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Wie hoch sind die Bauzinserwartungen für die kommende Zeit?

Zum ersten Mal seit 2018 sehen wir, dass die Banken ihre Zinssätze wieder erhöhen. Das hat alles mit den Folgen des Coronavirus zu tun. Wir erwarten, dass die Bauzinsen, sowohl die kurzfristigen als auch die Zehnjahreszinsen, in der kommenden Zeit weiter allmählich steigen werden. Das Ausmaß dieses Anstiegs ist aufgrund der Ausnahmesituation schwer vorhersehbar. Unten können Sie lesen, warum dies der Fall ist. Wenn Sie die niedrigen Zinssätze jetzt noch ausnutzen wollen, könnte ein Geschäftsabschluss eine gute Wahl sein.

 

Euro

Euro – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Die EZB

Das Coronavirus hat sich in sehr kurzer Zeit stark verändert. Die weltweit ergriffenen Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie haben grosse Auswirkungen auf die Wirtschaft. Sie beeinflusst auch die Entscheidungen der Zentralbanken. Um zu verhindern, dass sich die Korona-Krise zu einer großen Wirtschaftskrise ausweitet (wie wir 2008 gesehen haben), werden weitere Milliarden zur weiteren Stimulierung der Wirtschaft freigesetzt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dafür ein Notfallpaket von nicht weniger als 750 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat der Kauf von Staatsanleihen noch mehr an Dynamik gewonnen. Der Leitzinssatz der EZB liegt seit einiger Zeit bei 0% und der Einlagenzinssatz ist sogar negativ (etwa -0,5%). Das bedeutet, dass die Banken für das Geld, das sie bei der EZB hinterlegen, zahlen müssen. Dies geschieht, um sicherzustellen, dass die Banken weiterhin Ausgaben tätigen. Auf diese Weise hofft die EZB, der Rezession entgegenzuwirken. In einer "normalen" Welt würde dies zu niedrigeren Zinssätzen führen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

 

Die Hypothekenzinsen steigen. Ist das nicht unlogisch?

Wenn die Wirtschaft in einem schlechten Zustand ist, ergreifen die Zentralbanken Maßnahmen, um Geld billig zu machen. Wenn die Zinssätze niedrig sind, nehmen Menschen und Unternehmen mehr Kredite auf und geben mehr aus. Das ist gut für das Wirtschaftswachstum. Aber im Moment geht es um viel mehr. Die billigen Anleihen werden von Anlegern massenhaft gekauft. Sie suchen nach einem sicheren Hafen. Das kann zu einem leichten Anstieg der Zinssätze führen. Aber es ist noch mehr los. Die Banken sind unsicher geworden, ob alle Kredite zurückgezahlt werden und ob sie in Zukunft genügend billiges Geld bekommen können. Diese Unsicherheit schlägt sich in höheren Zinssätzen nieder.

 

Zwei Szenarien

Die Vorhersage von Zinsentwicklungen war schon immer ein schwieriges Geschäft. Kurz gesagt, Sie untersuchen langfristige makroökonomische Trends und erstellen eine Wettbewerbsanalyse der Akteure auf dem Hypothekenmarkt. Die Coronakrise wird als "Schwarzer Schwan" betrachtet. Dies ist ein Ereignis, das sehr unwahrscheinlich ist, aber eine unverhältnismäßig große Auswirkung hat. Diese Art von unwahrscheinlichen Ereignissen ist immer sehr unvorhersehbar. Dennoch zeigen wir Ihnen zwei mögliche Szenarien auf:

 

Szenario 1: Der lange Aufstieg

In diesem Szenario wird die Wirtschaft von der Korona-Krise hart getroffen. Wir treten in eine Rezession ein, aus der wir über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren langsam wieder herauskriechen. Die wirtschaftliche Unsicherheit nimmt nach und nach ab. Um die Wirtschaft anzukurbeln, pumpen die Zentralbanken immer wieder Geld in die Wirtschaft. In diesem Szenario bleiben die Zinssätze relativ niedrig, bis die Inflation wieder auf 2 % zurückgeht (der Zielzinssatz der EZB). Dies kann gerade einmal 10 Jahre dauern.

 

Bauzinsen

Quelle: Bauzinsen Verlauf von HypoChart

 

Szenario 2: Die Achterbahn

Die Achterbahn ist ein Szenario, in dem die Unvorhersehbarkeit groß bleibt. Beispiele dafür sind, dass das Coronavirus weiterhin jährlich auftritt, Trump wiedergewählt wird und immer extremere Maßnahmen ergreift oder das Brexit, das Chaos und Instabilität verursacht. Was auch immer die Zentralbank tut, wir können es nicht unter Kontrolle bringen. Wir können Japan als ein Land betrachten, das seit 20 Jahren negative Zinssätze hat, ohne die Auswirkungen davon zu sehen. In diesem Szenario werden die Zinssätze steigen, weil die Banken ein viel höheres Zahlungsrisiko haben. Es wird dann eine größere Lücke zwischen dem Leitzins der EZB und dem Hypothekenzins geben.

 

18. Mai 2020     >> Zurück zum Archiv

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