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Deutscher Wein

Wein wird in Deutschland seit der Zeit der Besetzung durch die Römer angebaut, also schon vor Christi Geburt. Cäsar förderte durch Verordnung den Anbau in Germanien und Gallien. Damals tranken Germanen und Besatzer freilich einen Wein, der mit der heutigen Qualität nichts gemeinsam hatte.

 

Das heute größte Weinbaugebiet in Deutschland ist mit 26.516 Hektar Rheinhessen, gefolgt von der Pfalz mit 23.489 Hektar und Baden mit 15.815 Hektar. Die Region Rheinhessen und die Region Pfalz gehören zum Land Rheinland-Pfalz, dem Bundesland mit den meisten Weinbaugebieten und etwa zwei Dritteln der deutschen Weinanbaufläche.

 

Rieslingtraube

Rieslingtraube / Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Dass deutscher Weißwein heute als führend in der Welt gelten kann, ist auf eine ganze Reihe von Gründen zurückzuführen:

 

Zunächst einmal garantiert eine ungeheure Vielfalt von Böden eine entsprechende Palette von verschiedenartigen, charaktervollen Weinen. Eine besonders große Rolle spielen aber auch die klimatischen Bedingungen unserer Weinanbaugebiete. Große Teile der deutschen Rebflächen liegen nahe oder südlich des 50. Breitengrades. So sind Ahr, Mosel, Mittelrhein und Rheingau die nördlichsten Weingegenden Europas. Der Weinbau in diesem Breitengrad der Erde ist im internationalen Vergleich ungewöhnlich und nur möglich aufgrund eines entsprechenden Meso- und Mikroklimas. Häufig liegen die Weinberge an besonders geschützten Stellen in Flussnähe und sind steil nach Süden oder Westen optimiert zur Einstrahlung der Sonne ausgerichtet. So können die Böden im Tagesverlauf die Wärmeenergie speichern, die sie auch noch weit nach Sonnenuntergang abgeben. Die steilen Talhänge sorgen zudem auch für den schnellen Luftabfluss nach Kaltwetter- oder Frosteinbrüchen.

 

Die Winzer stehen oft außerordentlichen Schwierigkeiten gegenüber. Frühjahrsfröste, sonnenarme Jahre, relativ kleine Rebflächen, großer Aufwand, hohe Kosten beim Anlegen von Weinbergen an zum Teil sehr steilen Hängen, all das hat zu einem Verhältnis des Winzers zum Wein geführt, das der Qualität zugute kommt. Weil die hohen Kosten der Herstellung gedeckt werden müssen, werden die meisten Weine so sorgsam und fachmännisch behandelt und gepflegt, wie das in keinem anderen Land der Welt üblich ist. Nur weitgehende Veredlung bis hin zur Züchtung von frühreifenden und winterfrostharten Rebsorten macht den Weinbau ertragreich und damit möglich. Das Ergebnis ist eine große Zahl von Spitzenqualitäten.

 

Deutsches Weinlesefest

Höhepunkt des Jahres ist ohne Zweifel das Deutsche Weinlesefest, das am ersten und zweiten Wochenende im Oktober traditionell in Neustadt an der Weinstraße stattfindet, das in der Mitte der Pfalz und der Deutschen Weinstraße liegt und das Zentrum des pfälzischen Weinanbaugebiets darstellt. Dann werden unterhalb des Bahnhofs die Weinhäuschen oder pfälzisch „Woihaiselscher” zu einem Winzerdorf aufgebaut, und es wird natürlich in erster Linie der süße und süffige „Neue Wein” ausgeschenkt.

 

Die Wahl der Pfälzischen und Deutschen Weinkönigin findet im Saalbau statt, die Pfälzische Weinbruderschaft lädt ein zur großen Pfalzweinprobe und beim Deutschen Wein- und Sekttreff auf dem Marktplatz kann jeder Besucher Weine aus allen deutschen Weinbaugebieten probieren. Als Abschluß findet am letzten Fest-Sonntag Deutschlands größter Winzerfest-Umzug statt und am letzten Fest-Montag ein großes Feuerwerk.

 

Der Wein und der Weinbau prägen vor allem auch die Mentalität und die Lebensfreude der Menschen, die hier leben. Dies äußert sich nicht zuletzt in diesem großen Deutschen Weinlesefest.

 

Bad Dürkheim an der Deutschen Weinstraße

Bad Dürkheim an der Deutschen Weinstraße / Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

24. November 2018     >> Zurück zum Archiv