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Umstrittene Einflüsse – Spiel und Städtebau

Bereits seit Jahrhunderten sind in Deutschland die großen Spielbanken im Stadtbild verankert. Sie galten über eine lange Periode als Treffpunkte der oberen Gesellschaftsschichten, ehe sie sich für ein breiteres Publikum öffneten. Aktuell nehmen die Diskussionen über einen möglichen negativen Einfluss auf das deutsche Stadtbild zu. Doch was ist dran an dieser Entwicklung?

 

Kurhaus in Baden-Baden

Kurhaus in Baden-Baden – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

Baden-Baden als Vorbild

Nach wie vor werden große Casinos mit historischen Hallen mit dem Glücksspiel assoziiert. Ein solcher Bau kann nach wie vor in Baden-Baden betreten werden. Ganze Stadtteile wurden dabei auf das prunkvolle Zentrum zugeschnitten. Dies lag nicht zuletzt daran, dass dort eine große finanzielle Kraft vorhanden war, welche die Geschicke im Hintergrund zu lenken wusste. So kam es etwa, dass die Straßen in der Umgebung bisweilen sternförmig auf das Casino zuliefen.

 

Doch selbst renommierte Spielbanken, wie sie etwa in Baden-Baden zu finden sind, stehen aktuell stark unter Druck. Grund dafür ist das verstärkte Vorkommen der Online Casinos, welche die Branche zunehmend bestimmen. Dort haben die Spieler bessere Auszahlungsquoten auf ihrer Seite und können zudem einen Bonus für ihre Anmeldung in Anspruch nehmen. Beispielhaft wird dies etwa am erfolgreichen Vegascasino deutlich.

 

Aktuelle Entwicklungen

In der heutigen Zeit machen die prunkvollen Casinos nur einen kleinen Teil der Branche aus. Sie sind nur in vereinzelten Städten verfügbar und müssen aus diesem Grund auf ein großes Einzugsgebiet setzen. Auf der anderen Seite stehen die jungen Spielbanken und Spielotheken, die wenig Wert auf Luxus und Glamour setzen. Stattdessen steht an der Stelle das einfache Spiel im Vordergrund. Sehr gerne wird für diesen Zweck auch offensiv Werbung im Außenbereich angebracht.

 

Große Schaufenster, die über und über mit der Werbung für das Glücksspiel bepflastert sind, stellen in den Augen mancher Menschen inzwischen einen großen Kritikpunkt beim Blick auf die deutschen Städte dar. Tatsächlich verbirgt sich dahinter auch der Versuch, den Raum dahinter vom Tageslicht abzuschotten. So ist den Spielern weniger klar, wie lange sie sich nun bereits im Casino befinden. In Zukunft könnten einige politische Regelungen in Deutschland gegen diese Maßnahmen vorgehen, um dadurch nicht nur die Optik anzupassen, sondern zugleich die Spieler zu schützen.

 

Kommt der Mindestabstand?

Inzwischen wird eifrig darüber diskutiert, ob ein Mindestabstand zwischen den Casinos das Problem lösen kann. Demnach müssten die Unternehmen zwischen ihren Standorten eine Distanz von mindestens 300 Metern einplanen. Sofern dies nicht gelingt, muss der Anbieter seine Filiale verlagern. Hierzu gibt es kontroverse Diskussionen über diesen Vorschlag. Dennoch scheint es sich um eine Möglichkeit zu handeln, den Einfluss der Branche in den deutschen Städten zurückzudrängen und den Einfluss auf das Stadtbild im eigenen Interesse zu reduzieren.

 

Dass die Casinos nicht nur einen negativen Einfluss auf das Stadtbild haben, zeigt sich bei einem Blick auf die finanziellen Hintergründe. Casinos tragen mit ihrer Gewerbesteuer einen wichtigen Teil zur Finanzierung der Kommunen bei. Diese Gelder können wiederum in den Erhalt der bestehenden Infrastruktur reinvestiert werden. Die Politik hat aus diesem Grund auch ein Interesse daran, die bestehenden Strukturen zu erhalten, die einen großen Einfluss auf die Steuereinnahmen haben. Daher ist es notwendig, gerade dieses Thema aus zwei verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, um sich ein genaues Bild von der aktuellen Lage machen zu können.

 

Karlsplatz in München

Karlsplatz (Stachus) in München – Pixabay - Public Domain Bilder / Creative Commons CC0 (CC0 1.0)

 

2. November 2018     >> Zurück zum Archiv