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Mainzer Weinvokabular

Der "Meenzer an sich" ist hochgebildet, aber er weiß es nicht. Er spricht fließend Französisch und Latein, aber auf seine Art. Mit bemerkenswerter Beharrlichkeit pflegt der Mainzer Dialekt, das "Meenzerische", selbstbewußt das Vokabular einer 2000jährigen mündlich überlieferten Besatzersprache, deren römische und später französische, auch rotwelsche Elemente noch heute großzügig und kreativ verwendet werden.

 

Dazu kommt aber auch echtes Mainzer Vokabular, das Sie kennen sollten. Denn so manches Labyrinth der "Meenzer" Wortschöpfungen durchirrt der Unkundige voller Staunen, bis er endlich doch ans Ziel seiner Wünsche gelangt und die Kommunikation glückt. Stellen Sie sich nur mal vor, Sie wollen ein Brötchen kaufen. Das heißt hier "Weck", und davon gibt es einige. "Wolle Se en Wasserweck, en Paarweck, en Spitzweck, en Milchweck, e Hörnche, e Wickelche oder en Roseweck?"

 

Um Ihnen aus solch mißlicher Lage zu helfen und den ungetrübten Genuß rund um den Wein zu garantieren, hier einige gebräuchliche "Meenzer" Wortschöpfungen, denen Sie in der Weinstube begegnen werden:

 

 

Wein

Schoppe:

Mainzer Maßeinheit für einen halben Liter Wein.

 

Halbe:

Der Halbe ("Halwe" gesprochen) ist die Abkürzung für einen "Halwe Schoppe". Er wird in Halblitergläsern, "Schoppegläser" oder auch "Meenzer Stange" genannt, in Alt-Mainzer Weinstuben ausgeschenkt und bedeutet einen Viertelliter Wein.

 

Piffche:

Kleinste Mainzer Maßeinheit (0,1-Liter-Glas); "e Piffche" bedeutet: Der Inhalt ist so gering, daß das Weinvergnügen so kurz ist wie ein Pfiff.

 

Schoppestecher:

Weintrinker, der gerne seinen "Schoppe" trinkt.

 

Woi:

Wein in jeder Qualität.

 

Fleischworscht:

Die typische Mainzer Wurst, wird kalt oder gekocht serviert.

 

Weck, Worscht und Woi:

Das "ganzjährige Nationalgericht" der Mainzer. Deftig, einfach, gut.

 

Racheputzer:

Bezeichnung für einen unharmonischen Wein.

 

Nackisch Worscht:

Mettwurst, bei der die Haut schon abgepellt ist.

 

Hausmacher Worscht:

Wurstteller oder Platte mit Fleischmagen, Blut- und Leberwurst belegt; in Hausschlachtung hergestellt.

 

Handkees mit Musik:

Die Mainzer Käsespezialität. Handkäse, der in der Regel in Essig, ÖI und Zwiebeln eingelegt wird und nach dem Genuß zu "Musik" führen kann.

 

Spundekees:

Käsespezialität, wird zum Wein gegessen und meistens mit Brezeln serviert.