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Was tun bei Verdacht auf Unterhaltsbetrug?

16. Februar 2024

 

Wenn eine Beziehung endet und einer der Partner seinen Lebensunterhalt nicht oder nur begrenzt selbst bestreiten kann, besteht ein Recht auf Unterhalt. Das gilt umso mehr, wenn minderjährige Kinder im Haushalt leben. Einige Menschen versuchen jedoch, sich vor ihrer Pflicht zur Unterhaltszahlung zu drücken, indem sie Unterhaltsbetrug begehen. Was genau hierunter zu verstehen ist und wie sich Betroffene vor einem solchen Betrug schützen können, veranschaulicht dieser Artikel.

 

Kind spart

Minderjährige Kinder und solche in Ausbildung haben einen Anspruch auf Unterhaltszahlung, wenn die Eltern sich trennen.. – Bild von Oleksandr Pidvalnyi auf Pixabay

 

Was ist Unterhaltsbetrug?

Es gibt unterschiedliche Formen von Unterhalt, bei denen jeweils andere Betrugsarten vorliegen können. Typisch sind der Ehegatten- oder Trennungsunterhalt und der Kindesunterhalt. Ersterer steht Ex-Partnern zu, wenn diese nach dem Scheitern einer Ehe nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, oder der Ex-Partner deutlich mehr verdient. Diese Unterhaltsform wird bis zur Scheidung gezahlt, danach muss gegebenenfalls ein nachehelicher Ehegattenunterhalt beantragt werden.

 

Der Kindesunterhalt steht den eigenen Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr zu. Befindet sich das Kind in einer Ausbildung oder einem Studium, kann der Anspruch sogar bis zum 25. Lebensjahr ausgedehnt werden. Zahlungspflichtig ist der Elternteil, bei dem das Kind nicht dauerhaft lebt. Hier wird zwischen einem sogenannten Naturalunterhalt und einem Barunterhalt unterschieden. Den Naturalunterhalt erhalten die Kinder von dem Elternteil, bei dem sie wohnen, den Barunterhalt von dem jeweils anderen Elternteil.

 

Ein Unterhaltsbetrug liegt vor, wenn ein zahlungspflichtiger Ex-Partner versucht, seiner Pflicht zur Unterhaltszahlung auf unrechtmäßige Weise zu entgehen. Das kann dadurch geschehen, dass er seine Einkünfte niedriger darstellt, als sie tatsächlich sind oder die ausstehenden Beträge einfach nicht zahlt. Da viele Betroffene auf das Geld angewiesen sind, müssen sie Maßnahmen ergreifen, um sich vor einem solchen Unterhaltsbetrug zu schützen.

 

Beweise sammeln

Um gegen einen Unterhaltsbetrug vorgehen zu können, müssen Betroffene diesen erst einmal nachweisen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Beweise zu sammeln. So können sich die Ex-Partner beispielsweise über die finanzielle Situation des Unterhaltspflichtigen informieren, indem sie etwa Bankauszüge prüfen, auf bisherige Einnahmen verweisen oder Zeugenaussagen von Arbeitgebern oder anderen Drittparteien einholen.

 

Häufig ist es für die Betroffenen selbst jedoch schwierig, an die notwendigen Informationen und Beweise zu kommen. Immerhin sind ihre Ex-Partner ihnen gegenüber häufig sehr wachsam und wollen um jeden Preis vermeiden, dass ihr Unterhaltsbetrug auffliegt. In einem solchen Fall kann es sich anbieten, mit einem Detektiv einer professionellen Agentur wie der Detektei Nürnberg zusammenzuarbeiten. Einschlägige Detekteien kennen sich in Sachen Unterhaltsbetrug hervorragend aus und wissen genau, an welchen Stellen sinnvolle Informationen zu finden sind. Eine solche Detektei arbeitet ausschließlich mit professionellen und erfahrenen Detektiven zusammen, die diskret und zielführend vorgehen.

 

Eine besondere Stärke solcher Detekteien ist das Sammeln gerichtsfester Beweise. Es bringt nämlich nichts, wenn Beweise auf illegale Weise gewonnen wurden, weil sie dann vor Gericht nicht eingesetzt werden dürfen. Außerdem haben professionelle Detektive andere Möglichkeiten als Privatpersonen, da die Ex-Partner sie nicht kennen und nicht so schnell Verdacht schöpfen, wenn sie ihren Recherchen nachgehen.

