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Was versteht man unter Betrieblichem Gesundheitsmanagement?

8. April 2022

 

Ein Unternehmen kann mehrere Maßnahmen treffen, um die Unternehmenskultur und das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter während der Arbeit zu verbessern und zu stärken. Auch die Gesundheit aller Mitarbeiter sollte von der Unternehmensleitung im Fokus stehen – nur wenn sie gesund sind, können sie auch Leistung erbringen. Andernfalls fehlt unter Umständen immer wieder wichtiges Personal.

 

Zu diesem Zweck wurde das betriebliche Gesundheitsmanagement ins Leben gerufen. Doch was ist das genau? Was kann man sich darunter vorstellen? Sehen wir uns das nachfolgend genauer an.

 

Schutzkleidung bei der Metallbearbeitung

Schutzkleidung bei der Metallbearbeitung – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Was ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement genau?

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement wurde auf drei Säulen aufgebaut:

 

Der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz

Mit dem Arbeitsschutzgesetz als Grundlage werden beim Arbeits- und Gesundheitsschutz alle notwendigen Schutzziele für Mitarbeiter definiert und gestaltet, um jegliche Gefährdungen zu vermeiden oder so weit wie möglich zu reduzieren. Bei den sogenannten Gefährdungsbeurteilungen durch entsprechendes Fachpersonal werden dabei technische, bauliche und psychische Gefährdungen ermittelt und dazu entsprechende Maßnahmen erfasst. Dies ist für Arbeitgeber laut Gesetz ein Muss und kann nicht ausgelassen werden.

 

Das betriebliche Eingliederungsmanagement

Erkrankte Mitarbeitende, die erst nach langer Zeit wieder in ihren Job zurückkehren können, sollen durch das betriebliche Eingliederungsmanagement bei diesem Schritt unterstützt und geführt werden. Die Rückkehr erfolgt langsam und schrittweise, um eine Überforderung zu vermeiden. Dazu wird zum Beispiel die Arbeitszeit erst nach und nach erhöht und nicht sofort wieder in Vollzeit eingestiegen.

 

Obwohl das betriebliche Eingliederungsmanagement für Arbeitgeber gesetzlich vorgeschrieben ist, müssen Mitarbeiter daran nicht teilnehmen – es ist vollkommen freiwillig.

 

Die betriebliche Gesundheitsförderung

Die betriebliche Gesundheitsförderung ist besonders wichtig, denn dazu gehören alle Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit von Mitarbeitern. Es kann sich dabei um Ernährungsberatung, sportliche Kurse, Massagen, Arbeitsgruppen oder sogar Suchtprävention handeln. Allerdings steht es den Arbeitgebern frei, solche Angebote für die Mitarbeiter zu erstellen.

 

Die drei Säulen sollen alle gemeinsam die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter beeinflussen und natürlich bestenfalls optimieren. Alle dazugehörigen Maßnahmen werden stets an das Unternehmen und die dortigen Begebenheiten angepasst und von den Führungskräften gesteuert. Jedoch können auch Mitarbeitende in der Regel Einfluss auf die verschiedenen Maßnahmen nehmen.

 

Was gehört noch dazu?

Weitere wichtige Themen, die insbesondere beim Aufbau des Betrieblichen Gesundheitsmanagement aufgenommen werden, sind folgende:

  • Gesundheitsgerechte Unternehmenskultur
  • Personalmanagement und -entwicklung
  • Organisationsentwicklung
  • Mitarbeiterbeteiligung
  • Mitarbeiterorientierte Führung
  • Work-Life-Balance
  • Diversity (Förderung der Vielfalt)

 

All diese Themen tragen bei Berücksichtigung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement dazu bei, die Teamgesundheit zu erhalten, zu fördern und so alle eventuellen Probleme in dieser Hinsicht zu vermeiden oder schneller zu lösen.

 

Wozu gibt es das Betriebliche Gesundheitsmanagement?

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement wurde konkret eingeführt, um unter anderem folgende Vorteile zu erhalten:

  • Gesunde Mitarbeiter, die entsprechend notwendige Leistung erbringen können
  • Weniger Ausfälle wegen kranken Mitarbeitern
  • Motivations- und Produktivitätssteigerung, einhergehend mit besserer Qualität
  • Mitarbeiter langfristig halten und ein besseres Betriebsklima erwirken
  • Als Top Arbeitgeber angesehen werden und ggf. neues Personal zu finden

 

Denn: Geht es den Mitarbeitern gut, leisten sie auch viel. Davon profitiert ein Unternehmen natürlich maßgeblich. Daher stehen auch die Mitarbeiter und ihre jeweilige Geschichte dabei im absoluten Fokus – um maßgeschneiderte Lösungen für jeden einzelnen zu finden.

 

Wie erfolgt der Aufbau des Betrieblichen Gesundheitsmanagements?

Wie erwähnt können auch die Mitarbeiter selbst an den Maßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagements mitwirken und Einfluss nehmen. Bei dessen Aufbau sollten daher unbedingt Befragungen gemacht und ausgewertet werden, um deren Hinweise und Anregungen mit aufzunehmen.

 

Wichtig ist jedoch zunächst, die Ist-Situation des Unternehmens festzustellen. Welche Angebote stellt der Arbeitgeber den Mitarbeitern bereits zur Verfügung und wie gut werden diese angenommen, was fehlt darunter noch und was ist verbesserungswürdig? Es erfolgen also zahlreiche Analysen.

 

Auf deren Basis werden anschließend alle konkreten Ziele definiert, die mithilfe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements erfüllt werden sollen. Nur dann kann auch ein breites Spektrum an geeigneten Maßnahmen und Angeboten für die Mitarbeiter erarbeitet und umgesetzt werden – wenn die Ziele des Unternehmens sowie die Anregungen der Mitarbeiter gemeinsam verarbeitet und genutzt werden.

 

Was kann den Mitarbeitern beispielsweise angeboten werden?

Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements werden den Mitarbeitern meist folgende Angebote gemacht:

  • Sie erhalten eine Sozial- bzw. Arbeitspsychologische Betreuung.
  • Es gibt einen Betriebsarzt, der Ansprechpartner für alle ist.
  • In regelmäßigen Mitarbeitergesprächen und Umfragen erhalten sie die Möglichkeit für ausführliches Feedback.
  • Die Personalabteilung stellt Beratungstermine zur Verfügung.
  • Es werden Mitarbeiterfeste und Events zur Teamentwicklung organisiert.
  • Im Unternehmen oder in der Nähe können Mitarbeiter an Sportkursen teilnehmen.

 

Auch die Möglichkeit, beispielsweise in einer Kantine gutes Essen kaufen zu können, gehört dazu. Die Liste kann natürlich auch erweitert werden, schlussendlich ist es aber vom Arbeitgeber abhängig, was er seinen Mitarbeitern tatsächlich anbietet und zur Verfügung stellt.

 

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