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Wie funktionieren Kryptowährungen? Alles über das digitale Geld

2017 sowie auch 2018 haben Kryptowährungen, allen voran der Bitcoin, mit enormen Kurssteigerungen auf sich aufmerksam machen können. Die digitalen Währungen faszinieren Anleger, Experten wie aber auch Kritiker. Und auch wenn es den Bitcoin, die Mutter aller Kryptowährungen, schon mehr als ein Jahrzehnt gibt, so ist wohl dem Großteil nicht bekannt, wie das dahinter befindliche System tatsächlich funktioniert.

 

Bitcoin

Bitcoin – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Ein Blick hinter den Vorhang

Digitale Währungen, sogenannte Kryptowährungen (Cryptocurrency), stellen den Übergriff für virtuelles Geld dar. Hier handelt es sich sozusagen um digitales Zahlungsmittel. Eine der Besonderheiten? Für den Bezahlvorgang ist keine Bank erforderlich. Anstelle der Finanzinstitute gibt es ein dezentrales Netzwerk. Von den Netzwerkteilnehmern werden die Transaktionen verwaltet sowie neue Währungseinheiten generiert. Möglich wird das durch die sogenannte Blockchain-Technologie gemacht.

 

Die Blockchain („Block“ und „Kette“) ist ein „kollektives Buchführungssystem“. In den Datenblöcken befinden sich verschlüsselte Informationen über alle durchgeführten Transaktionen, die mit einer bestimmten digitalen Währung erfolgt sind. Die Blockchain fungiert also als Datenbank, deren Blöcke sich auf keinen zentralen Server befinden, sondern auf den Rechnern der Netzwerkteilnehmer, die sodann die Verwaltung vornehmen.

 

Jeder hat die Möglichkeit, Teilnehmer dieses Netzwerks zu werden. Man muss letztlich nur Rechnerleistung zur Verfügung stellen. Als Belohnung erhält man dann Währungseinheiten - also Coins bzw. Token (Münzen oder Wertmarken). Hier spricht man vom sogenannten Mining.

 

Wurde eine Transaktion in der Blockchain dokumentiert, so ist es nicht mehr möglich, eine Änderung vorzunehmen. Somit liegt eine tatsächliche Absicherung vor, sodass Manipulationen zu 100 Prozent ausgeschlossen werden können.

 

Währung oder Spekulationsobjekt?

Kann man eigentlich Coins der Kryptowährung IOTA kaufen und dann im Supermarkt seinen Einkauf bezahlen oder im Café seinen Espresso? Ja. Wobei an dieser Stelle gesagt werden muss, dass sich diese Form der Bezahlung noch nicht durchgesetzt hat. Denn einerseits gibt es nur wenige Akzeptanzstellen, andererseits werden Kryptowährungen nicht nur als Währung verstanden, sondern vielmehr auch als Spekulationsobjekt gesehen.

 

Wer der Meinung ist, Kryptowährungen als reguläres Bezahlsystem nutzen zu wollen, wird feststellen, dass es auch noch einen weiteren Punkt gibt, der dagegenspricht: der Wechselkurs. Der Kryptomarkt ist derart volatil, sodass man oft nicht mehr von Kursschwankungen reden kann, sondern vielmehr von Kursbeben. Das ist auch der Grund, warum gerne mit digitalen Währungen gehandelt wird. Doch die Volatilität ist nicht nur Segen - sie kann auch ein Fluch sein.

 

Chart

Chart – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Vom Allzeithoch zum Rekordabsturz

Mitte 2016 lag der Bitcoin im dreistelligen US Dollar-Bereich. So konnte man schon für 500 US Dollar einen ganzen Bitcoin bekommen. Anfang 2017 folgte dann erstmals der Sprung über die 1.000 US Dollar-Grenze. Zwölf Monate später, kurz vor Weihnachten, lag der Bitcoin bei über 19.000 US Dollar. Jedoch folgte dann der Absturz: Auf 10.000 US Dollar, wenig später auf 8.000 US Dollar und dann, Ende 2018, bewegte man sich nur noch bei 3.000 US Dollar.

 

Anfang 2019 folgte dann das Comeback. Auf einmal kletterte man über die 5.000 US Dollar-Marke - Ende Juni kratzte man an 14.000 US Dollar. Viele Experten und Analysten sahen den Bitcoin schon bei über 20.000 US Dollar. Doch mit dem Ende des Sommers folgte dann der Rückschlag: Der Bitcoin lag nur noch bei 6.500 US Dollar - die Geschichte hat sich, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie 2017, wiederholt.

 

Anfang Februar 2020 konnte der Bitcoin wieder die 10.000 US Dollar-Grenze überspringen. Das Halving, das für Mai 2020 erwartet wird, könnte den Preis gehörig nach oben treiben - stellt sich nur die Frage, ob und wenn ja, zu welchem Preis dann die nächste Korrektur folgt.

 

Der Blick in die Zukunft

Natürlich stellt sich auch die Frage, was die Zukunft bringen wird. Können sich Kryptowährungen durchsetzen und zum offiziellen Zahlungsmittel werden? Wie sieht es mit den weiteren Preisentwicklungen aus?

 

Es gibt bereits Prognosen, die den Bitcoin bei über 100.000 US Dollar sehen - doch ist das realistisch? Noch ist es kaum möglich zu sagen, wo sich die eine oder andere Kryptowährung in fünf oder zehn Jahren befinden wird. Jedoch kann man davon ausgehen, dass sie nicht mehr von der Bildfläche verschwinden.

 

17. Februar 2020     >> Zurück zum Archiv

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