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Mit dem Fahrrad durch den Großstadtdschungel - eine ständig wachsende Herausforderung

Die Anhängerschaft der Radler unter uns wächst. Zum einen gibt es immer mehr Radfahrer, die sich mit dem Rad in ihrer Freizeit aufmachen und die Natur erkunden wollen, sich Radwanderrouten austüfteln und sogar ganze Städte und Länder dabei auf diese Weise befahren wollen. Andere wiederum suchen neben dem Auto nach umweltfreundlichen Alternativen zur Fortbewegung, um täglich im Großstadtdschungel und Verkehrschaos glimpflich und pünktlich von A nach B zu kommen. Wieder andere möchten sich einfach nur in ihrer Freizeit körperlich betätigen und frische Luft beim Radeln mit der ganzen Familie an Wochenenden genießen können.

 

Das Radeln ist wieder in Mode geraten und dementsprechend vielfältig ist das Angebot an unterschiedlichen Radmodellen. Vom einst tot-geglaubten Klapprad, über dem Retro-Shopper-Rad, bis hin zum hochmodernen Mountainbike, dem Rennrad für die Pisten und Straßen und dem Herren- oder Damenrad und dem Hollandrad. Die Radfahrer erobern den Straßenverkehr und zwangsläufig kommt es immer wieder zu Konfrontationen unterschiedlichster Form zwischen allen Teilnehmern im Straßenverkehr selbst. Ein rücksichtsvolles Verhalten und angelehnt der dafür vorgesehenen Gesetzesregelung sollten ausreichen, um sich zu frei und ungezwungen als Radler auf deutschen Straßen bewegen zu können. Doch was darf man als Radler und was nicht und wie muss ich mich richtig verhalten?

 

Radfahrer

Radfahrer – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Wo darf das Rad abgestellt werden?

Grundsätzlich gibt es keine Parkverbote für Fahrräder. Allerdings sollte man beim Abstellen des Rades dennoch so einiges berücksichtigen. Denn stellt man das Rad auf Gehwegen ab oder auf öffentlichen Plätzen, können Kommunen und Städte gesetzlich dagegen vorgehen und womöglich Bußgelder abverlangen. Auch ein Radler muss sich an gewisse Vorschriften und Regeln halten. Wo Räder parken dürfen und wo nicht, darüber sollte man sich der Einfachheit halber kurz schlau machen. Denn wir kennen dies im Zuge der Deutschen Bürokratie und Kleinlichkeit: Letztlich soll, wie alle gesetzgeberischen Maßnahmen, auch das Verkehrsrecht eine Verkehrserziehung bewirken. Alle Teilnehmer am Straßenverkehr in Deutschland sind hierbei betroffen. Egal ob Radfahrer, Mopedfahrer, Motorradfahrer, Rollstuhlfahrer und Autofahrer und Co. Ein angemessenes und rücksichtsvolles Miteinander sollte hier möglich sein und wird von allen Teilnehmern vorausgesetzt.

 

Münster - die Fahrradstadt wehrt sich

Dass Münster als Radstadt gilt, weiß man. Denn besonders durch die Begebenheiten der Stadt an sich, durch die Ebenerdigkeit und auch der Zunahme der Studenten vor Ort, gilt Münster als Paradebeispiel für das Miteinander im Straßenverkehr. Verkehrsplaner müssen generell heutzutage immer häufiger den Wandel innerhalb der Fortbewegungsart und der veränderten Form dessen ihre Planungen anpassen. Und selbst Städte wie Münster, die schon seit Jahrzehnten mit dem Radverkehr zu tun haben, müssen immer wieder neu umdenken und handeln. In der Fahrradhauptstadt Münster werden schätzungsweise rund 40 Prozent der Fahrten im Alltag per Fahrrad getan. Mit 450 Kilometern Radwegenetz gilt diese Stadt als Vorbild und Paradebeispiel. Doch auch in Münster hängen die Glocken schief, denn nicht alle Radler respektieren ebenso vorbildlich andere Verkehrsteilnehmer wie Autofahrer und Fußgänger. Das rasen Radrowdys mal eben an Fußgängern über Gehwegen vorbei und stoßen nicht selten mit ihnen zusammen: Oder sie schneiden Straßenkreuzungen, um so der roten Ampel entgehen zu können und mehr. Die Stadt wehrt sich zunehmend gegen den Radtourismus in eigener Sache und handelt massiv. Kontrollen bei Radlern werden empfindlich nachgegangen und Vergehen mit Geldstrafen verfolgt. Selbst das Einschalten des Lichts ist bei Dunkelheit und Dämmerung Pflicht und wurde bei Kontrollen bei Nichteinhaltung empfindlich bestraft. Auch die Alkoholkontrollen bei Radlern sei gestiegen. Denn auch hier scheint sich laut Experten eine Art Gleichgültigkeit unter Radlern einzuschleichen. Denn Alkohol am Rad kann den Führerschein kosten. Dennoch scheint für die Münsteraner Studenten und Co. das Fahrrad nach wie vor eine sinnvolle Alternative zum Gebrauchtwagen zu sein.

 

Radweg oder Gehweg?

Es gibt auf Deutschlands Straßen eine ganz klare Regelung für Radfahrer: Auf allen Straßen kann gefahren werden, entgegen der Fahrtrichtung in Einbahnstraßen ebenso wie beim Autofahren jedoch nicht und erst recht nicht auf Gehwegen, wenn Radwege vorhanden und ausgeschildert sind. Fährt man als Radler entgegen der Fahrtrichtung auf Gehwegen ist dies ebenso unzulässig, wie das gleiche auf Radwegen zu tun. Und: Mal eben kurz der roten Ampel entgehen zu wollen und dafür auf den Gehweg zu fahren kann richtig teuer werden und ist zudem auch für alle Verkehrsteilnehmer richtig gefährlich: Denn eines sollte man grundsätzlich auch als Radler auf den Straßen nie vergessen: Man ist nie allein im Verkehr und sollte auch Fußgänger wie Verkehrsteilnehmer immer berücksichtigen und respektieren. Das Rad gilt nach wie vor als eine der zuverlässigsten alternativen Fortbewegungsmittel in puncto Umweltfreundlichkeit und selbst Steigungen und lange Strecken lassen sich mit heutigen hochmodernen E-Bikes prima bewältigen.

 

7. März 2020     >> Zurück zum Archiv

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