 

Rechtsanwalt

Ein Rechtsanwalt kann Menschen, die unter einem Unterhaltsbetrug leiden, auf vielfältige Weise helfen. – Bild von espartgraphic auf Pixabay

 

Einen Rechtsanwalt einschalten

Sobald Beweise für einen Unterhaltsbetrug vorliegen, ist es empfehlenswert, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden, der auf Familienrecht spezialisiert ist. Dieser kann die gesammelten Beweise auswerten und einschätzen, wie am besten mit diesen zu verfahren ist. Er bietet Betroffenen eine umfassende und klar verständliche Beratung. Hierbei erläutert er ihnen, welche Vorgehensweise sich in ihrem individuellen Fall anbietet, um erfolgreich gegen den Unterhaltsbetrug vorzugehen.

 

Ein Rechtsanwalt vertritt seine Mandanten zudem vor Gericht. Die meisten von einem Unterhaltsbetrug Betroffenen kennen sich mit den juristischen Gepflogenheiten nicht aus und möchten ihren Ex-Partnern häufig nicht unbedingt persönlich gegenübertreten. Ein Rechtsanwalt übernimmt daher die gesamte juristische Vertretung und erledigt alle Aufgaben, die im Rahmen der Gerichtsverhandlung anfallen. Das gilt nicht zuletzt für den Schriftverkehr mit dem Gericht und dem unterhaltspflichtigen Ex-Partner. Hier müssen nämlich bestimmte Formulierungen genutzt werden, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Betroffene wissen sich somit in professionellen und erfahrenen Händen.

 

Unterhaltsvorschuss beantragen

Bis ein endgültiges Urteil in Bezug auf den Unterhalt gefällt wurde, vergeht häufig viel Zeit. In der Regel haben Betroffene nicht die Option, solange auf das Geld zu warten, da sie es zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts und für die Versorgung der Kinder benötigen. Deswegen gibt es die Möglichkeit, einen Unterhaltsvorschuss zu beantragen. Dieser wird Betroffenen vom Staat gewährt, damit diese ihren Alltag bestreiten können, bis sie den eigentlichen Unterhalt von ihrem Ex-Partner erhalten.

 

Ein solcher Unterhaltsvorschuss muss ausdrücklich beantragt werden und wird üblicherweise zeitnah bewilligt. Die Höhe des Vorschusses hängt vom Alter des Kindes ab. Bis zum 6. Geburtstag werden seit dem 1. Januar 2021 174 € monatlich gezahlt, bis zum 12. Geburtstag 232 € und bis zum 18. Geburtstag 309 €. Zudem kümmert sich das Amt darum, die gezahlten Gelder vom unterhaltspflichtigen Ex-Partner einzutreiben. Somit haben Betroffene eine zusätzliche Unterstützung an ihrer Seite.

 

Zuständige Behörden einschalten

Sobald ein Verdacht auf Unterhaltsbetrug besteht oder sogar bewiesen werden kann, ist es empfehlenswert, sich an die zuständigen Stellen zu wenden. Das Jugendamt hilft beispielsweise dabei, wenn ein Kindesunterhalt nicht gezahlt wird. Beim Trennungsunterhalt ist das Familiengericht zuständig. Zudem kann man die Polizei einschalten, da es sich bei Unterhaltsbetrug nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um einen schwerwiegenden Betrug handelt.

 

Es ist wichtig, dass sich Betroffene mit den geltenden Regelungen in ihrer Region beschäftigen. Es gibt nämlich örtliche Gesetze und Verfahren, die bei einem Unterhaltsbetrug greifen und berücksichtigt werden müssen. Je besser man sich mit diesen unterschiedlichen Gegebenheiten auskennt, desto schneller und effizienter kann man reagieren und desto eher bekommt man seinen Unterhalt. Bevor man also eine Klage gegen den säumigen Unterhaltszahler in die Wege leitet oder anderweitig aktiv wird, sollte man eine intensive Recherche durchführen oder sich umfassend beraten lassen.

 

Fazit: in jedem Fall behutsam vorgehen

Wenn ein Verdacht auf Unterhaltsbetrug vorliegt, sollten Betroffene einen kühlen Kopf bewahren und behutsam vorgehen. Es ist wichtig, gerichtsfeste Beweise zu sammeln, um den Unterhaltsbetrug tatsächlich nachweisen zu können. Außerdem ist es notwendig, sich auf die Bürokratie einzulassen, die beispielsweise mit der Zusammenarbeit mit einer Detektei und einem Rechtsanwalt oder mit der Beantragung eines Unterhaltsvorschusses einhergeht. So setzen Betroffene ihr Recht durch und bekommen letztlich das Geld, dass ihnen zusteht.

 

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