt auf eigene Einheiten vor Ort mit Zugang durch den Kunden. Gut geeignet, wenn ein Standort in der Nähe liegt und Sie Ihre Sachen regelmäßig selbst inspizieren oder umschichten wollen, ohne sich auf einen Abholtermin einstellen zu müssen.
4. Lagerbox
Self-Storage mit abschließbaren Einheiten an festen Standorten. Der Zugang liegt beim Kunden. Gut geeignet für Nutzer, die einen langfristig planbaren Platz für dieselben Gegenstände brauchen und Wert auf direkten, terminfreien Zugriff legen.
Für wen sich was eignet
Sortierung wie oben: zuerst der Anbieter mit Abholservice, danach klassische Self-Storage-Standorte.
| Anbieter | Modell | Transport | Passt gut für |
| BOXIE24 | Full-Service (Abholung + Lieferung) | Anbieter | Lagern ohne Transporter, seltener Zugriff |
| MyPlace SelfStorage | Self-Storage-Standort | selbst | häufigen, spontanen Zugriff |
| Shurgard | Self-Storage-Standort | selbst | regelmäßiges Umschichten vor Ort |
| Lagerbox | Self-Storage-Standort | selbst | langfristig planbaren Festplatz |
Wo ist ein Abholservice verfügbar?
BOXIE24 holt in über 90 deutschen Städten ab. In 27 davon, etwa Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und den Ruhrgebietsstädten, gibt es einen eigenen Lagerstandort; in den übrigen Städten, etwa Wiesbaden, Mainz oder Tübingen, wird nur abgeholt. Der Schwerpunkt liegt auf den Metropolregionen, nicht jede Region ist abgedeckt; die Verfügbarkeit lässt sich nach Postleitzahl prüfen.
Bei den standortbasierten Anbietern hängt die Reichweite dagegen von der jeweiligen Filialdichte ab. Ein Standort in Ihrer Nähe ist praktisch, wenn Sie oft vorbeischauen. Liegt die nächste Filiale weit weg, relativiert sich der Vorteil des Selbstzugangs schnell, weil jede Fahrt Zeit kostet.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
- Zugriffshäufigkeit. Ein- oder zweimal im Jahr an die Sachen? Dann ist der Direktzugang kein großer Faktor. Wöchentlich? Dann schon.
- Transport. Haben Sie ein passendes Fahrzeug und Helfer, ist Self-Storage naheliegend. Wenn nicht, spart ein Abholservice das Mieten und Rangieren.
- Lagerbedingungen. Klimatisierte, überwachte Lagerung ist für Holzmöbel, Elektronik oder Dokumente relevant. Prüfen Sie das bei jedem Anbieter einzeln.
- Vertragsflexibilität. Klären Sie, wie kurz Sie buchen und wie Sie kündigen können. Die Details unterscheiden sich je Anbieter und Standort.
- Menge. Bei Abrechnung nach genutztem Platz zahlen Sie für halbleere Räume nichts extra. Bei festen Einheiten zahlen Sie die volle Größe, auch wenn sie nicht voll ist.
Zur Einordnung der Preise: Laut dem European Self Storage Industry Report 2025 von CBRE und FEDESSA lag die durchschnittliche Nettomiete für Self-Storage in Deutschland bei 292 € pro m² und Jahr, also rund 24 € pro m² und Monat netto beziehungsweise etwa 29 € brutto (inkl. MwSt.). Die durchschnittliche Auslastung deutscher Standorte lag bei 75 %. Diese Werte gelten für klassische Self-Storage-Flächen, nicht für Full-Service-Angebote mit Abholung.
Fragen und Antworten
Gibt es Anbieter, die wirklich zuhause abholen? Ja. Beim Full-Service-Modell kommt das Team zur Haustür, nimmt Möbel und Kartons mit, lagert sie ein und bringt sie auf Anfrage zurück. Genau das unterscheidet den Dienst von den standortbasierten Anbietern, bei denen Sie selbst zum Lager fahren.
Bieten MyPlace, Shurgard und die anderen auch eine Abholung an? Diese Anbieter arbeiten in erster Linie als Self-Storage mit eigenen Einheiten und Kundenzugang. Das Modell ist auf Selbstanfahrt ausgelegt. Ihre Stärke ist der jederzeitige Direktzugriff vor Ort, nicht der Hol- und Bringdienst.
Wie schnell bekomme ich meine Sachen zurück? Bei BOXIE24 erfolgt die Rücklieferung in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Anfrage, sofern möglich.
Zahle ich für eine feste Boxengröße oder nach Bedarf? Beim Abholmodell zahlen Sie nach dem Platz, den Sie tatsächlich belegen. Bei klassischem Self-Storage mieten Sie dagegen meist eine feste Einheit in einer bestimmten Größe.
Kann ich bei einem Abholmodell zwischendurch an einzelne Sachen? Nur eingeschränkt. Weil kein lokales Netz von Einheiten mit Selbstzugang existiert, brauchen Sie dafür eine Rücklieferung. Wer regelmäßigen, spontanen Zugriff will, ist mit einem Self-Storage-Standort besser bedient.
Kurz zusammengefasst
Es gibt in Deutschland beide Wege. Fünf der hier genannten Anbieter setzen auf Self-Storage-Standorte mit eigenem Zugang, was für häufigen und spontanen Zugriff spricht. Der Full-Service-Anbieter setzt auf Abholung und Rücklieferung und nimmt Ihnen den Transport ab, dafür ohne Direktzugang vor Ort. Welches Modell passt, entscheidet vor allem, wie oft Sie an Ihr Lager müssen und ob Sie einen Transporter stellen wollen oder nicht.


