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Revision oder Berufung im Strafprozess: Wo liegen die Unterschiede?

27. Juli 2023

 

In einem Strafverfahren hat der Angeklagte die Möglichkeit, das gegen ihn ergangene Urteil durch Rechtsmittel anzufechten, insbesondere durch Berufung und Revision. Diese beiden Methoden dienen der Anfechtung des Strafurteils, unterscheiden sich aber in ihrem Zweck und ihren Auswirkungen auf das Verfahren. Um den Unterschied zwischen Berufung und Revision im Strafverfahren zu verstehen, lesen Sie den folgenden Artikel. Auf jeden Fall benötigen Sie immer einen fähigen Anwalt, wie Sie ihn auch auf dieser Seite finden.

 

Justitia

Justitia – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Die Berufung

Der Zweck der Berufung ist die Überprüfung der in der ersten Instanz getroffenen Entscheidung. Ein höheres Gericht führt diese Überprüfung durch (devolutive Wirkung). Gegen die Urteile des Strafrichters und der Schöffengerichte kann Berufung eingelegt werden (Artikel 312 der Strafprozessordnung). Die Berufung wird dann vom Landgericht oder der kleinen Strafkammer überprüft.

 

Das Hauptziel dieser Berufung besteht nicht darin, das Urteil kritisch auf Rechtsfehler zu prüfen, obwohl dies eine Folge sein kann. Stattdessen findet eine neue Hauptverhandlung statt. Zeugen, Sachverständige, Psychologen und andere, die zuvor beteiligt waren, werden erneut angehört. Ihre früheren Aussagen werden verglichen und auf Widersprüche überprüft. Außerdem können neue Beweise vorgelegt und geprüft werden.

 

Die Berufung muss innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe des Urteils eingereicht werden. Sie kann schriftlich oder zur Niederschrift bei der Gerichtskanzlei erfolgen. Die Berufung löst auch die aufschiebende Wirkung aus. Das bedeutet, dass das vom Bezirksgericht verhängte Urteil vorübergehend ausgesetzt wird, bis eine endgültige Entscheidung über die Berufung getroffen wird. Erst dann kann eine Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vollstreckt werden.

 

Die Revision

Die juristische Revision ist ein wesentlicher Bestandteil des Rechtssystems in vielen Ländern. Sie bezieht sich auf den Prozess, bei dem ein höheres Gericht ein Urteil oder eine Entscheidung eines unteren Gerichts überprüft, um die Rechtmäßigkeit, Richtigkeit und Fairness des Urteils zu bewerten. Die Revision spielt eine entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass die Rechtsprechung korrekt angewendet wurde und keine grundlegenden Fehler oder Ungerechtigkeiten vorliegen.

 

In der Regel können die Parteien einer Rechtsstreitigkeit nach einem erstinstanzlichen Urteil oder einer Entscheidung eines unteren Gerichts Berufung einlegen und eine Überprüfung durch ein höheres Gericht beantragen. Die höheren Gerichte prüfen dann das Verfahren, die Beweise und die angewandten Rechtsnormen, um sicherzustellen, dass das Urteil keine Verfahrensfehler aufweist und dass das Recht korrekt angewendet wurde.

 

Die Revision trägt dazu bei, die Rechtssicherheit zu gewährleisten und eine einheitliche Rechtsprechung zu fördern. Sie ermöglicht es auch den Parteien, auf mögliche Fehlurteile zu reagieren und sicherzustellen, dass ihre Rechte angemessen geschützt werden. Während die Revision keine neue Tatsachenbewertung durchführt, ist sie ein wichtiger Schritt, um Fehler zu korrigieren und das Vertrauen in das Justizsystem zu stärken. Allerdings ist zu beachten, dass die Möglichkeit der Revision je nach Land und Rechtssystem variieren kann, und es können bestimmte Fristen und Verfahren eingehalten werden müssen, um eine Revision anzufechten.

 

Was unterscheidet die Revision nun von der Berufung?

Eine Berufung und eine Revision unterscheiden sich dadurch, dass bei einer Revision nicht der gesamte Fall neu aufgerollt wird, sondern dass der Schwerpunkt darauf liegt, das vorherige Urteil auf Rechtsfehler zu überprüfen. Die entscheidende Frage ist, ob das Gericht in Ihrem Fall gegen Verfahrensvorschriften verstoßen oder das Recht falsch angewandt hat. Es gibt keine neue Beweiserhebung oder wiederholte Befragung von Zeugen vor dem Richter, der das ursprüngliche Urteil gefällt hat.

 

In den meisten Fällen wird das Revisionsverfahren ausschließlich durch schriftliche Verfahren durchgeführt. Dies ermöglicht es Ihnen, einen Anwalt Ihrer Wahl zu beauftragen, unabhängig davon, wo Sie sich befinden. Angesichts der strengen formalen Anforderungen für eine Revision ist es ratsam, einen Spezialisten für Revisionen mit der Bearbeitung Ihres Falles zu beauftragen. Im Strafrecht ist die Revision eine der anspruchsvollsten Aufgaben und dient als letzter Rechtsbehelf, um Ihre Verurteilung zu verhindern.

 

Und schließlich wäre da noch die Sprungrevision...

Im Rechtssystem gibt es die Möglichkeit einer Sprungrevision. Diese Art der Revision ermöglicht es Einzelpersonen, das Bezirksgericht zu umgehen und ihren Fall direkt dem übergeordneten Landgericht vorzulegen, wenn die Fehler im Urteil offensichtlich sind. Dies kann eine wertvolle Option sein, um Zeit, Energie und Kosten für den Beschwerdeführer zu sparen.

 

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