Bad Homburger Kurparkrundgang

 

Vom Kurhausvorplatz in der Louisenstraße durch das Kurhaus kommt man in den Kurhausgarten. Er wurde 1854 bis 1914 im Wiesental des Kirdorfer Baches angelegt. Der 44 Hektar große Park ist insgesamt 1,5 Kilometer lang und liegt im Zentrum der Stadt Bad Homburg.

 

Kaiser-Friedrich-Promenade

An der Promenade lagen früher alle renommierten Hotels und Pensionen für gehobene Ansprüche. Um 1830 noch ein ungepflasteter Feldweg, wurde sie 1888 zur Kaiser-Friedrich-Promenade umbenannt. Die Häuser wurden teils im spätklassizistischen Stil, teils im ausgeprägten Jugendstil gebaut. Die zwei- bis vierstöckigen Häuser hatten Vorgärten, Terrassen und reizvolle Erker.

 

Die Vielfalt der Fassadengestaltung prägt noch heute den Charakter der ehemaligen Prachtstraße. Hier stand auch das weltbekannte Ritters-Parkhotel. Zu seinen Besuchern zählten die internationale bekannte Prominenz, wie der Hochadel und Fürstlichkeiten der regierenden Häuser Europas, superreiche Amerikaner und Maharadschas. 1977 wurde es aber aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.

 

Von der Kaiser-Friedrich-Promenade herunter kommt man zum Schmuckplatz. Links geht es an der Molken-Anstalt vorbei zum Golf-Clubhaus. In Richtung zur Promenade zurück, stößt man auf die russische Kapelle.

 

Danach biegt die Ferdinandstraße ab, in der die Englische Kirche steht. Zurück im Kurpark, geht es zwischen Golfplatz und Kurparkgärtnerei zur Konzertmuschel. Man erreicht den Quellenpark, in dem 14 Quellen sprudeln. Diese Allee nennt man die Quellenallee. Die Mineralquellen kannten schon die Römer. Im Mittelalter benutzte man die Salzquellen zur Salzgewinnung. Die drei Salzquellen waren die Ludwigsquelle, Kaiserquelle und Elisabethenquelle. Es gab neun hohe Gradierwerke. Die Salinenanlage wurde im 30-jährigen Krieg weitgehend zerstört. An den wichtigsten Quellen hat man Brunnen errichtet. Gleich ins Auge fällt der Elisabethen-Brunnen, rechts davon der Obelisk. Etwas im Hintergrund steht die Steinskulptur des Löwen. Die Brunnenallee hinunter wurden die meisten Brunnen erbaut: rechts der Landgrafenbrunnen und Louisenbrunnen und dahinter der Auguste-Victoria-Brunnen.

 

Spielbank

Gleich dahinter liegt das Spielcasino. Die Eröffnung der Spielbank haben die Homburger einem Zwillingsbrüderpaar aus Frankreich zu verdanken, Francois und Louis Blanc, die 1806 in Avignon geboren wurden. Sie lernten in Paris das Glücksspiel kennen. Sie wollten in Luxemburg ebenfalls eine Spielbank eröffnen, aber der Landgraf Ludwig von Hessen-Homburg holte Sie nach Bad Homburg. Er erteilte ihnen 1840 die Kozession und die Brüder Blanc erhielten die Erlaubnis diese 30 Jahre lang zu nutzen. Zunächst wurde im Brunnensäalchen gespielt. 1841 rollte zum ersten Mal die Kugel und gleichzeitig war die Grundsteinlegung des Kurhauses. 1843 zog man dort mit der Spielbank ein. Im Jahre 1872 fiel nach dem Tode Landgraf Ferdinands das Land Hessen Homburg an Preußen und die Spielbank mußte an Sylvester 1872 geschlossen werden. Seit 1949 wird wieder im Brunnensäalchen gespielt und man kann bei einem Casinonbesuch einen abwechslungsreichen Abend verbringen. Wer mag, kann sich bereits vorher, im Übungsmodus und ohne Echtgeldeinsatz, bei Casino.com auf die Casinospiele vorbereiten. Nach dem Muster von Bad Homburg wurde übrigens auch die Spielbank in Monte Carlo eingerichtet.

 

Kaiser-Wilhelms-Bad

Kaiser-Wilhelms-Bad – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Kaiser-Wilhelms-Bad

Etwas zurückgebaut liegt das Kaiser-Wilhelms-Bad und auf dem großen Platz davor steht der Kaiserbrunnen. Das Kaiser-Wilhelms-Bad ist im Stil der italienischen Hochrenaissance in den Jahren 1887 bis 1890 erbaut. Das Bronzedenkmal davor stellt Kaiser Wilhelm I. dar und wurde 1905 enthüllt. Der beim Badehaus gelegene Ludwigsbrunnen wurde 1809 entdeckt und 1835 angelegt. Daneben wurden Reste eines römischen Bades gefunden.

 

Nach dem Überqueren der Kisseleffstraße gelangt man zur Tennisbar. Vorbei an den Tennisplätzen leuchtet schon von Weitem sichtbar der Siamtempel. Am Schwanenteich vorbei, kann man noch einen Abstecher in den Jubiläumspark machen. Vom Hölderlin Denkmal kommt man wieder zum Kurhaus zurück.

 

An historischer Stelle und in bester Lage erwartet Sie heute gegenüber dem Kurpark das Steigenberger Hotel Bad Homburg und repräsentiert glanzvolle Hoteltradition. Wo früher Europas Hautevolee logierte, wohnt man jetzt sehr elegant und mit modernstem First-Class-Komfort.

 

4. August 2016     >> Zurück zum Archiv