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Reisen mit Handicap – Die besten Reiseziele in Deutschland

27. Oktober 2020

 

Ein körperliches Handicap erschwert den Alltag. Für uns alle gilt es, sowohl real existente als auch sinnbildliche Barrieren zu beseitigen und Menschen mit Behinderung ein gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen. Auch ein Urlaub ohne Hindernisse ist für Menschen mit Beeinträchtigung ein wichtiger Aspekt. Wir berichten über die besten barrierefreien Reiseziele in Deutschland und warum Barrierefreiheit so wichtig ist.

 

Rollstuhlrampe

Rollstuhlrampe – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Was ist eigentlich barrierefrei?

Barrierefreiheit definiert sich als Möglichkeit für Menschen mit Behinderung am kulturellen und politischen Leben, der Arbeitswelt und der Freizeit ohne Hindernisse teilhaben zu können. Dabei verstehen viele darunter Rollstuhlrampen, rollstuhlgerechte Fahrzeuge oder verbreiterte Türen, jedoch sind dies nur die offensichtlichen Maßnahmen. Barrierefreiheit bedeutet auch, dass es zum Beispiel Menschen mit eingeschränkter Sehkraft möglich ist, Informationsmaterial etwa einer Behörde oder in einem Museum zu verstehen, es muss also in entsprechenden audiovisuellen Formen angeboten werden. Eine Präsentation sollte durch einen Gebärdensprachdolmetscher ergänzt werden, der für gehörlose Menschen übersetzt. Barrierefreiheit hilft allen und ist nicht nur gut, sondern auch Gesetz, denn das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) sieht sie zumindest für staatliche Institutionen zwingend vor. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch von Stadt zu Stadt unterschiedlich und hier gibt es verschiedene Metriken, um die „besten“ zu finden.

 

1. Berlin

„Berlin ist für alle“ ist das Motto, an dem die Hauptstadt seit Jahren arbeitet. Zahlreiche Einkaufszentren und Attraktionen in der Stadt sind weitestgehend barrierefrei und auch im internationalen Vergleich hat Berlin die Nase vorn. Der Berlin-Guide zeigt, dass die schönsten Seiten der Stadt auch mit Handicap ein Erlebnis sind und aufgrund seiner bewegten Vergangenheit ist kaum eine deutsche Stadt so kulturell farbenfroh wie Berlin. 2013 gewann die Stadt den europäischen „Access City Award“ und hat seitdem keine Kosten und Mühen gescheut, diesem Status gerecht zu bleiben.

 

2. Düsseldorf

Zwar gewann die Stadt am Rhein noch keinen internationalen Preis für seine Barrierefreiheit, jedoch bemüht sie sich seit 2010 speziell darum, besonders viel für die Gleichstellung zu erreichen. In einem umfassenden Konzeptpapier entwickelte das Düsseldorfer Stadtmarketing ein Nachschlagewerk um die Stadt zu transformieren. Bereits jetzt sind alle Gehwege abgesenkt, die Rheinbahn bietet einen Begleitservice an und auch Stadtführungen gibt es in audiovisueller Form. Selbst dort, wo aufgrund des Ortsbildschutzes keine Umbauten erlaubt sind, werden mobile Rampen zur Verfügung gestellt.

 

3. Köln

Die Domstadt Köln erreichte 2011 den zweiten Platz beim Access City Award und auch hier gibt es ein Konzept zur Barrierefreiheit. Die Stadt ist stolz besonders auf ihr breites Angebot an Eingliederungshilfen und die Vielzahl an Vereinen, die die Interessen vieler Kleingruppen vertritt. Natürlich darf hier ein Besuch des Kölner Doms nicht ausbleiben und die weltberühmte Kathedrale lässt sich nicht nur anschauen, sondern auch anfassen. Reliefbücher helfen sehbehinderten Menschen, die Pracht des Bauwerkes und der darin aufbewahrten Schätze zu bestaunen.

 

Kölner Dom

Kölner Dom – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

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