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Wie der Tabak nach Deutschland kam – das ist seine Geschichte

30. März 2022

 

Rauchen ist heute längst gesellschaftsfähig geworden, Zigaretten sind in jedem Supermarkt erhältlich. Ob Pfeife, Zigarre oder Zigarette, all das gehört zum Standard. Lediglich in Innenräumen und Gaststätten wurde das Rauchen verboten, da Nichtraucher in besonderem Maß geschützt werden müssen. Aber wie entwickelte sich die Beliebtheit von Tabak eigentlich und woher kommt die Tradition des Rauchens?

 

Tabakpfeifen

Tabakpfeifen – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Columbus gilt als Entdecker des Tabaks

Jeder weiß, dass Christoph Columbus im Jahr 1492 versehentlich Amerika entdeckte. Eigentlich wollte er nach Indien reisen, doch dann waren es die Amerikaner, die er fand. Und dort entdeckte er auch die Besonderheit der Tabakpflanze. Bei der Erforschung der Insel Juana, die heute als Kuba bekannt ist, begegneten ihm Einwohner, die eine glühende Krautstange rauchten. Modernes Zigarettenpapier, wie heute, gab es damals noch nicht, gedreht wurde mit Blättern und anderen passenden Utensilien.

 

In späteren Jahren behaupteten viele Seefahrer, dass sie die Tradition des Tabakrauchens entdeckt hätten, doch bis heute wird diese Entdeckung Columbus zugeschrieben.

 

Der Weg nach Europa

Es ist das 16. Jahrhundert als in Portugal, Holland, Spanien und England Tabak erstmals nach Europa gebracht wurde. Von dort aus breitete sich die Nutzung schnell aus, zu Beginn des 17. Jahrhunderts war auch im deutschen Reich die Liebe zum Tabak entfacht. Von der heutigen Zigarette war man damals noch weit entfernt, die Tabakpflanze wurde pur oder kombiniert mit anderen Laubsorten geraucht. Für die arme Gesellschaft war die Einfuhr von Tabak ein Segen, denn sie stellten fest, dass das Rauchen den Hunger dämpfen konnte.

 

In Westeuropa erlangte man allgemein zur Auffassung, dass Tabak ein Heilmittel sei. Geraucht wurde also nicht nur aus gesellschaftlichen, sondern aus vermeintlich gesundheitlichen Gründen.

 

Die typische Zigarette

Es sollte bis zum 19. Jahrhundert dauern, bis der Vorläufer der heutigen Zigarette in Europa ankam. Die Idee stammte aus Mexiko, wo Tabakreste von Arbeiterinnen in Papier eingewickelt und geraucht wurden. Sie sollten nicht verschwendet werden. Diese kleinen Mini-Zigaretten konnte man damals in Mexiko-City kaufen und von dort gelangten sie schließlich nach Spanien und verbreiteten sich in Europa. In Frankreich erhielt die als Papelitos bezeichnete Rauchstange dann erstmals den Namen Zigarette.

 

Zum Zeitpunkt der Weimarer Republik entschieden sich die Menschen endgültig von der Pfeife und der Zigarre auf die Zigarette umzusteigen. Ihre einfache Handhabung ließ sich optimal in den Alltag integrieren. Pfeifenrauchen hingegen braucht eine erhebliche Vorbereitungszeit und so oblag dieser Rauchtrend den Reichen und Erfolgreichen, die sich mit niederen Arbeiten nicht beschäftigen mussten.

 

Im 19. Jahrhundert begann dann auch die flächendeckende Produktion von klassischen Zigaretten, die damals noch günstig an allen Ecken gekauft werden konnten. Insbesondere bei den Seefahrern waren jedoch Zigaretten mit Filter verpönt, stattdessen setzten die robusten Männer auf hochwertiges Zigarettenpapier, was sie zum Wickeln ihrer eigenen Rauchwaren nutzen. Bis heute ist dieser Trend geblieben, doch die Möglichkeiten haben sich verändert. Heute muss eine Tabakzigarette nicht mehr per Hand gedreht werden, denn es gibt Rollmaschinen, die für die perfekte Dicke und Konsistenz sorgen. Außerdem sind Filter erhältlich, mit denen verhindert werden kann, dass Tabak beim Rauchen direkt in den Mund gelangt.

 

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