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Wer gut leben möchte, sollte gut wohnen

Wer gut leben möchte, sollte zunächst einmal gut wohnen. Mit dem Raumklima sind somit die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden verbunden. Die Wortherkunft des Begriffes wohnen gibt dafür das alles entscheidende Indiz, welches abgeleitet vom althochdeutschen Wort wonên so viel wie zufrieden Sein bedeutet.

 

Schlafzimmer

Schlafzimmer – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

In Verbindung mit dem räumlichen Lebensmittelpunkt ist im Recht das Wohnen als angelegte Häuslichkeit verankert, die eine Eigengestaltung der Haushaltsführung beinhaltet. Neben einem Rückzugsraum abseits äußerer Kontrolle ist die feste Behausung ein Ort zum Schutz vor Witterung und zum Lagern der Nahrungsmittel, der zudem einen Platz zum Schlafen und zur Körperpflege bietet. In diesem Zusammenhang steht das Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit im Vordergrund und muss dementsprechend gesund und behaglich sein. Betrachtet man das Klima und den Wohnungsmangel in deutschen Großstädten so kann von einem gesunden Lebensumfeld teilweise gar nicht mehr die Rede sein. Neben Chemikalien, welche oft das Raumklima beeinflussen, ist es oftmals ein beträchtlicher Lärmpegel, der die Gesundheit der Bewohner auf Dauer belastet. Dementsprechend heiß begehrt sind Wohnanlagen, Häuser und Wohnungen, die einerseits familienfreundlich und zudem natürlich und gesund sind.

 

Berlin, die Hauptstadt der Wohnungssuchenden

Glaubt man den Statistiken, so ist Berlin nicht nur die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und mit 3,5 Millionen Einwohnern größte Stadt dieses Landes, sondern auch die Hauptstadt der Wohnungssuchenden. Berlin mit einer Fläche von rund 892 Quadratkilometern gliedert sich in zwölf Bezirke, von denen die wohnungsreichsten Pankow, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf sind. Den knapp 325.000 zur Verfügung stehenden Wohngebäuden (Stand 2017) steht eine Anzahl von rund 1,93 Millionen Wohnungen zur Verfügung, die somit bewohnt sind oder nicht.

 

Laut dem Mietspiegel der Stadt beläuft sich die Anzahl der Wohnungssuchenden in Neukölln, also der Stadtmitte, auf rund 836 Interessenten pro Wohnung. Die geringste Anzahl an Interessenten findet sich demnach in Adlershof und Tegel mit rund 178 Suchenden pro Wohnung. Im Durchschnitt beläuft sich die Anzahl somit auf circa 400 Personen pro Wohnung in Berlin. Im Vergleich dazu spiegelt sich dieses Bild auch in anderen Ballungsgebieten, wie dem Ruhrgebiet wieder, welches allein in Nordrhein-Westfalen zusätzlich circa 400.000 neue Wohnungen benötigt.

 

Betrachtet man die Mietpreise pro Quadratmeter in Berlin so sind diese im 2. Quartal 2019 mit 9,57 Euro/ Quadratmeter gegenüber dem ersten Quartal mit 9,91 Euro/Quadratmeter zwar rückläufig, dennoch im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres um 1,5 Prozent erhöht.

 

Der Wohnungsmarkt Berlins im Vergleich

Der Berliner Wohnungsmarkt im Vergleich bietet neben Altbauten, Neubauten und Plattenbauten, eine Fülle von Möglichkeiten, die sich in den unterschiedlichen Bezirken, auch Kiez genannt, unterschiedlich äußern. Das alles Entscheidende ist die Lage des Bezirkes, die verzweifelten Mietsuchenden oft vor große Hindernisse stellen. Mit dem 2015 verabschiedeten Mietrechtsnovellierungsgesetz (MietNovG) sollte zwar eine Abhilfe in Form einer Mietpreisbremse geschaffen werden, die nach Aussage der Berliner aber nur unzureichend funktioniert.

 

Neben der großen Konkurrenz auf dem bestehenden Wohnungsmarkt ist es demnach schwierig, seine eigene Traumwohnung zu finden, was somit abseits der Definition von modernem und gesundem Wohnen steht. Der zusätzliche Stress mit dem die Bevölkerung konfrontiert wird, wirkt sich somit nicht nur auf den Einzelnen aus, sondern ist ein unzumutbarer Zustand, der die Menschenrechte (Artikel 12, 25 und 28) zum Wohle Einzelner zunehmend untergräbt.

 

10. Oktober 2019     >> Zurück zum Archiv